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10. VLN Lauf am 31.10.2009

 

Perfekter Saisonabschluss !

 

Nachdem für den letzten VLN-Lauf in diesem Jahr perfektes, sonniges Herbstwetter gemeldet wurde und auch die Temperaturen um die 12-15 Grad lagen, konnten wir uns mit unserem wieder einmal bestens vorbereiteten Peugeot 207 auf den Weg zum Nürburgring machen, um einen schönen Saisonabschluss zu fahren. Nachdem bereits im letzten Rennen des Autohaus Lenzen die BF Goodrich Slicks in einer weicheren Mischung sowie auch kleineren Reifengröße gefahren hatten, wollten wir dies nun bei diesem letzten Rennen auch tun, da wir leider miterleben mussten, dass das Auto von Team Lenzen mit dieser Bereifung doch im Schnitt bald über 10 Sekunden schneller gefahren werden konnte wie unser Auto. So haben auch wir am Freitag 4 solcher Slicks neu aufziehen lassen und konnten bereits im Training feststellen, dass das Auto eine deutlich bessere Straßenlage hatte und auch aus allen Ecken heraus deutlich schneller beschleunigt werden konnte. An diesem schönen Herbstsamstag war jedoch unglaublich viel Verkehr auf der Nordschleife, denn es hatten sich für einen letzten Lauf der Saison unglaublich viele Starter angemeldet und auch neben der Strecke waren Zuschauermengen wie beim 24h-Rennen. Alle wollten wohl Fahrer sowie auch Fans und Zuschauer noch einmal einen schönen Saisonabschluss miterleben.

Wir konnten als zweiter Peugeot in unserer Klasse starten und auch beim letzten Lauf wollte Christopher Rink noch immer keinen Start fahren und somit blies Senior Ralph-Peter Rink beim Start zum Angriff. Ralph-Peter Rink musste jedoch die alten, größeren und härteren Reifen auf der Vorderachse fahren und nur auf der Hinterachse waren die neuen, weicheren Slicks montiert, so dass die Fahrzeiten im alten Level blieben. Nach dem ersten Turn übergab Ralph-Peter das Fahrzeug an seinen Sohn Christopher, der für seinen Turn dann vorne die neuen, weicheren Slicks bekam und lospreschte. Sofort wurden die Zeiten deutlich schneller und es gelang ihm sogar während seines Turns seine erste persönliche Bestzeit unter 10 Minuten hinzulegen. Für den zweiten Turn von Ralph-Peter wurden vorne wiederum die alten Räder montiert – denn der wollte eigentlich sparen und keine neuen Reifen für den letzten Lauf mehr investieren – somit wurden ihm auch nicht die neuen Slicks gegönnt. Trotz allem konnte die Position behauptet werden und wir fuhren mit etwa 1 Minute Rückstand auf Platz 2 in unserer Klasse. Zu seinem 2. Turn bekam Christopher „seine“ Reifen und er fuhr wiederum sehr schnelle Zeiten und konnte in der vorletzten Runde sogar mit 9:57 seine persönliche Bestzeit erzielen. Wir hatten uns schon auf einen Einlauf auf den 2. Platz eingestellt, als 3 Runden vor Schluss die Mitteilung kam, dass der Lenzen-Peugeot mit Bohrer am Steuer wieder einmal ausgefallen sei. Sicherlich wurde hier wieder einmal das Auto zu hart ran genommen, durch stetige sehr schnelle Rundenzeiten überstrapaziert und das Material hielt dieser Belastung nicht stand. Schade für das Lenzen Team, sie hätten sicherlich einen weiteren Klassensieg verdient, aber wie man sieht, muss man auch mit seinem Material haushalten können und in 4 Stunden nicht permanent unnötigerweise Spitzenleistung dem Auto abverlangen.

Unser Peugeot hielt wie immer in den letzten 9 Rennen auch dieses Rennen ohne ein einziges Problem durch und somit konnten wir überraschenderweise, aber sicherlich verdienterweise unseren 6. Sieg in der Peugeotklasse in diesem Jahr feiern.

 

Somit hatten wir für diesen letzten Lauf wieder einmal ein optimales Ergebnis erzielt, mit Christopher’s persönlicher Bestzeit, keinen einzigen Kratzer am Fahrzeug und einen Klassensieg – wie kann es besser laufen ? Leider waren insgesamt nur noch 4 Peugeot’s am Start, so dass wir in der Klasse 2T nach den beiden Shirra-Minis den 3. Platz belegten und dies nicht ausreichend Punkte für die VLN Gesamtmeisterschaft bzw. auch für Christopher’s Juniors Trophy bringt. Ein anderes Team, wobei beide Fahrer in der Juniorwertung gemeldet sind, konnte dank einer volleren Klasse besser punkten und somit ist Christopher auf den 6. Platz in der Junior Trophy letztendlich gewertet. Trotz allem: Für die erste Saison eines jungen Langstreckenpokaleinsteigers sicherlich ein tolles Ergebnis, zumal ihm auch in seiner aller ersten Langstreckenpokalsaison gleich ein Meistertitel zuteil wurde und wir mit 6 Klassensiegen, 3 zweiten Plätzen fast bei jedem Lauf auf dem Podest in der Peugeottrophy gelandet sind. Aus unserer Sicht ein absolut dominierendes Team in der Peugeot 207 RC Trophy, die mit einem perfekt aufgebauten und gewarteten Fahrzeug jedes Mal an den Start kam und mit einem perfekt eingespielten Team, was die Boxenstopps und alles andere drum herum bedeutet, immer wieder problemlose Rennen bestreiten konnten. Der kleine Peugeot 207 ist aus unserer Sicht ein hervorragendes und zuverlässiges Fahrzeug, es muss nur gewissenhaft und ordentlich gewartet werden, akribische Vorbereitung für jedes Rennen in jedem Detail ist der ausschlaggebende Punkt, damit dieses doch sehr seriennahe Fahrzeug ohne Probleme jedes Mal die 4h-Quälerei auf der Nürburgring-Nordschleife überstehen kann. Natürlich kommt all dem unsere langjährige Erfahrung in den verschiedensten Honda Civic, Honda Accord Cup’s zugute, da wir und unser gesamtes Team genau wissen auf was es ankommt, um solch eine Meisterschaft mit einem Auto bestens zu überstehen und am Ende gewinnen zu können.

Unser Fahrzeug zeigte kein einzigstes Problem – die ganze Saison über. Weder Motor noch Getriebe machten irgendwelche Probleme, lediglich einen Reifenschaden, der auf einen gebrochenen Stabihalter am rechten Federbein zurückzuführen ist (Materialfehler), warf uns einmal auf einen 4. Platz zurück. Ansonsten ist unsere Ausbeute mit 6 Siegen und 3 zweiten Platzen und 1 vierter Platz sicherlich optimal genug, um so einen Meisterschaft zu gewinnen.

 

An dieser Stelle möchte ich mich jetzt nochmals recht herzlich bei all unseren Teammitgliedern bedanken, die uns ständig an der Strecke oder auch zu Hause in unserer Werkstatt unterstützen. All unsere Sponsoren und Fans, die uns in sonstigen Weisen ständig helfen, unter die Arme greifen oder auch irgend etwas sonst zur Verfügung stellen sei herzlichen Dank gesagt. Ohne einige Leute im Hintergrund wäre es sicherlich nicht möglich ständig ein solch perfektes Auto an die Strecke zu bringen und auch während den Rennen so perfekte Leistungen abzuliefern.

 

Nochmals herzlichen Dank Leute für all eure Unterstützung, das war wieder eine super Saison !!

 

Es hat uns allen, denke ich, viel Spaß gemacht und wir werden sehen, ob wir im nächsten Jahr nochmals mit diesem Fahrzeug an den Start gehen. Das wir wieder an den Start gehen ist sicher, nur mit was – schau mer mal………….

 

Habt alle eine gute Zeit über Weihnachten und Neujahr – werdet nicht zu dick – damit wir euch im nächsten Jahr wieder erkennen und ich hoffe auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison am Nürburgring mit all unseren Freunden und Bekannten.

 

Euer Rink Racing Team

Ralph-Peter Rink

 

 

 

8. VLN-Lauf am 03.10.2009

 

Planziel erreicht

Peugeot 207 RC Trophy-Meister 2009

 

Mit dem Gewinn der Peugeot 207 RC Trophy im Langstreckenpokal haben wir unser diesjähriges Planziel bereits erreicht. Nach dem bereits nach dem letzten Rennen nur noch eine kleine theoretische Chance uns noch einzuholen für unsere Gegner bestand, ist es nun nach dem 2. Platz beim letzten Lauf im 8.Langstreckenpokalrennen sicher, da unser Punktekonto soviel Vorsprung hat, dass wir uneinholbar die Meisterschaft bereits jetzt für uns entschieden haben.

 

Nach einem für uns fast unspektakulären Verlauf dieser Meisterschaft konnten wir mit unserem zuverlässigen und stets bestens vorbereiteten Peugeot 207 RC in 8 Rennen 5 x ein Rennen als Sieger beenden, belegten 2 x den 2.Platz und mussten nur einmal, aufgrund eines Reifenschadens, als Viertplazierter im Ziel ankommen. Eine auch für uns recht beeindruckende Bilanz, nach dem Christopher Rink sein 1. Jahr in der Langstrecken-meisterschaft absolvierte, und wir auch mit dem Peugeot 207 RC als Neuwagen in diesem Jahr diese Meisterschaft in Angriff nahmen. Natürlich sind wir nicht alleine als Fahrer fähig solch eine Meisterschaft zu gewinnen, sondern dazu gehören viele zuverlässige Leute die uns helfen, auf die wir schon jahrelang vertrauen und stolz sind, dass sie immer noch bei uns sind und uns bei all unseren Unternehmungen unterstützen. Grundstein für solche Erfolge ist natürlich der tadellose Aufbau und die Wartung des Rennfahrzeuges zwischen den Rennen, die hauptsächlich von Christopher Rink und seinem Freund Andy durchgeführt wird, und dann natürlich während den Rennen die zuverlässige Betreuung unserer Rennsportschrauber, allen voran Christoph und Stefan, die schon jahrelang immer wieder ein neues Helferteam zusammen stellten, um uns bei den Boxenstopps zu betreuen. Wir haben zwar noch 2 Rennen zu fahren, aber ich möchte schon hier all diesen Menschen um uns herum wieder einmal herzlich für die große aufopfernde Hilfe danken, die uns zuteil wird damit wir so schöne Ergebnisse feiern dürfen. Danke an all unsere Freunde und Helfer !

 

Zum Rennen selbst:

Wir wollten ein gemütliches Rennen fahren, da wir ja im Prinzip sowieso schon die Meisterschaft gewonnen hatten und haben, ohne irgendwelches neues Material einkaufen zu müssen, dieses Rennen angegangen. Wir haben unser Training an einem schönen Samstagmorgen mit den ältesten Slicks in Angriff genommen, denn die müssen ja auch einmal abgefahren werden, und konnten uns damit spielend auf den dritten Startplatz setzen. Als Startfahrer musste Ralph-Peter Rink – wie immer – das Rennen beginnen und musste erleben wie sein Freund Marcel Hoppe, der den Fleper-Peugeot diesmal mit pilotieren durfte, von 2 Startplätzen hinter ihm nach einem schönen klassischen Frühstart an ihm vorbeizog, um sich noch vor der Mercedesarena vor ihn zu setzen. „Kein Problem“, dachte Rink, dann fahren wir mal schön ein Rennen hintereinander so wie früher im Civic-Cup. Jedoch schied Marcel schon in der zweiten Runde nach der Rechtskurve der Kurzanbindung mit abgebrochenem Querlenker vorne aus. Nachdem sich das Lenzen-Auto gedreht hatte und Herr Hömberg mit seinem Fahrzeug technische Probleme bekam, standen wir relativ früh schon wieder auf P1 in unserer Klasse. Wie in den Rennen zuvor, haben sich unsere Gegner wieder einmal selbst eliminiert und so konnten wir zunächst relativ gemütlich zwei weitere Turns in Angriff nehmen. Als wir zum letzten Boxenstopp herein kamen, hatten wir vor dem Lenzen-Auto ca. 1 Minute Vorsprung. Der schnelle Fahrer Michael Bohrer nahm jedoch den letzten Turn gegen Christopher Rink in Angriff. Es sollte jedoch nichts anbrennen, da wir ja die besagte 1 Minute Vorsprung auf unser Konto hatten. Wir planten beim letzten Boxenstopp alle 4 Räder zu wechseln, da unser altes Material nur mehr für einen Turn gut war. Unsere sonst so tadellosen, schnellen guten Schrauber wollten diesen Wechsel aller 4 Räder mit 2 Akku-Schlagschraubern durchführen. Warum auch immer diese Idee so toll sein sollte bleibt deren Geheimnis, da wir ja noch 2 Luftschlagschrauber mit Pressluftflasche zur Verfügung hatten. Jedenfalls ging es so, dass bei einem Akku-Schrauber die Batterie leer war und so 4 Reifen mit einem Akkuschrauber gemütlich gewechselt wurden. Zu all unserer Freude konnten wir somit live erleben, wie aus 1 Minute Vorsprung – 30 Sekunden Rückstand produziert wurden – und in der nächsten Runde die den Zeitabstand zwischen Herrn Bohrer und Christopher Rink messen ließ, hatten wir exakte 18 Sekunden Rückstand und nur noch Position 2 inne. Bohrer musste jedoch noch einmal tanken – wir aber auch – und somit schwand die Hoffnung auf den Klassensieg, denn bei allen Fahrkünsten von Christopher war mit den alten Reifen sicherlich kein Start gegen Michael Bohrer zu gewinnen. So kam es dann leider auch bis zum Ende, dass Christopher mit dem für uns jemals am schnellsten gefahrenen Zeiten zwar versuchte Michael Bohrer einzuholen, der jedoch entsprechend konterte und der Abstand im Ziel betrug auf Michael Bohrer genau nur 18 Sekunden.

 

Schade, schade – und wir konnten wieder einmal feststellen wie sehr man sich über einen 2.Platz ärgern kann – vor allen Dingen Christopher, der alles gegeben hatte, hat in seiner kurzen Rennfahrergeschichte sich über diesen Fauxpas besonders geärgert, nicht weniger aber auch unser lieber Chefschrauber Stefan, der sich für diesen Schrauberfehler sicherlich am liebsten selbst in den A…. gebissen hätte. Aber insgesamt haben wir schon soviel Gutes und Schlechtes erlebt und wir sind immer ein Team und wir gewinnen und verlieren zusammen und somit kann ich nur sagen:“ Leute, kein Beinbruch – das nächste Mal ist es vielleicht wieder ganz anders und dann können wir uns alle zusammen freuen und feiern.“

Nichts desto trotz war es ein tolles Rennen und wir werden im nächsten Lauf versuchen, unsere Platzierung im Gesamtlangstreckenpokal noch weiter zu verbessern und vor allen Dingen, dass Christopher – der momentan auf dem 4.Platz der Juniorwertung liegt – vielleicht noch den ein oder anderen Platz gut machen könnte, um in der Juniorwertung weiter vorne zu landen. Wir werden also noch einmal richtig reinhauen und versuchen im vorletzten Rennen ebenfalls wieder zu gewinnen. Viel Spaß dabei für alle wünscht euch

 

euer

 

Rink Racing Team

 

 

 

7. VLN-Lauf am 29.08.2009

 

Gemütliche Siegesfahrt

 

Am letzten Augustwochenende sollte uns ein schönes Rennen bevorstehen. Nach den heißen vorangegangenen Augusttagen war die Temperatur etwas zurück gegangen, jedoch schienen die Wetteraussichten für das Wochenende hervorragend zu sein. Als wir am Freitag ankamen, mussten wir erstaunlich viele Starter anschauen, erstaunlich deshalb, weil in den letzten Jahren nach dem 6h-Rennen die VLN-Läufe doch ehe weniger stark besucht waren. Aber so hatte für dieses Wochenende ein imposantes Feld von ca. 180 Fahrzeugen genannt. Nachdem wir unser Auto nach dem 6h-Rennen wieder bestens auf Vordermann gebracht hatten, konnten wir den Freitag gemütlich dazu nutzen, uns einmal den neuen Nürburgringboulevard anzuschauen und in den verschiedenen Shops diverse Motorsportartikel zu kaufen. Auch konnten wir mal auf der neuen Haupttribüne oberste Reihe in den Loungen Platz nehmen und uns den Beginn des freien Trainings Freitags mittags anschauen. Von dort oben hat man doch einen hervorragenden Blick über die gesamte Mercedesarena und Teile des Grand-Prix-Kurs bis hinunter in die Hatzenbach. Am Abend haben wir dann noch mit unseren Freunden zusammen eines der Eifeldorfrestaurants getestet und haben die Dorfstadl-Discothek zur späteren Stunde noch bewundern können. Am nächsten Morgen ging es dann schon etwas früher los, ohne Fahrerbesprechung, begann das Training. Nachdem inzwischen 2 Schirra-Mini’s in unserer Klasse antreten und auch noch der alte Schönauer-Audi irgendwo ausgegraben wurde, haben wir mit unserem Peugeot keine Chance mehr auf einen der ersten drei Startplätze in dieser Klasse. So kam es dann auch, dass wir Startplatz 4 einnahmen, hinter dem Schirra-Mini, dem Schönauer-Audi und dem Peugeot vom Team Lenzen. Da Herr Hömberg sein Peugeot noch nicht repariert hat, hatte er zusammen mit Michael Bohrer und Timo Frings auf dem Lenzen-Peugeot genannt. Das Fleper-Team mit den Fahrer Tönnes/Utsch hatte leider schon im freien Training am Freitag einen Getriebeschaden zu verzeichnen und war somit gar nicht am Start. Somit hatten wir eigentlich nur einen ernstzunehmenden Gegner und da wir mit erheblichen Punkten Vorsprung die Peugeot-Cup-Wertung anführen, wollten wir ein gemütliches Rennen absolvieren – egal ob wir hier nur 2. werden würden oder gewinnen könnten. Wir hatten zur Zielsetzung altes Material aufzuarbeiten, Berge von angefahrenen Slicks und Sonstiges musste mal bearbeitet werden. Wir fuhren dann auch recht gemütlich auf alten Reifen los und hatten beschlossen, diese nach jedem Turn zu tauschen, gegen weitere alte Reifen, so dass wir an diesem Wochenende kein neues Material zukaufen mussten. Nach einem problemlosen Start hielten wir uns gemütlich in knapper Distanz zum Lenzen-Peugeot auf Platz 2 und planten für die zweite Hälfte des Rennens evtl. einen kleinen Angriff. Dazu musste es aber gar nicht mehr kommen, da der Lenzen-Peugeot nach ca. 1 ½ Stunden durch einen Motordefekt ausfiel. Auch der Audi A4 Quattro von Schönauer war nach Runde 9 ausgefallen und somit hatten wir nur noch die beiden Minicooper von Schirra Motorring vor unserer Nase in der Klasse. Diese Autos sind aber so oder so nicht einzuholen, so dass wir mit gut einer Runde Vorsprung vor dem nächsten Peugeot der von Dr. Steitel und von Dannwitz pilotiert wurde, lagen. Wir fuhren sodann die letzten 2 Stunden auf unseren alten Reifen gemütlich zu Ende und konnten einen ungefährdeten Sieg in der Peugeot 207 Trophy wieder einmal erreichen. Dies war somit Peugeot-Klassensieg Nr. 5 und der dritten bereits in Folge. Wieder einmal ist unser Auto problemlos und zuverlässig gelaufen und wir denken auch, dass sich in den verbleibenden 3 weiteren Läufen daran nichts ändern wird. Punktemässig sind wir eigentlich uneinholbar, es geht jetzt vielmehr darum, im Gesamtlangstreckenpokal nach vorne zu kommen und vor allen Dingen geht es für Christopher darum, in der Juniorwertung mindestens noch unter die ersten 5 zu gelangen bzw. zu bleiben, denn derzeit befindet er sich auf dem 5. Platz in der Juniortrophy.

 

Bis zum nächsten Rennen………………….

 

euer

 

Rink Racing Team

 

 

 

6. VLN-Lauf am 19.07.2009 – 6H Rennen

 

Die Mannschaft macht’s !!

 

Der Saisonhöhepunkt der VLN ist natürlich das 6h-Langstreckenrennen. Nachdem unser Fahrzeug durch Christopher Rink wieder akribisch und genauestens vorbereitet wurde, sämtliche Bremsverschleißteile erneuert und alle sonstigen Fahrwerks- und Fahrzeugteile überprüft und ggf. erneuert wurden, sind wir guten Mutes zum Nürburgring gereist. Unsere neuerliche veränderte Fahrwerkseinstellung erwies sich bei vorangegangenen Testfahrten bereits als weiterer Verbesserungsschritt, so dass wir keine Testfahrten am Freitag Mittag auf der Nordschleife absolvieren mussten. Wir konnten uns wiederum einmal ganz gelassen auf die Boxeinrichtung und das Aufziehen neuer Rennreifen konzentrieren und der Fahrerlagerparty entgegen warten. Bei recht kühlem, aber dennoch schönen Wetter, ging vor Box 1-3 die alljährliche Fahrerlagerparty von statten, diesmal gab es sogar kostenlos Bratwurst bis zum Abwinken, und übliches Flüssiges.

 

Für Samstag war ja bereits durchwachsendes Wetter angesagt und so gestaltete es sich dann tatsächlich auch am Samstag Morgen schon. Bei deutlich kühleren Temperaturen und bedecktem Himmel konnte das Training jedoch noch im Trockenen absolviert werden. Wie üblich bei dem 6h-Rennen waren unheimlich viele Fahrzeuge auf der Strecke und so konnten wir hinter dem Team Hömberg den 2. Startplatz einfahren. Bis zum Start hin wurde das Wetter zusehends immer schlechter und man musste befürchten, dass es schon zum Start hin nass werden würde. Dies geschah jedoch noch nicht, so dass Ralph-Peter Rink den Start auf Slicks fahren konnte, jedoch warteten nach Absolvieren der Einführungsrunde bei Start und Ziel bereits die ersten Regentropfen. Nach gekonnter Reifenaufwärmphase war dieser schlüpfrige Fahrbahnbelag jedoch für uns kein Problem, wobei unser ärgster Konkurrent damit größere Schwierigkeiten hatte und sich bereits in der ersten Kurve drehte. Somit hatten wir quasi vom Start weg schon Platz 1 inne und konnten diesen auch erheblich ausbauen, bis in der 2. Runde ein Fahren auf Slicks nicht mehr möglich war und auf Regenreifen gewechselt werden musste.

 

Jetzt konnte unser Team einen seiner größten Trümpfe ausspielen, denn das ist unsere tolle, schnelle und professionelle Boxenmannschaft. Diese hat dafür Sorge getragen, dass wir blitzschnell Reifen wechseln konnten und das Fahrzeug aufgetankt wurde. Entgegen unseren Mitkonkurrenten hatten wir somit eine blitzschnelle Abfertigung und waren sofort wieder auf der Strecke. Dies führte zu einem weiteren erheblichen Ausbau unseres Vorsprungs. Im Verlauf der nächsten Runde wechselten sich trockene Streckenabschnitte mit nassen Abschnitten ab, so dass man auch mit Regenreifen zeitweise auf trockener Bahn fahren musste. Zum Ende unseres Turns, nach den planmäßig gefahrenen 5 Runden, war die Ideallinie schon wieder auf 95 % der Strecke soweit abgetrocknet, dass wir uns dazu entschlossen wieder auf Slicks zurück zu wechseln. Christopher Rink stand zwar zum Fahrerwechsel parat, jedoch bei diesen schwierigen Verhältnissen, wo an manchen Stellen gerade mal die Ideallinie trocken war es jedoch aber auch noch gewisse feuchte Kurvenabschnitte gab, hielten wir es für sinnvoller, dass Ralph-Peter Rink einen weiteren Turn fuhr. Wiederum konnte unsere tolle Boxenmannschaft in gewohnt schneller, souveräner Manier Reifen wechseln und das Fahrzeug wieder auftanken. Die ersten Runden auf Slicks waren natürlich sehr schwierig zu fahren, bis man die Slicks wieder auf volle Temperatur bringen konnte. Nach 3-4 Runden begann es allerdings erneut zu regnen und hauptsächlich im Streckenabschnitt Hohe Acht bis Pflanzgarten war es sehr nass. Die Teams die sich nicht dazu entschlossen hatten auf Slicks zu wechseln hatten hier natürlich ihre Vorteile, mussten jedoch in den trockenen Abschnitten einiges an Zeit einbüßen. Unter dem Strich konnte man in diesen Runden nicht sagen, was nun die bessere Wahl gewesen wäre. Regenreifen und Slicks bereifte Fahrzeuge hielten sich mit ihren Rundenzeiten hier die Waage. Bei unserem dritten Stopp wechselten wir dann unseren Fahrer und Christopher Rink übernahm das Fahrzeug, hier endlich mal ein normaler problemloser Stopp in dem nur getankt wurde, da die Slicks drauf bleiben konnten. Leider begann es jedoch im ersten Turn von Christopher Rink nach 2 Runden wieder sehr stark zu regnen und er hatte einen kurzen AHA-Moment als er im Pflanzgarten mit Slicks auf nasser Fahrbahn das Kiesbett zur Hilfe nehmen musste, um das Fahrzeug abzufangen. Es ist jedoch nichts weiter geschehen und so kam er sofort an die Box, um Regenreifen aufziehen zu lassen. Auch hier musste unsere Boxenmannschaft wieder alles geben, um blitzschnell die Reifen zu wechseln und aufzutanken. Der kurze Schauer führte jedoch dazu, dass innerhalb von 2 Runden die Strecke wieder abtrocknete und Christopher erneut an die Box kam, um wieder auf Slicks zu wechseln. Wieder musste die Mannschaft ran und das Fahrzeug blitzschnell umrüsten. Da wir aber das Fahrzeug hier gleichfalls aber wieder voll tanken konnten, bestand jetzt für den Rest der Veranstaltung die Möglichkeit ohne einen weiteren Stopp, wenn das Wetter es zulässt, durch zu fahren. Da sich unsere Gegner inzwischen wieder einmal selbst aus dem Rennen gebracht hatten, zu allerletzt ist auch noch das Team Hömberg durch einen Unfall des Fahrer Crespo ausgeschieden, konnten wir sicher und bequem unseren 4. Klassensieg in der Peugeot 207 RC Trophy nach Hause fahren. In den letzten Runden ist die Strecke wieder vollständig abgetrocknet und die Sonne ließ sich sogar noch mal zum Rennende sehen. So konnte Christopher auch noch die schnellste Runde in der 207 RC Trophy des Tages erzielen.

 

Nach den vielen unterschiedlichen Wettersituationen, die wir während des Rennes erfahren mussten, schien es schon etwas als wollte uns der Himmel verhöhnen, denn zur Siegerehrung die vor den Boxen 1-3 im Freien stattfand, schien die Sonne und es zeigte sich herrlich blauer Himmel. Die Siegerehrung konnte somit unter freiem Himmel, bei dem einen oder anderen verdienten Bierchen, abgehalten werden. Wir hoffen unsere Fans hatten alle ebenfalls ein schönes Rennwochenende und werden die längere Pause bis Ende August gut überstehen, bis wir uns zum 7. Langstreckenpokallauf wieder sehen.

 

Euer

 

Rink Racing Team

 

 

 

5. VLN-Lauf am 27.06.2009

 

Das Glück der Tüchtigen !!

 

Hallo Fans,

nachdem wir unsere Reifenschadenblessuren aus dem letzten Langstreckenpokallauf vollständig beseitigt hatten und unser Auto sich wieder in einem topfrischen Zustand befand, konnten wir frohen Mutes den 5. Lauf zum Langstreckenpokal in Angriff nehmen. Der Freitag gestaltete sich zunächst schön, sonnig und warm, hatte jedoch exakt ab 14.30 Uhr bis zum Beginn des freien Trainings um 16.00 Uhr ein heftiges Gewitter parat, so dass die Fahrbahn feucht war und wir uns dazu entschlossen, kein Freitagstraining aufzunehmen. Unsere vorgenommenen Fahrwerksveränderungen mussten deshalb mit dem Ergebnis bis zum Samstagstraining auf sich warten lassen. Der Samstagmorgen begann aufgrund des heftigen Regens am Freitagabend zunächst erst einmal mit Nebel, sollte jedoch im Laufe des Tages schöner werden. Dies gestaltete sich jedoch recht schwierig, denn die Sonne konnte oder wollte einfach nicht gänzlich durch die Wolkendecke stoßen. So begann das Training ca. 1 Stunde später und wir mussten ernüchternd feststellen, dass unsere Fahrwerksveränderungen diesmal nicht ein Erfolg waren, sondern eher ein Schritt zurück darstellte. Die Trainingszeiten aus dem Lauf davor konnten leider nicht erreicht werden. Somit starteten wir von Position 3 in unserer Klasse. Bei einem Start den die vorderen Reihen wieder einmal verschlafen hatten und somit ab der Touristeneinfahrt auf der Döttinger Höhe Vollgas gefahren werden musste, gelang es Startfahrer Ralph-Peter Rink entscheidende Plätze auf die Spitze gut zu machen. Nach bereits einer Runde ereignete sich im Streckenabschnitt Wehrseifen, direkt in der Linkskurve nach der Brücke, ein Unfall zwischen 2 Porsche-Fahrzeugen wobei das eine Fahrzeug seine Kühlflüssigkeit über die Strecke ergoss. Der Porsche sowie ein Abschleppfahrzeug und reichlich Streckenposten mit gelben Fahnen versuchten die Unfallstelle zu sichern und so konnte Ralph-Peter Rink mit vielen Anderen sicher die Unfallstelle passieren. Leider jedoch waren ausgerechnet die beiden stärksten Konkurrenten und ein Clio auf dem Kühlwasser ausgerutscht und steckten bereits ineinander. Ralph-Peter Rink traute seinen Augen nicht als er den roten Lenzen-Peugeot sowie den weißen Fleper-Peugeot ineinander steckend neben der Strecke sah. Insgeheim schoss ihm plötzlich durch den Kopf: „So jetzt sind wir Erster“. Nachdem nun auch die Videoaufnahmen in You Tube über diesen Unfall zu besichtigen waren, müssen wir leider wieder einmal feststellen, dass eine Fahrerbesprechung in der wieder einmal eindringlichst auf das Schwenken und den Sinn der gelben Fahnen hätte hingewiesen werden müssen, sinnvoll gewesen wäre. Dieser Unfall wäre für alle Beteiligten vermeidbar gewesen, hätte man anständig seine Geschwindigkeit reduziert und die Gefahrenstelle mit angepasster Geschwindigkeit passiert. Auf dem Video ist eindeutig erkennbar, dass gelbe Fahnen geschwungen werden, ein Streckenfahrzeug auf der Strecke parkt, ein verunfallter Porsche deutlich erkennbar ist und Menschen „Helfer“ auf der Strecke umher laufen. Wie – stellt sich da die Frage – kann man hier so verantwortungslos schnell in eine Unfallstelle hineinfahren, dass man selbst auf der anderen Seite in der Leitplanke bzw. schon gestrandeten Fahrzeugen endet. Dazu noch in der ersten Runde wo sowieso im Rennen noch nichts entschieden wird, ist dies einem langjährigen erfahrenen Piloten völlig unverständlich. Aber wie dem auch sei………….so profitierten wir von dem Pech der anderen und lagen danach kommod in Führungsposition unserer Klasse. Beim ersten Stopp und der Übergabe an Christopher Rink musste beim Tanken leider festgestellt werden, dass wir nicht die vorgeschriebene Gesamtliterzahl in unseren Tank hineinbrachten. Der Grund blieb uns leider unerklärlich, somit konnte Christopher Rink nur 4 Runden fahren und wir mussten ihn für einen weiteren Tankstopp an die Box holen. Bei diesem weiteren Stopp konnten wir wieder ganz problemlos den Tank randvoll füllen, so dass Christopher Rink für weitere 6 Runden ins Rennen ging. Wir hatten zwar etwas Vorsprung auf unsere weitere Mitstreiter Hömberg/Crespo, vielen jedoch durch diesen unplanmäßigen Tankstopp hinter die beiden zurück. Wir glaubten jedoch fest an den Wetterbericht, der ab ca. 15.30 Uhr Regen voraussagte und wir somit sowieso noch einen weiteren Stopp hätten einlegen müssen, um Regenreifen aufzuziehen und hierbei gleichzeitig auch nochmals zu tanken. Bei der Übergabe von Christopher Rink an Ralph-Peter Rink berichtete Christopher bereits schon von merkwürdigen Geräuschen aus dem linken vorderen Radkasten sowie auch einem etwas merkwürdigen Fahrverhalten unseres Fahrzeuges. Nach einer Runde hielt jedoch Ralph-Peter Rink für sinnvoller nochmals die Box anzusteuern, um dieses fürchterliche Geräusch und Reifenschlagen untersuchen zu lassen. Es schien so als sei ein Radlager beschädigt, die Antriebswelle nicht richtig fest oder ein Stossdämpfer gebrochen. Die Boxenmannschaft konnte jedoch zunächst nichts auffälliges finden und so ging Ralph-Peter Rink wieder ins Rennen. In der Zwischenzeit hatte Hömberg leider einen Getriebeschaden erlitten und war somit auch aus dem Rennen und wir lagen mit ca. 3 Runden Vorsprung vor dem Team von Jürgen Müller. Als das Fahrverhalten und die Geräusche immer schlimmer wurden und zu befürchten war, dass wir das Rennen auch nicht beenden können, entschieden wir uns dazu eine kurze Pause von ca. 2 Runden an der Box einzulegen, um dann nur noch die letzte Runde in Angriff zu nehmen und den sicheren 2. Platz nach Hause zu fahren. Der Gedanke war noch gar nicht richtig zu Ende gedacht, als durch einen heftigen Unfall kurz vor dem Karusell und stark einsetzenden Regen das Rennen ca. 2 Runden vor Schluss abgebrochen werden musste. Dieser Umstand kam uns natürlich sehr entgegen und somit haben wir unser Rennen als Klassensieger beenden können.

 

Das nächste Rennen in 3 Wochen wird das 6h-Rennen sein und bis dahin haben wir genügend Zeit unser Auto nochmals unseren Ansprüchen entsprechend bestens vorzubereiten, so dass wir auch dort wieder dank unserer hervorragenden Vorbereitung einem Sieg entgegen fahren werden können. In der Peugeot-Trophy liegen wir nach dem bereits nun 3. Sieg, einem 2. und 4. Platz mit 20 Punkten Vorsprung in Führung und werden diese auch beim nächsten Rennen – komme was wolle – nicht verlieren können. Wir hoffen und wünschen sehr, dass alle anderen Teams ihre Fahrzeuge bis zum 6h-Rennen wieder fertig bekommen werden, so dass ein volles Starterfeld in der Peugeot-Trophy an den Start gehen kann. Leider ist ja mein langjähriger Mitfahrer Frank „Hoppel“ Lohmann nicht mehr auf Peugeot unterwegs, da der Teamchef Peter Utsch es vorzog ein Peugeot Clio RS zu kaufen, um mit diesem die weitere Saison zu bestreiten. Somit ist ein Peugeot weniger in der Meisterschaft am Start.

 

Also liebe Fans und Freunde freut euch auf ein schönes und spannendes 6h-Rennen.

Bis bald

 

euer Rink Racing Team

 

 

 

4. VLN-Lauf am 13.06.2009

 

Hallo liebe Fans,

an einem wunderschönen Samstag im Juni, der jedoch leider der 13. war, begannen wir unseren 4. Langstreckenpokallauf. Nachdem wir die etwas längere Pause über das 24h-Rennen hinweg nutzten, um unser Fahrzeug weiterhin zu verbessern, in dem wir Gewicht hinaus schafften und das Fahrwerk noch einmal veränderten, hofften wir, dass diese Arbeiten in schnellere Rundenzeiten zeigen würden. Das Training an diesem schönen sonnigen Samstagmorgen konnte ohne Probleme in Angriff genommen werden und führte sofort zu deutlichen Zeitverbesserungen. Jedoch war die bekannt schnellere Konkurrenz etwas voraus, so dass wir uns auf eine allerletzte schnellste Runde konzentrieren mussten. Diese ging jedoch leider in die Hose, weil am Flugplatz der Abflug eines schnellen Porsches zu Gelb führte und die Runde somit nicht mehr zu einer Zeitverbesserung führen konnte. Dies bedeutete für uns den 4. Startplatz. Startfahrer Ralph-Peter Rink konnte am Start jedoch sehr schnell den Anschluss an die beiden Führenden herstellen und fuhr in seinem ersten Turn auf den 3. Platz liegend, in sehr engem Abstand, hinter den ersten beiden Peugeot hinterher. Nach 6 Runden fand der erste Fahrerwechsel statt und Christopher Rink übernahm das Fahrzeug. Auch er konnte bis zur 10. Runde die Position des 3. Platzes halten, als das Rennen durch zwei schwere Unfälle bedingt abgebrochen werden musste. Bis zur Bergung der Unfallfahrzeuge und Räumung der Strecke vergingen ca. 2 Stunden und es stand ein 2. Start bevor und eine Restfahrtzeit von 1 Stunde und 40 Minuten. Aufgrund der engen Abstände unter den Peugeot’s hatten wir nun den 3. Startplatz inne und standen direkt hinter den beiden schnelleren Peugeot’s in der Startauf-stellung. Den 2. Start musste wieder Ralph-Peter Rink fahren und konnte sich direkt beim Start bis an die Spitze durchsetzen und übernahm bereits auf dem Grandprixkurs die Führung. In den ersten beiden Runden konnte ein kleiner Vorsprung herausgefahren werden, bis es in der 3. Runde wieder ans Überholen von langsameren Teilnehmern ging, wodurch wir etwas aufgehalten wurden. Im Zuge dessen kam Bernd Homberg mit seinem Peugeot wieder an uns heran und wir hatten in der 3. Runde ein beherztes Duell auf der Nordschleife und auf dem Grandprixkurs. Ein erfrischender Kampf auf Millimeter, der fair und sauber von beiden Fahrern durchgeführt wurde, endete für uns jedoch in der Hatzenbach, als die Stabilisatoraufhängung am rechten Federbein abbrach und der abstehende Stabilisator von innen her das rechte Vorderrad aufschlitzte. Ein plötzlicher Reifenplatzer, direkt in der Rechtskurve am Flugplatz, führte dann zum jähen Ende der schnellen Fahrt. Da der Reifenlappen vehement im Radhaus herumschlug, konnte nur eine sehr sehr langsame Weiterfahrt bis Breitscheid erfolgen, da das der nächste Punkt war, an dem man problemlos die Strecke verlassen kann, um evtl. ein neues Rad zu finden. Nachdem da zufällig ein Rad herumlag, gelang es Ralph-Peter Rink dieses zu wechseln und die Fahrt mit ca. 2 Runden Verlust wieder aufzunehmen. Beim direkt folgenden Boxenstopp und Fahrerwechsel wurde das Fahrzeug nochmals kontrolliert und auch auf der linken Seite ein neuer Vorderreifen aufgezogen. Christopher Rink übernahm das Steuer für die letzten Runden. Er meldete jedoch, dass die Fahrt ohne Stabilisator deutlich schwammiger ausfiel und er somit nicht mehr so schnelle, jedoch sichere Runden, fahren wolle, um das Rennen noch zu beenden. Nachdem wir dann noch sicher ins Ziel gekommen waren, mussten wir auf die Addition der beiden Läufe warten, um festzustellen welchen Platz wir letztendlich belegen sollten. Da 2 Fahrzeuge ganz ausgefallen waren und ein weiterer Kontrahent noch langsamer war, konnten wir durch die Addition der beiden Läufe den 4. Platz von 7 gestarteten belegen. Nach einer zunächst sehr erfolgreichen Fahrt, die mit Sicherheit unter normalen Umständen auf Platz 2 geendet hätte, war dieses Ergebnis für uns natürlich enttäuschend. Resignierend können wir jedoch feststellen, dass unsere Veränderungen in den letzten Wochen dazu führten, die Fahrzeiten nochmals um deutliche 10 Sekunden zu reduzieren und auch Christopher Rink inzwischen seine Rundenzeiten an die seines Vaters fast schon anpassen konnte. Wir gehen also davon aus, in den nächsten Rennen weiterhin an der Spitze mit zu fahren.

 

Wir wünschen allen unseren Fans und Freunden viel Spaß und hoffen weiterhin auf eure gute Unterstützung.

 

Vielen Dank

 

euer

 

Rink Racing-Team

 

 

 

3. VLN-Lauf am 02.05.2009

 

Zum dritten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft sollte uns ein sehr schönes Maiwochenende bevorstehen. Mit dem Feiertag am Freitag begann es bereits Rennsport mäßig mit den
DTM-Revival-Fahrzeugen, alte BMW M3, Mercedes, Opel Omega usw., waren zum Ring geladen für ein Showfahren. Dies zog natürlich bei strahlendem Sonnenschein bereits am Freitag reichlich Zuschauer an. Auch wir haben den Freitagnachmittag genutzt, um im freien Training nochmals einige Runden zu fahren und unsere Fahrwerkverbesserung zu kontrollieren. Leider mussten wir feststellen, dass wir immer noch einen eklatanten Fehler eingebaut hatten, den wir aber nach reiflicher Überlegung am Abend noch beheben konnten. Beim morgendlichen Training am Samstag stellte sich diese Verbesserung erheblich heraus und die Fahrwerkeinstellungen unseres Fahrzeuges lagen jetzt ungefähr da, wo wir sie haben wollten. Es hatten 7 Peugeot und der Mini in unserer Klasse genannt und nahmen das Training auf. Leider mussten jedoch recht früh das Team Tönnes/Utsch ihren Peugeot nach Unfall in der Hatzenbach abstellen, sowie auch der Peugeot des Autohaus Lenzen, der am Flugplatz durch Unfall stark beschädigt wurde, schied somit frühzeitig aus. Wir konnten den 2. Startplatz erzielen und Ralph-Peter Rink ging somit als Startfahrer direkt neben seinem alten Rennkumpel Frank Lohmann ins Rennen. Durch mehrere BMW-Fahrzeuge aufgehalten, konnten wir leider nicht direkt dem erstplatzierten Peugeot dicht folgen, hatten jedoch immensen Spaß in den nachfolgenden Runden, in denen Ralph-Peter Rink vor Frank Lohmann im Meter-Abstand seine Runden zog. Leider beendete dies Lohmann vorzeitig als er bereits nach 5 Rennrunden an die Boxen zum Tanken einbog. In der folgenden letzten Runde im ersten Turn von Ralph-Peter Rink fuhr jedoch ein zur Überrundung vorbeigelassener BMW ans rechte Hinterrad. Dies führte zu einem Beinaheabflug, der jedoch gleichfalls mit dem BMW gerade so verhindert werden konnte. Warum diese Fahrer, die einen überrunden, dabei so unvorsichtig sind, sich selbst und andere gefährden, bleibt uns nach wie vor ein Rätsel. Selbst wenn man mit einem kleineren, langsameren Auto reichlich Platz lässt, sind sie nicht in der Lage problemlos an einem vorbei zu fahren. Die hintere Felge sowie der Reifen waren zerstört, der Reifen verlor zum Glück nur langsam Luft, so dass ein gerade noch halbwegs problemloses Ankommen an die Box gewährleistet war. Alles in allem kostete uns diese blödsinnige Aktion jedoch gute 50 Sekunden und wir fielen recht weit auf den 3. Platz zurück. Christopher Rink fuhr dann einen recht problemlosen 2. Turn und übergab das Auto mit knappen Rückstand zum 3. Turn wieder an Ralph-Peter Rink. Dieser konnte dann, nachdem auch Lohmann an Herrn Utsch übergeben hatte, wieder etwas von dem Rückstand aufholen und es begann ein recht enger Endspurt. Lohmann/Utsch hatten jedoch erhebliche technische Probleme durch Motoraussetzer und haben nach einem Boxenstopp die Sache zwar wieder zum Laufen gebracht, jedoch entsprechend viel Zeit verloren und fielen zurück von ihrem 2. Platz auf den 4. Platz. Dies führte dazu, dass wir bereits vor dem 4. und letzten Turn von Christopher Rink wieder den 2. Platz inne hatten und hofften evtl. durch schnelle Zeiten von Christopher Rink sogar noch um den Sieg kämpfen zu können. Das Auto von Homberg lag jedoch mit über 30 Sekunden Vorsprung auf Siegerkurs und es schien in den restlichen 5 Runden kaum möglich, dies aufzuholen. Wir entschieden uns schon für eine gute Fahrt auf den 2. Platz, als plötzlich auch das Fahrzeug von Homberg technische Probleme bekam. 2 Runden vor Schluss funkte Christopher Rink plötzlich, dass er das stehende Fahrzeug von Homberg gerade überholt hat und somit lagen wir auf Platz 1. Bei der nächsten Durchfahrt bei Start und Ziel stellte sich heraus, dass Homberg das Auto zwar wieder zum Laufen gebracht hatte, jedoch 35 Sekunden hinter uns lag. Somit musste Christopher Rink nur noch die letzten 2 Runden ohne Probleme überstehen und wir konnten unseren 2. Sieg feiern. Dies gelang Christopher Rink hervorragend und somit konnten wir zum 2. Mal unsere Peugeotklasse gewinnen. Nachdem unser Fahrzeug in den ersten 3 Läufen problemlos lief und mit so gut wie keinen Beschädigungen davon kam, haben wir die Saison besser als jemals erwartet begonnen. Wir liegen nun souverän an der Spitze der Peugeotwertung und haben auch nicht vor in den nächsten Läufen daran etwas zu ändern. Mit weiteren kleinen Verbesserungen werden wir das Fahrzeug sicherlich noch schneller bekommen und hoffen sehr, dass auch die Standfestigkeit uns nicht im Stich lässt.

Da wir das 24h-Rennen nicht bestreiten haben wir also einige Zeit bis zum 4. Langstreckenpokallauf.

Bis dahin wünschen wir euch alles Gute, tschüss…………..

 

euer

 

Rink-Racing Team

 

 

 

 

Die Saison 2007/2008 wird hiermit beendet.

 

35. ADAC-24h-Rennen 2007

 

 

Die schlimmste Runde in einem Rennen ist die Letzte !!!

 

Hallo Fans,

 

wir haben geglaubt alles Positive und Negative im Motorsport erlebt zu haben, jedoch in einem 24h-Rennen in der letzten Runde durch einen unverschuldeten Unfall noch den Klassensieg und das Auto zu verlieren, ist eigentlich kaum vorstellbar. So ist es jedoch geschehen, dass unser Zielfahrer Andreas Weiland im Streckenabschnitt zwischen Klostertalkurve und Karusell von einem VW Golf mit der Startnummer 101 brutalst am Heck angefahren wurde und sich daraufhin mehrfach überschlug. Fotos hierzu könnt ihr euch unter www.motorsport-xl.de (auf der Startseite das Datum 11.06.2007 bis 11.06.2007 eingeben) anschauen.

Der wohl zu diesem Zeitpunkt blinde ältere Golf Fahrer Dr. Ulrich Hackenberg war sich natürlich keiner Schuld bewusst und hatte unser Fahrzeug wohl übersehen. Somit stellt sich die Frage: Wieso man in der letzten Runde eines 24h-Rennens, in der bereits alle Positionen besetzt sind und sämtliche Fahrer mit gemäßigtem Tempo, den Zuschauern winkend, ihre letzte Runde absolvieren, mit solch hohem Tempo und so unachtsam fahren kann? Hier sollte Volkwagen Motorsport einmal überdenken, ob sie für ihre älteren Vorstandsmitglieder nicht ein besseres Betätigungsfeld finden könnten.

 

Unser bis dahin sicher geglaubter Klassensieg wurde uns somit in Sekundenschnelle jäh und abrupt geraubt. Aus glücklichen und freudigen Menschen wurden fahle, ungläubige Mumien. Für die gesamte Mannschaft brach ein erhoffter Traum zusammen. Ganz zu schweigen von dem verlorenen Klassensieg, mussten wir auch noch einen völlig zerstörten Civic beklagen, der bis dahin, trotz aller schwierigen Wetterbedingungen technisch und optisch makellos geblieben war.

 

Unser Rennen hatte Startfahrer Ralph-Peter Rink hervorragend begonnen und konnte unser Auto unter den schweren Regenbedingungen bereits vom 8.Startplatz in kurzer Zeit auf den 2.Klassenplatz vorfahren. Andreas Weiland, der das Fahrzeug übernahm, sowie auch der darauf folgende Fahrer Peter Rikli, konnten das Fahrzeug in ihren Turns weiter nach vorne bringen, so dass wir gegen Mitternacht den 1. Platz in unserer Klasse belegten. Als es begann stark neblig zu werden, konnten unsere erfahrensten Nordschleifenspezialisten Ralph-Peter Rink und dann auch Andreas Weiland weiterhin schnellste Rundenzeiten fahren und unseren Vorsprung bis zum Rennabbruch gegen ca. 04.00 Uhr auf 3 Minuten und 3 Sekunden zum Zweitplatzierten der Klasse weiter ausbauen. Beim Re-Start um 09.30 Uhr konnte der auch bereits Nordschleifen erfahrene Peter Rikli mit permanent schnellen Runden und der schnellsten gezeiteten Runde unserer Klasse, sämtliche Angriffe der Konkurrenz abwehren. Auch Jeff Stoeckli, der das Steuer von Peter Rikli übernahm, konnte als Rallyespezialist den Slick besohlten Civic bei einsetzten Regen in alter Rallyemanier, mit der Handbremse, um die Strecke treiben. Mit weiterhin schnellen Rundenzeiten wurden somit unsere Mitstreiter völlig demoralisiert. Bei dem anstehenden planmäßigen Boxenstopp wurde das Auto von Slicks auf Regenreifen umgerüstet und Ralph-Peter Rink konnte, der sich in seinem Element befand, um weitere ca. 30 Sekunden pro Runde der Konkurrenz enteilen.

Als Andreas Weiland zu seinem Schlussturn das Auto übernahm, lagen wir bereits mit 15 Minuten Vorsprung zum Klassenzweiten in Führung. Andreas hatte nur noch die Aufgabe unser Auto heil und sicher ins Ziel zu bringen.

 

Leider……………………leider kam unser Auto, wie bereits oben beschrieben, nie im Ziel an. Die letzte Runde wurde durch einen unglaublichen Unfall abrupt beendet, wobei zum Glück Andreas völlig unbeschadet dem zertrümmerten Civic entsteigen konnte.

Der Frust sitzt sehr tief und wird auch noch einige Wochen anhalten und dieses schreckliche Ereignis hat sich in unseren Herzen und Gedanken eingebrannt.

 

Wir danken dem „Rikli-Motorsport-Team“ für die tadellose Vorbereitung und Durchführung dieses Wochenendes und wer weiß, ob wir jemals unter solch schönen Bedingungen nochmals zusammenkommen werden. Besonderer Dank gilt Erwin Rikli für die erfahrene Teamführung. Desweiteren danken wir uns auch besonders dem Fahrzeugeigentümer und Finanzier Christoph Lötscher, der uns mit seinen Sponsoren eine Teilnahme überhaupt erst ermöglicht hat.

 

Danke, danke an alle und wir sind sehr traurig, dass wir unsere Fans nicht mit dem sicher geglaubten und schon in den Händen gehaltenen Klassensieg belohnen konnten.

 

Herzlichst

 

euer Rink-Racing-Team

 

Ralph-Peter Rink und Andreas Weiland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Saison 2005 wird hiermit beendet. Weitere Informationen erhaltet ihr jetzt unter der Rubrik „News“

 

 

Rennbericht 11. VLN     05.11.2005

 

5. Sieg !  3. in Folge !!!

Kein Glück für Meistertitel

 

 

Wir haben unseren 5. Klassensieg und Gruppensieg in der VLN eingefahren.

Leider hat es aber nicht zum Meistertitel gereicht. Das Fleper-Team hatte trotz ihrem Pech doch noch jede Menge Glück. Das hatten wir dieses Jahr nicht.

Wir gratulieren aber gerne Norbert Bermes, Harald Tönnes und Marcel Engels zum Meistertitel im Honda Civic Type-R Pokal.

 

Das Training war zunächst auf feuchter Strecke gestartet worden, doch zum Ende hin trocknete es wieder ab, so dass die schnellsten Zeiten wieder einmal zum Schluss fallen sollten. Wir hatten leider Pech damit, denn als Andreas seine Runde fuhr, kam er leider an der hohen Acht auf eine Ölspur, ja jaOelspur“, drehte sich und blieb nach leichtem Leitplankenkontakt auf der nassen Wiese mit den Slicks stehen. Dort konnte er aus eigener Kraft nicht mehr losfahren und so war das Training für uns gelaufen.

Die Rundenzeit von mir im Nassen reichte nur zum „9.“ Startplatz in unserer Klasse. In der Startaufstellung waren jedoch noch weitere Fahrzeuge, aus anderen Klassen, zwischen uns und der Spitze unserer Klasse. Bermes/Tönnes/Engels belegten die 1. Startposition, dahinter folgte Unteroberdörster/Ecker und Hardt/Tschornia.

Es war an Andreas den Start zu fahren und sich vom letzten Drittel der Startgruppe an die Spitze zu fahren. Das wurde harte Arbeit aber sollte kein Problem sein. Andreas bewies wieder einmal seine allerbesten Fahrerqualitäten und schaffte es tatsächlich bereits in der zweiten Runde das Führungsduo von Unteroberdörster und Engels zu sprengen. Er konnte sich im Verlauf der nächsten Runden an die Spitze setzen und kam dann nach sieben Runden zum Boxenstopp. Leider war diese eine Runde zu viel, denn bei dem hohen Tempo von Andreas, keine Runde über 10,00 Minuten, wurde mehr Sprit verbraucht, so dass er in der letzten Runde einige Aussetzer bekam. Das kostete uns ca. 25 Sek und Unteroberdörster konnte die Spitze übernehmen.

Mir gelang es zwar den Rückstand auf ca. 10 Sek zu verkürzen jedoch nicht Unteroberdörster einzuholen. Derweil machten unsere Hauptgegner einen fatalen Fehler. Tönnes verbremste sich in der Klostertalkurve und kam aufs nasse Gras und von da direkt in die Leitplanke. Die Stoßstange ging zwar zu Bruch, aber dank einer zusätzlichen Verstrebung unter der Stoßstange konnte das Auto nach einer kurzen Reparatur an der Box die Fahrt fortsetzen. Das Fleper-Team war zwar zunächst auf den 6. Platz zurückgefallen, konnte aber, nachdem ihr zweites Auto des Russen Gorban Valeriy von merkwürdigen Aussetzern geplagt wurde schnell wieder auf den fünften Platz vorrücken. Dieser 5. Platz hätte ihnen aber nicht gereicht die Meisterschaft zu gewinnen. Uns schon ! Leichte Hoffnung kam auf, denn Uetrecht/Fricke und Schumacher/Breuer lagen mit Vorsprung zwischen Bermes/Tönnes/Engels.

Leider begann es im letzten Viertel dann zu regnen. Leider deshalb weil Schumacher/ Breuer versuchten auf Slicks weiterzufahren, was Sie jedoch so langsam taten, dass die Fleper`s hier leicht vorbeikamen. Der vierte Platz reichte jetzt sowieso schon für Bermes/Tönnes/Engels zum Meistertitel, so dass es dann auch egal war, daß Uetrecht/Fricke einen sehr langsamen Reifenwechsel vollführten wobei man noch Zeit sah, eine Minute lang die Scheibe zu putzen und Bermes/Tönnes/Engels bequem den dritten Platz übernehmen konnten. Egal,  wir haben dann eine Runde vor Schluss den

1.Platz übernommen und unseren fünften Sieg eingefahren, und das von ganz hinten in der Startaufstellung!

Dies zeigte wieder einmal unsere diesjährige Dominanz in dieser Klasse, denn bei allen Läufen waren wir an der Spitze. Auch bei unseren drei Ausfällen lagen wir in Führung, die teilweise mehrere Minuten betrug. Es war jedoch die Technik die uns dann leider im Stich gelassen hat. Beim 24h-Rennen haben wir ebenfalls in Führung liegend dann mehrere technische Probleme bekommen, die uns weit zurückgeworfen haben. Durch einen fahrerischen Kraftakt haben wir es jedoch wieder auf den 4. Platz am Ende geschafft.

 

Dieser Punkteverlust, gegenüber Bermes/Tönnes/Engels die das 24h-Rennen gewannen, sollte jedoch jetzt dazu führen, dass wir die Meisterschaft knapp verpasst haben.

 

Mit 5 Klassen und Gruppensiegen, einem 2. Platz und zwei vierten Plätzen, bei einer spektakulären Saison, demonstrierten Ralph Peter RINK und Andreas WEILAND einmal mehr, dass der Weg zum Titel im nächsten Jahr ganz klar nur über RINK/WEILAND führt.

Wir freuen uns drauf!

 

Danke allen Freunden, Fans und Sponsoren für ihre Unterstützung ohne die wir niemals so viele Erfolge in den letzten Jahren hätten einfahren können.

Besonderen Dank natürlich auch an Andree und Manfred Schmack, die uns ein immer perfekt vorbereitetes Auto hingestellt haben.

 

Euer Rink-Weiland Racing Team

Ralph P. Rink

 

 

 

Rennbericht 9. VLN     08.10.2005

 

Sieg !

Es geht doch noch

 

Wir haben einen glatten, endlich mal wieder, problemlosen Start-Ziel Sieg einfahren können.

Nach anfänglichem Nebel, konnte das Training erst ca. eine Stunde verspätet aufgenommen werden.

Uns reichte es zum zweiten Startplatz.

Ralph P.Rink hieß diesmal der Startfahrer zum 4 Stunden Rennen.

Bei strahlendem Sonnenschein und vielen Zuschauern wurde das Rennen dann um ca. 12.45 Uhr gestartet.

Gleich am Start konnte ich bereits Startfahrer Bermes überholen und einige Meter Vorsprung rausfahren. Leider gab es viele Gelbphasen im ersten Turn die Bermes nutzen konnte, um immer wieder heranzufahren, so dass ein absetzen von mir nicht möglich war. 

Somit hatten wir ein spannendes, schönes und faires Rennen.

Andreas konnte in seinem Turn dann bei freier Fahrt auch die schnellste Rennrunde der Klasse markieren und uns einen ca. 10 Sekunden Vorsprung rausfahren.

Den zu halten war in meinem zweiten Turn kein Problem, alsdann die Fleper Truppe leider noch mit Motorschaden aufgeben musste, war unser Sieg kein Problem mehr.

Andreas konnte gemütlich fertig fahren, denn Unteroberdörster, der alleine fuhr, lag ca. 2,30 Minuten hinter uns. Dritte wurden Schumacher/Schneider.

Wir haben wieder Hoffnung auf den Titel im Honda Cup, aber leider nur, wenn wir auch mal vom Pech der Anderen profitieren können.

 

Also liebe Fans, drückt weiterhin die Daumen.

Euer Rink-Weiland Racing Team

Ralph P. Rink

 

 

Rennbericht 8. VLN     24.09.2005

 

Die Defekthexe lässt uns nicht mehr los !

 

 

Der 8. Lauf begann zunächst wie erwartet mit einem Startplatzduell, dass erstaunlicherweise Schumacher/Schumacher mit weitem Vorsprung für sich entscheiden konnten, vor uns und Bermes/Tönnes/Engels. Auf dem vierten Platz stand Giesbrecht/Scheuring/Keutmann, Startplatz 5. belegten Totz/Schneider/Lohmann auf einem zweiten, von Schmack Motorsport zur Verfügung gestellten und uns betreuten Civic. Frank Totz bestreitet damit die letzten VLN Läufe und wird das Auto dann für nächstes Jahr übernehmen.

 

Start Rennen.

 

Andreas war Startfahrer und übernahm sofort, eingangs Mercedes Arena die Führung, dicht gefolgt von Schumacher, Marcel Hoppe  und Frank Totz. Das grüne Auto mit St.Nr. 501 hatte sich leider gedreht und kam erst etwas später in die Gänge.

Somit an der Spitze nicht neues, Andreas baute seinen Vorsprung langsam aus, jedoch konnte ihm Schumacher lange Zeit dicht folgen. Aber hierauf lag nicht unser Augenmerk, denn es ging hauptsächlich darum so weit wie möglich vor der St.Nr. 501 mit Bermes/Tönnes zu bleiben. Das sah zunächst auch ganz gut aus, denn Sie lagen nur auf Platz 6. Als Frank Totz vor dem ersten Boxenstopp schon langsamer wurde, begannen unsere Leute einen unplanmäßigen Reifenwechsel vorzubereiten, denn Frank hatte an den Vorderrädern ein Problem. Leider kam dadurch Bermes/Tönnes sehr nah auf und es fehlte fortan ein Auto mehr zwischen uns und ihnen. Leider waren auch schon durch schlimme Unfälle Giesbrecht/Scheuring/Keutmann und Marsani ausgefallen. Auch Uetrecht/Fricke hat die Defekthexe getroffen, denn sie verloren den Tank, bzw. Tankband gerissen, was ja leider bei uns auch schon einmal letztes Jahr beim 24h Rennen passiert ist. Nach dem ersten Stopp lagen wir also weiterhin mit über einer Minute in Führung, gefolgt von Unteroberdörster auf den Egger Auto, der sich alleine fahrend schon schön nach vorne gearbeitet hatte. Schumacher und Totz waren nach hinten gereicht worden und Bermes lag auf dem dritten Platz.

Plötzlich kam Andreas völlig unverhofft an die Box mit einen Reifenproblem vorne links.

Wir tankten und wechselten die Reifen und suchten auch noch nach einem Fahrwerksproblem von dem Andreas berichtet hatte. Dies alles hat uns natürlich viel Zeit gekostet und damit weit zurückgeworfen. Als ich nun weiterfuhr lagen wir nur noch auf Platz 5. Zunächst konnte ich noch ein paar schnelle Runden fahren und auf Platz vier vorkommen, jedoch machten sich immer schlimmer werdende Vibrationen von der Vorderachse her am Auto bemerkbar. Es wurde nach jedem Bremsen schlimmer und auch der Bremsdruck wurde beim ersten Anbremsen immer weniger, Also ein klares Problem mit den Bremsscheiben, die so stark vibrierten, dass sie die Bremskolben zurückschlugen und der erste und dann auch der zweite Tritt immer ins leere ging.

Ich musste also vor jeder Kurve mehrmals „pumpen“ um Druck aufzubauen.

Eigentlich hätte ich das Rennen beenden sollen, da die Gefahr eines Unfalls sehr hoch war. Aber wir wollten doch auch noch einige Punkte retten für die Meisterschaft. Ich fuhr also weiter und so kam es, daß ich nach dem langen Bergaufstück, das ohne Bremsen vom Bergwerk bis Klostertal gefahren wird, beim anbremsen der langen Rechtskurve an der Steilstrecke plötzlich nach viermaligen „pumpen“ immer noch keinen Bremsdruck hatte jedoch die Straße zu ende war ! Also was machen? Ich wollte die Steilstrecke als Auslauf nutzen jedoch war leider das Tor zu ! Schei…. Ich entschied mich dann im letzten Moment zum einlenken und querstellen des Autos mit Hilfe der Handbremse, wie beim Rallyfahren, damit ich nicht frontal in die Leitplanke einschlage. Das hat geklappt und so schlug das Auto quer über links vorne in die dort zum Glück befindlichen Reifenstapel ein.

Der Einschlag war leider doch so hart, dass ein weiterfahren zunächst nicht möglich war. Auch hatte ich keinen Strom mehr, denn der Hauptschalter unter der Motorhaube war rausgeflogen. Bis ich zurückgezogen war und ich die Motorhaube öffnen konnte verging viel Zeit. Ich konnte das Auto aber wieder starten und einige Zuschauer halfen mir noch den Kotflügel und die Stoßstange wegzubiegen, sodaß ich doch noch wenigstens ins Ziel fahren konnte.

So gab es für uns noch einen sechsten Platz, da ja alle anderen, wie genannt, schon recht früh ausgefallen waren.

Trotzdem sehr trauriges Ergebnis wenn man sieht wo wir immer zu Beginn liegen und das wir alle Rennen bis jetzt, mit großem Vorsprung, hätten locker gewinnen können.

 

Auch traurig, dass unsere Hauptkonkurrenten in der Meisterschaft , die „Grünen“ auf ihrer Internetseite meinen, wir würden zu unfairen mittel greifen und Herrn Totz bezichtigen gegen sie gefahren zu sein. Das ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Hier darf ich die grünen Herren vielleicht noch mal daran erinnern was sie vor zwei Jahren mit uns gemacht haben ! Als sie im letzten Rennen auch ein zweites Auto stark besetzt, auch mit einem Herrn Tönnes, einsetzten um uns zu blockieren. Als wir ausgefallen waren mussten sogar Venn/Allen das Rennen beenden um dem anderen Auto die Punkte zu schenken. Wohl alles schon vergessen ? Na dann sollten sie mal den Peter Venn fragen, wie sauer der damals deswegen war, er hätte nämlich diese Rennen gewonnen.

Und welche unterste Schublade wurde denn von den“Grünen“ geöffnet als sie zu Herrn Ecker gingen um ihn aufzufordern Uwe Unteroberdörster solle sich zurückfallen lassen damit sie gewinnen können ! Als Ecker das natürlich nicht wollte hat man ihm einen schon geschriebenen Protest unter die Nase gehalten, gegen seine angeblichen Magnesiumfelgen, die aber keine sind.  Hat man das als Tabellenführer nötig? Also wer zieht hier wohl untere Schubladen auf und begibt sich auf niedrigstes Nivau? Der Schreiber der „Grünen“ sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen sonst könnte es passieren das er mal rausfällt bei all dem Blödsinn den er da schreibt.

 

Wir jedenfalls freuten uns mit Ecker/Unteroberdörster über ihren ersten Sieg und gratulierten ihnen.

Wir haben auch bisher alle Siege Norbert Bermes und Harald Tönnes gegönnt die ja im letzten Jahr auch nur Pech hatten.

Norbert, Andreas und ich sind auch die die letzten die in den Honda Meisterschaften von Anfang an bis heute dabei sind und alle Rennen einschl. aller 24h Rennen gefahren sind.

Wir sollten uns fahrerisch messen wie bisher und nicht von dazugekommenen „Zerschreibern“ den Spaß versauen lassen.

 

Wir kämpfen weiter wie bisher und hoffen, dass die Defekthexe mal einige Boxen weiter zieht.

 

 

Also liebe Fans, drückt weiterhin die Daumen.

Euer Rink-Weiland Racing Team

Ralph P. Rink

 

 

 

 

Rennbericht  4.5.6. und 7.VLN

 

Viebahn’s  Erbe ?

 

Leider haben wir, das dominierende Team in der Civic Klasse, das gleiche Pech wie unser Freund Jörg Viebahn in den letzten Jahren immer. Mit schnellsten Rundenzeiten und weit in Führung liegend den sicheren Sieg vor Augen, hat es uns jetzt mehrmals mit technischen Defekten und Unfällen erwischt. Aber was soll es…. So ist es eben in der Rennfahrerei…. Glück gehört eben nun mal auch dazu, aber Glück kann man leider nicht machen. Die, die von unserem Pech profitieren, freuen sich deshalb umso mehr.

 

 

Doch noch einmal einen kurzen Rückblick:

 

Die 2 VLN-Läufe nach dem 24h-Rennen, die ich nur noch einmal kurz hier ansprechen möchte, liefen soweit unproblematisch und wir kamen zu zwei recht souveränen Klassensiegen.

 

 

4. VLN-Lauf am 11.06.2005

 

Trotz leichten Problemen mit der Benzinzufuhr und daraus resultierenden Aussetzern, hauptsächlich in Linkskurven, konnten wir beim 4. VLN-Lauf mit ca. 2 Minuten Vorsprung unsere Klasse vor den Zweiten Bermes/Thönnes/Engels sicher gewinnen.

 

 

5. VLN-Lauf am 02.07.2005

 

Der 5. VLN-Lauf hielt schon etwas mehr Spannung für uns parat, denn beim Boxenstopp, als wir von Regenreifen auf Slicks wechseln mussten und alle Mechaniker beschäftigt waren, haben wir gegenüber der Konkurrenz einfach zu viel Zeit gebraucht. Zu allem Überfluss löste sich auch noch der linke Schultergurt aus der Spange, so dass er nicht mehr festgezogen werden konnte. Andreas, der an mich übergeben hatte, konnte mit Handschuhen den Gurt nicht mehr einfädeln und somit hat es sehr lange gedauert, bis ein Mechaniker ohne Handschuhe frei war, um den Gurt wieder einzufädeln und mich festzuziehen. Wir verloren daraufhin natürlich unsere Führung und rutschten zunächst auf Platz 3 zurück. Im weiteren Verlauf konnten wir eine tolle Aufholjagd starten und die Führung wieder zurück erobern. Beim letzten Tankstopp jedoch, haben wir wieder 15 Sekunden liegen lassen, da wir aufgrund des großen Verkehrs nicht an unserer Tanksäule tanken konnten, sondern eine vorher und diese des öfteren abschaltete und das Benzin nicht so schön laufen ließ, wie das an unserer Säule  der Fall ist. Somit rutschten wir wieder hinter Bermes zurück. Beim letzten Turn, den ich dann in Angriff nehmen durfte, war der Hals natürlich entsprechend dick und somit wurde volles Rohr und volle Attacke gefahren. Ich konnte Norbert Bermes innerhalb von 2 Runden einholen und ihn dann, bei leicht einsetzenden Nieselregen ab Karussell, Eingangs Brünnchen überholen. Auf feuchter Bahn hatte Norbert doch sehr stark das Gas zurückgenommen und ich konnte somit wieder die Führung übernehmen. Das Ganze war sehr glücklich, denn als wir an Start und Ziel vorbeikamen begann es doch sehr stark zu regnen und im Bereich zwischen Flugplatz und Schwedenkreuz hat es aufgrund ganz heftiger Regenschauer schon sehr sehr viele Unfälle gegeben, so dass das Rennen abgebrochen wurde. Da ich jedoch mit etwas mehr als 3 Sekunden vor Norbert über die Ziellinie ging, wurde dieses letzte Überqueren der Ziellinie als Wertung genommen und somit hatten wir das Rennen gewonnen. Dem waren wir uns aber überhaupt nicht bewusst, denn wir dachten, dass die Runde zuvor gewertet wird, in der also noch Norbert Bermes vor uns das Ziel passierte. Somit schlichen Andreas und ich enttäuscht zur Box zurück, wurden aber  mehrfach zur Siegerehrung auf das Podest ausgerufen, doch leider konnten wir das auf der Rückseite der Boxen nicht hören. Nachdem aufgeregte Fans gerannt kamen und fragten, warum wir nicht bei der Siegerehrung seien um unseren Kranz und unsere Flasche Sekt abzuholen, schauten wir doch recht verdutzt. Norbert Bermes und seine Fahrer Thönnes/Engels, die bereits auf dem Weg zum Podest waren, kamen mit entsprechend trauriger Miene wieder zurück und somit konnten wir uns letztendlich doch über den erkämpften Sieg wieder freuen.

 

 

6. VLN-Lauf am 16.07.2005

 

Der 6. Lauf begann zunächst wie erwartet mit einem Startplatzduell zwischen den Brüdern Krumbach,  Bermes/Thönnes und uns, wobei wir leider dieses extrem hohe Trainingstempo unserer Konkurrenten nicht mitgehen wollten und uns lieber mit der Vorbereitung, sprich Anfahren der Reifen und Bremsbeläge für das Rennen, beschäftigten. Somit standen wir nur auf dem 4. Startplatz, denn Marcel Hoppe konnte auch noch eine schnelle Trainingszeit auf dem Fleper-Auto hinlegen und uns entsprechend verdrängen. Jedoch wie schon so oft hat es gezeigt, dass die Startposition überhaupt nicht entscheidend ist und die gute Vorbereitung auf das Rennen wesentlich wichtiger ist. Außerdem bereitete es uns mehr Vergnügen unsere Konkurrenten bereits in der ersten Kurve und auf dem Weg dorthin, oder kurz danach, schon wieder überholen zu können. Diese Freude in der Startphase, die uns beide sehr motiviert, wollten wir uns nicht entgehen lassen. So kam es dann auch, dass die Brüder Krumbach zwar enteilen konnten, ich jedoch sofort in der Mercedesarena den 2. Platz übernahm und diesen kontinuierlich ausbauen konnte. Unsere Hauptkonkurrenten Bermes/Thönnes fielen immer weiter zurück. Kurz nachdem Andreas zum 2. Turn übernommen hatte, konnte er das Krumbach-Auto überholen und bog in Führung liegend Richtung Kesselchen ein, als plötzlich das Kupplungspedal durchfiel und die Kupplung nicht mehr trennte. Von diesem Schreck geprägt versuchte Andreas irgendwie den 5.Gang einzulegen, was ihm jedoch augenblicklich nicht gelang. Das schnelle auffolgende Krumbach-Auto konnte dem deutlich langsamer werdenden Andreas in unserem Auto nicht mehr rechtzeitig ausweichen, fuhr über die Curps und sprang recht frontal in die Leitplanken. Die zunächst entstandene Wut Krumbach’s auf uns ist zwar verständlich, jedoch war hier keinerlei Absicht oder sonst etwas von uns im Spiel. Es tut uns leid, daß unser schönes Duell so endete und haben die Sache mit den Krumbachs ausdiskutiert. Nachdem Andreas ohne Kupplung an die Box gefahren kam, versuchten er zwar noch mal eine kleine Runde, doch ohne Kupplung wollte er nicht fahren. Ich ging ans Steuer, um den Versuch ohne Kupplung zu fahren mal durchzuführen. In der Zwischenzeit hatten wir durch die kurze Runde von Andreas und die Standzeit in der Box über 5 Minuten eingebüßt und waren auf den 6. Platz zurückgefallen. Als ich mich so einigermaßen an das ohne Kupplung fahren gewöhnt hatte und die entsprechende Schaltdrehzahl herausgefunden hatte, ging es eigentlich recht zügig voran. Zeiten um 10:10 bis 10:20 waren durchaus möglich. Es waren jedoch noch gut 2 Stunden zu fahren und ob das Getriebe das aushalten würde….. ????

Natürlich hält ein Civic-Getriebe das nicht aus. Zunächst verabschiedete sich erst einmal der 3. Gang, aufgrund einer aufgebogenen Schaltgabel, was auch schon bei einer funktionierender Kupplung häufiger vorkommt. Somit hatte ich nur noch 4., 5. und 6. Gang. Das tat dem Fahren zunächst keinen großen Abbruch, jedoch 3 Runden vor Schluss blieb das Getriebe dann endgültig im 4. Gang stecken, dieser ließ sich auch nicht mehr rausmachen, so dass ich also gezwungener Maßen nur noch im 4. Gang um die Strecke fahren konnte – bei Spitzengeschwindigkeiten von 160 km/h – eine sehr lästige Angelegenheit, da man hier oft von der Ideallinie muss, um schnellere vorbei zu lassen. Der schon in Sichtweite liegende 4. Platz war somit dahin und wir konnten am Ende wenigstens noch glückliche 6. werden. Das hat uns in der Meisterschaft noch etwas mehr Rückstand verschafft, jedoch in einem sehr knappen Punktebereich, somit war eigentlich überhaupt nichts verloren. Lästig war lediglich, dass hierdurch wieder Bermes/Thönnes einen Sieg abstauben konnten, der durch unser Pech ihnen ermöglicht wurde.

So geschehen bereits beim 24h-Rennen und jetzt wieder, waren wir in Führung liegend durch einen Defekt zurückgeworfen worden.

Aber wie bereits erwähnt: Glück gehört eben auch dazu !

 

 

7. VLN-Lauf am 27.08.2005 – 6h-Rennen -

 

Es sollte jedoch noch schlimmer kommen !!!

 

Ein schönes Augustwochenende sollte vor uns liegen, die Temperaturen waren recht angenehm und auch die Wetterprognosen standen alle auf gut und sonnig. Wir hatten uns hervorragend vorbereitet, konditionell und auch unser Auto mit neuem Getriebe, neuem Motor und sonstigen Neuteilen ausgerüstet, um die bekanntlich lange Hatz über 6 Stunden bei recht hohen Temperaturen, wie in den Vorjahren üblich, gut durchstehen zu können. Besondere Aufmerksamkeit galt dieses Mal den Bremsen, die bei unseren Konkurrenten bereits immer schon nach nicht einmal 4 Stunden kaputt sind und wir bisher da noch nie Probleme hatten. Auch für das 6h-Rennen konnte uns unser Lieferant ganz besonders gute Beläge zu Verfügung stellen, die klaglos die 6 Stunden überstehen sollten. Im Training haben wir sehr sorgfältig unsere Reifensätze angefahren, so dass wir auch hier für das Rennen bestens gerüstet waren. Es gab eine unwahrscheinlich hohe Starterzahl von 230,  die es im morgentlichen Training nicht möglich machte, die Rundenzeiten schneller als 10:02 werden zu lassen. Trotz den günstigen morgentlichen Temperaturen und wie die Autos an’s Gas gingen, war dies doch eine schwache Zeit. Halt viel viel Verkehr. Jedoch wie so oft haben wir keinen besonderen Wert auf die Startposition gelegt, sondern lieber auf unsere Vorbereitung für das Rennen und somit hat uns Bermes auf den 2. Startplatz verwiesen, allerdings nur mit 4/10 Sekunden., direkt dahinter das zweite Fleper-Auto mit Marcel Hoppe, der hier die schnelle Zeit gefahren war. Unser Wettbüro war geöffnet. Andreas sollte den Start fahren und die Wetten standen gut, dass Andreas bereits in der ersten Kurve an Bermes vorbei sein sollte. Dies gelang ihm jedoch nicht – na gut, es war dann die dritte Kurve – da hatte er Bermes dann doch überholt und von da an legte er Tempo zu und machte mit großen Schritten erheblichen Abstand zwischen sich und Bermes gut. Als er mir nach 6 Runden das Auto bestens übergab, hatten wir bereits 30 Sekunden Vorsprung vor Bermes/Thönnes und Utrecht/Fricke. Dieser Vorsprung konnte auch von mir im zweiten Turn weiter ausgebaut werden, sowie auch im dritten Turn wieder von Andreas auf dann fast zwei Minuten.

Wir ließen es etwas langsamer angehen, um weiterhin Material und Bremsen zu schonen. Ich musste in meinem zweiten Turn eine Runde früher an die Box kommen, da der rechte Vorderreifen sich anscheinend stark verschlechterte, was am Ende jedoch nicht der Reifen war, sondern unsere Servolenkung, die teilweise funktionierte und teilweise nicht. Dies fühlte sich zunächst wie ein Reifenschaden an. Der Boxenstopp war aber fast planmäßig, sodass wir getankt und Reifen gewechselt haben, was sowieso anstand. Ich blieb sitzen, um quasi einen Doppelturn zu fahren, so dass Andreas dann den letzten Turn ins Ziel hätte fahren können.

Als ich dann in meiner letzten Runde, kurz vor Ende, den Bereich Schwalbenschwanz anfuhr, bremste und zurückschaltete, brach das Auto plötzlich hinten schlagartig aus und schleuderte mich wie auf Glatteis auf den linken Randstreifen, über diesen hinweg, um dann von hinten kommend an dem Innencurp des Schwalbenschwanzes, (kleines Karussell) mit dem rechte Vorderrad hängen zu bleiben. Das Auto stieg schlagartig über das rechte Vorderrad in die Luft. Es landete recht brutal mit dem Dach auf den Betonplatten des Schwalbenschwanzes. Die Schräge der Betonplatten führten dazu, das das Auto nach hinten weiter hoch geschleudert wurde und nochmals, wie von einer Sprungschanze aus, auf das Dach aufschlug. Es drehte sich noch ein paar Mal auf dem Dach bis es dann auf dem rechten Randstreifen, immer noch auf dem Dach, zum Liegen kam.

Ich habe ja schon viele Überschläge und Unfälle mitgemacht, aber diese beiden harten Aufschläge direkt von oben auf das Dach, haben meinen Körper in den Gurten, quasi wie beim Bungee-Jumping, doch unwahrscheinlich hart zusammen gestaucht. Nach dem im Auto endlich Ruhe eingekehrt war und ich so kopfüber in meinem Sitz hing, hörte ich von außen doch sehr viele quietschende Fahrzeuge und auch Menschen wirr herumschreien. Nach dem ich realisiert habe, dass ich hier auf Öl ausgerutscht war, kam mir der Gedanke, dass dies noch anderen passieren könnte, denn Ölfahnen waren bei mir noch keine geschwenkt worden. Dies haben auch die vielen Zuschauer lautstark bestätigt. Also  wollte ich mich so schnell als möglich aus dieser misslichen Lage befreien. Doch wer das kennt weiß genau, sobald man das Gurtschloss öffnet, fällt man nach unten auf den Kopf. Also hier musste Vorsorge getroffen werden, sich anständig abstützen und dann das Gurtschloss öffnen. Natürlich – man fällt runter auf den Kopf !!

Aber auch dafür tragen wir ja schließlich einen Helm, der für solche Übungen doch immer sehr hilfreich ist und man weitestgehenst ohne Blessuren davon kommt. Nach dem ich endlich auch von dem Funkkabel befreit war, konnte ich aus dem Auto kriechen. Leider war zu diesem Zeitpunkt kein Mensch, kein Streckenposten weit und breit zugegen, der Hilfe leistete – geschweige denn einen aus dem Auto hätte ziehen könnte oder wenigstens die Tür aufgehalten hätte. Als ich die Situation abgecheckt hatte und sah wo ich mich befand und auch das mittlerweile sehr viele Streckenposten mit Schwenken von gelben Fahnen den Verkehr entsprechend verlangsamten, brachte ich mich natürlich sofort hinter der Leitplanke in Sicherheit. Bei der weiteren Untersuchung meines Körpers stellte ich jedoch fest, dass ich erhebliche Schmerzen im Bereich der Rippen, Brustbein und auch beim Atmen hatte. Eine herbeigeeilte Ärztin untersuchte mich und empfahl mir doch die Knochen einmal röntgen zu lassen, um auszuschließen, dass hier ein Rippenbruch oder ein Brustbeinriss vorhanden ist sowie eine Lungenquetschung, die mich am Atmen hinderte. Da dies im Medical Center nicht möglich war, musste ich mich nach Adenau ins Krankenhaus begeben und habe dann dort nach einer guten Untersuchung glücklicherweise feststellen können, dass keine größeren Verletzungen vorhanden sind. Jedoch eine sehr starke Brustkorbprellung sowie eine leichte Lungenquetschung war vorhanden und diese Blessuren, wer so etwas schon einmal hatte weiß dies, sind sehr langwierig.

Leider hat natürlich auch unser schönes Auto starke Blessuren davon getragen, so dass es im Moment fragwürdig ist, ob dieses Auto noch einmal wieder herzustellen geht. Nach ersten Ansichten handelt es sich um einen schönen Totalschaden, da auch der Motor durch das Kopf-Über-Liegen Schaden genommen hat. Wir werden in den nächsten Wochen sehen, wie es hier weitergeht und ob wir noch große Lust zum Fahren verspüren. Wieder einmal haben wir, in Führung liegend, einen Sieg verpasst.

Unsere Bremsbeläge waren in tadellosen Zustand, hätten also nicht gewechselt werden müssen und wenn ich planmäßig an die Box gekommen wäre, hätte der Tankstopp für die letzten 5 Runden von Andreas maximal 1 Minute gedauert, sodass wir immer noch mit fast 2 Minuten Vorsprung den Sieg hätten einfahren können.

Nun hat also wieder einmal Bermes/Thönnes abstauben können und sind von daher momentan die Glücklicheren, die die Tabelle nun anführen.

Zu allem Schluss hat es sich jedoch Andreas nicht nehmen lassen, dass Auto, nach dem es wieder auf die Räder gestellt worden war und abschleppender Weise hinter unserem Cherokee herrollte, die Fahrt über die Start und Zielgerade zu beenden.

Immer irgendwie ins Ziel kommen ist eigentlich unsere Devise. Leider war diesmal weder ich noch das Auto aus eigener Kraft mehr dazu in der Lage.

Nach soviel Pech sollte eigentlich mal wieder etwas Glück folgen. Wollen mal sehen ob wir nicht doch noch, mit vier möglichern Siegen, unser Dominanz unter Beweiß stellen können.

Also liebe Fans, drückt doch mal die Daumen.

Euer Rink-Weiland Racing Team

Ralph P. Rink

 

PS: Vielen Dank an die vielen Anrufer, Fans, Partner, Sponsoren und auch einige Konkurrenten, die mir bis heute gute Besserung wünschten, das hat mich sehr gefreut. Danke.

 

 

 

Das 24h-Rennen

 

Jedes Jahr kommt es wieder auf uns zu, das größte Rennen.

Doch dieses Jahr kam es schon sehr früh. Aufgrund Terminbehinderung durch die
Formel 1, musste das 24h-Rennen sehr früh stattfinden. Mit niedrigen Temperaturen und schlechten bis wechselhaftem Wetter konnte gerechnet werden.

 

Nun so war es dann auch…..

Es war schon ganz schön kalt und geregnet hat es auch ziemlich oft. Wir haben uns, nach den etwas mäßigen Erfahrungen im letzten Jahr mit den Zusatzfahrern, dieses Jahr, unsere Wahl besser überlegt. Aufgrund unserer bekannten Erfolgssucht wollten wir schon ganz gerne eine schlagkräftige Mannschaft zusammen bringen. So war es dann auch geschehen, in dem wir mit unserem lieben guten alten Freund Frank Totz und auch dem ehemaligen Civic-Cup-Teilnehmer Stefan Gosch zwei sehr zuverlässige und schnelle Fahrer gewinnen konnten. Mit einem perfekt vorbereiten Auto durch die Schmack-Truppe und unserer Fahrerbesetzung stand einem Klassensieg eigentlich nichts mehr im Wege. Nachdem dann auch unsere Box eingerichtet war und unser hervorragender Catering-LKW aufgebaut war, konnte es los gehen.

 

Das erste Zeittraining am Freitag begann natürlich im Regen! Nach dem ein paar Runden im Regen absolviert waren und die Strecke langsam abtrocknete, hat Andreas sehr schnell auf Slicks gewechselt und wollte versuchen, auf abtrocknender Strecke, schon einmal gleich eine schnelle Zeit hinzulegen.

 

Leider misslang dies heftig.

Ausgangs der ersten Rechtskurve am Flugplatz kam er mit dem linken Hinterrad auf den noch feuchten Außenrand der Rennstrecke und konnte das Auto, bei der an dieser Stelle hohen Geschwindigkeit – ca. 190 km/h – nicht mehr halten. Der Ausbrecher mit anschließendem Gegenschwung führte dazu, dass das Auto linksabbiegend frontal in der Leitplanke einschlug. Wer dies am Bildschirm verfolgen konnte und auch das Auto danach sah, war überzeugt, dass für uns das Rennen gelaufen sei. Das Auto war auf der linken vorderen Ecke ca. 30 cm im Rahmen kürzer und sämtliche Anbauteile waren als Puzzle auf der Strecke verteilt. Nun begann über Telefon ein reges Organisieren : Wer, wie, wo kann das Ding wieder repariert werden ? Nach dem uns Andreas von der Strecke mitteilte, welche Teile unbedingt benötigt werden, konnten wir, das was wir selbst nicht dabei hatten, uns im Honda-Truck zusammenleihen und bereits aus unserem T-Car anfangen auszubauen. Unser Fahrzeug kam dann direkt zu einem Karosserie- und Lackierbetrieb im Gewerbegebiet Meuspath per LKW angeliefert und sofort auf die dortige Richtbank. Gott sei Dank hatten wir in unserem Team ja zwei schlagkräftige Honda-Händler mit Frank Totz und Manfred Schmack und natürlich den Karosseriebau-spezialisten aus Neu-Isenburg Stefan Gosch. Ohne die Fähigkeiten dieser 3 Spezialisten und natürlich unserer erfahrenen Mechaniker wären die Arbeiten sicherlich überhaupt nicht möglich gewesen. Da ich den Reparaturarbeiten persönlich nicht beiwohnen konnte, da ich noch auf einem Kadett-C-Coupe an der Youngtimer-Trophy teilnahm, konnte ich mir jedoch berichten lassen, was sich so bei dem Richten des Fahrzeuges zugetragen hatte. Der äußerst stabile vordere linke Rahmenholm führte dazu, dass zunächst einmal auf der Richtbank die Kette riss. Nach dem man hier neue Richtwerkzeuge geschweißt hatte, konnte man noch einmal versuchen, den Rahmen etwas herauszuziehen, jedoch gelang es uns nicht, die letzten 10 cm wieder nach vorne zu bringen. So musste eine Hilfskonstruktion angebaut werden, um wenigstens für die Stoßstangen-, Kühler- und Lampenhalterung zu sorgen. Eine neue Stoßstange, die leider silber war, konnte dort auch ruck zuck innerhalb von 1 Stunde rot lackiert werden, Stefan Gosch dengelte die Motorhaube und den Kotflügel, sodass nach fertig gestellter Reparatur, Outsider, fast keinen Unterschied zum vorhergehenden Fahrzeug erkennen konnten. Gut – sicherlich waren die Spaltmaße nicht mehr ganz gleich, eher auf Ford Niveau, aber das war nicht wirklich wichtig. Wir hatten es also geschafft innerhalb von nur 6 Stunden ein unfahrbares Unfallauto wieder in ein absolut einwandfreies Rennauto zu verwandeln. Um 19.00 Uhr begann das Abendtraining und nachdem Andreas eine Kontrollrunde zurückgelegt hatte und befand das Auto sei unfahrbar, wollte ich dies keineswegs glauben und nahm selber mal das Steuer in die Hand. Außer, dass das ABS noch nicht funktionieren wollte, fuhr das Auto aber einwandfrei. Nach mehreren Überprüfungen des ABS-Systems konnte der Fehler ausgelesen werden. Nach dem wir dann mit funktionierendem ABS einen 4. Startplatz noch herausfahren konnten, fuhren Frank und Stefan noch etliche Runden, um sich an das Fahrzeug gewöhnen zu können.

 

Start des großen 24h-Rennens durfte in diesem Jahr wieder Andreas fahren und auch hier hatte das Wetter nicht allzu viel Einsehen mit den Startvorbereitungen. Durch die Kälte gelangen uns zwar einige harte Ausblicke auf die leicht bekleideten Damen, die sich so in der Startaufstellung tummelten, jedoch hätten sich alle Beteiligten etwas schöneres und wärmeres Wetter sehr gewünscht. Unser Start verlief recht reibungslos und Andreas konnte sich unproblematisch sofort hinter Bermes/Tönnes setzen. Nach dem er an mich zum 2. Turn übergab, lagen wir bereits in Front und konnten im weiteren Verlauf des 3. und 4. Turns, die dann von Frank Totz und Stefan Gosch gefahren wurden, unseren Vorsprung weiter ausbauen. Beim Wechsel zum 5. Turn, den Andreas wieder zu fahren hatte, gelangen uns jedoch mehrere Missgeschicke – die Radmuttern des rechten Vorderrades wollten aufgrund einer mangelhaften Radnuss, die über die Muttern drehte, zunächst nicht aufgehen. Als man dann mit einem anderen Schlagschrauber alle Muttern geöffnet hatte, wurden die Radmuttern nach Radwechsel jedoch blödsinnigerweise wieder mit dem gleichen Schlagschrauber und der fehlerhaften Nuss angezogen. Die Nuss rutschte durch und die Radmuttern waren eigentlich gar nicht richtig fest. Zu allem Unglück wurde vergessen, an dem Rad die Radmuttern mit dem Drehmomentschlüssel nachzuknacken und so kam es, dass Andreas bereits nach nicht einmal einer halben Runde, etwa Adenauer Forst, bemerkte, dass das rechte Vorderrad merkwürdig schlackerte. Er hielt daraufhin an und untersuchte mit einem Streckenposten das rechte Vorderrad und stellte fest, dass bereits zwei Radmuttern fehlten. Natürlich versuchte er jetzt mit langsamer Weiterfahrt an die Box zu kommen. Leider jedoch ca. 500 m vor der Boxeneinfahrt, genau im Tiergarten in der Senke, scherten alle Radbolzen am rechten Vorderrad ab und das Fahrzeug fiel auf die Erde mit einem im Radkasten steckendem Vorderrad. Sofort über Funk informiert, packten wir alles nötige Werkzeug zusammen – kompletten Radträger, Bremsscheibe, Rad usw. – und eilten per Servicefahrzeug, Roller und Motorrädern gen Tiergarten. Dort angekommen mussten wir zunächst das Fahrzeug in eine Parkbucht tragen, um es reparieren zu können. Nach Radträgerwechsel konnte Andreas ca. 40 Minuten später den Ort wieder verlassen und das Rennen wieder aufnehmen. Beim Zusammensuchen unserer Teile am Reparaturort entdeckten wir plötzlich etwas, was dort nicht hingehörte. Lag doch da im Gras ein Bremsbelag – wo kommt denn der Bremsbelag jetzt her ????? – er wird doch nicht aus dem Bremssattel gefallen sein ????? – hektisches Überlegen…. doch er musste wohl bei der Reparatur herausgefallen sein. Ein kurzes Telefonat bei Andreas ergab jedoch, dass die Bremse ok sei. Sie war es aber nicht wirklich. Der nächste Anruf kam wieder aus der Ecke Adenauer Forst: „ Ich habe keine Bremse mehr“.  Na also, das hatten wir ja befürchtet. Nachdem der Bremskolben also ohne Belag auf der Scheibe soweit herausgewandert war, dass auch die Flüssigkeit hinterher kam, war natürlich kein Bremsdruck mehr vorhanden. Andreas musste also wieder vorsichtig, die Handbremse zur Hilfe nehmend, zurück in die Box kommen. Dort wurde dann die Bremsscheibe und der Bremssattel gewechselt, was uns wiederum 15 Minuten Standzeit einbrachte.

 

Tja, nun war das Rennen eigentlich gelaufen. Die Motivation auf dem Nullpunkt, denn wir befanden uns am Ende unserer Klasse. Aber gut, wir beschlossen noch etwas zu fahren um zu sehen, was die nächsten Stunden uns noch so bescheren würden. Es passierte aber nichts mehr !! Das Auto gab keinen unkorrekten Muckser von sich und so konnten wir alle mit Vollgas die Verfolgung aufnehmen. Stunde um Stunde konnten wir uns um Plätze verbessern und nach dem das Ding nun eh schon einmal kaputt war, hat auch jeder ordentlich aufs Gas getreten. Mir gelang in der Nacht ein unwahrscheinlich schneller Doppelturn, mit Zeiten die nah an den Klassenbestzeiten lagen, so dass wir in dieser Zeit wahnsinnig viele Runden wieder gut machen konnten. Bei Tagesanbruch befanden wir uns schon wieder auf dem 7. Platz mit noch guten Ziel bis auf Platz 4 aus eigener Kraft vorkommen zu können. Der Rest davor konnte nur noch durch deren Pech bessere Platzierung für uns bringen. Also weiter Vollgas……!! Die anderen Fahrer unseres Teams haben auch schnelle Zeiten gefahren und das Auto hielt wirklich klaglos diese Strapazen durch. Wir fuhren eigentlich kein 24h-Rennen, sondern ständig auf Langstreckenpokallaufniveau. Etwa 1 Stunde vor Rennende haben wir es tatsächlich geschafft, hinter die Russen auf Platz 5 liegend zu kommen und die Russen waren nur noch 1 Minute von uns entfernt. Just in diesem Moment, fiel der Rennleitung ein, dass wir morgens um 09.00 Uhr unter „Gelb“ etwas zu schnell gefahren waren und ließen uns noch eine Stopp and Go-Strafe absitzen. Frank Totz, der den letzten Turn zu fahren hatte, nahm dies jedoch recht gelassen hin und gab danach umso mehr Gas und konnte, die sich doch heftig wehrenden Russen, locker überholen. Als 4. kamen wir also über die Ziellinie, in einem Rennen das schon kurz nach Anfang des Trainings eigentlich für uns beendet schien. Wenn man bedenkt wie das Auto hergenommen wurde und wie gut wir fahrerisch aufgestellt waren, hätten wir natürlich locker dieses Rennen in unserer Klasse gewinnen können. Aber hätte…. wäre…. wenn… gibt es alles nicht im Rennsport, so dass wir dieses Ergebnis, wenn auch Zähne knirschend, gerne akzeptiert haben. Zum Glück haben wir nicht zu viele Punkte in der Honda-Meisterschaft eingebüßt, denn die Spitze liegt recht eng beisammen.

 

Bis zum nächsten richtigen Rennen wünscht euch, liebe Fans, alles Gute das

 

Rink-Weiland-Racing Team

 

R.P.R.

 

 

Rennbericht  3. VLN am 23.04.2005

 

 

 

Hallo liebe Fans,

 

endlich mal schien es so als wollten wir ein komplettes Rennen fahren. Das Wetter war gut, zwar kühl aber leicht bewölkt und man musste nicht mit Nebel oder Schnee wie bei den letzten beiden Läufen rechnen.

Leider hatten wir unser neues Proflex-Fahrwerk immer noch nicht richtig in den Griff bekommen und haderten mit unserem Setup, das nicht so 100%tig passte, wie wir es gerne gehabt hätten. Somit erreichten wir im Training nur den 4. Startplatz von 14 Teilnehmern.

 

Startfahrer Andreas konnte sich nach dem Start immerhin noch eine ganze Weile, bedingt auch durch die frischen Reifen und frischen Bremsbelägen, in der Spitzengruppe halten. Mit abbauenden Reifen im 2. Turn wurde jedoch das Fahrverhalten aufgrund unseres noch nicht ganz perfekten Setup’s immer schlechter und wir fielen etwas zurück, sodass es nach wie vor die 4. Position war, die wir im Rennen begleiteten. Nach hinten hatten wir viel Luft und nach vorne schien es nicht so, aus eigener Kraft, Plätze gewinnen zu können, da ein schnelleres Fahren in diesem Zustand leider nicht möglich war. Nach dem 2. Turn, nun wieder auf frischen Reifen, konnten wir unsere Zeiten etwas verbessern, so dass wir auf dem 3. Platz vorrücken konnten. Nikolas Hardt und Martin Tschornia lagen jedoch weit voraus auf dem 1. Platz und auch unsere Freunde Norbert Bermes und Harald Thönnes hatten einen gehörigen Abstand auf dem 2. Platz liegend zu uns. Somit haben wir uns auf den doch beruhigenden 3. Platz eingestellt, als plötzlich das Fleper-Team mit argen Bremsproblemen an die Box musste und die Bremsbeläge samt Bremssattel aufgrund total runter gebremster Beläge wechseln mussten. Dieser Boxenstopp dauerte für die Jungs leider zu lange, so dass wir auf den 2. Platz vorrücken konnten. Die weitere Fahrt bis zum Rennende war für uns völlig problemlos, da Nikolas Hardt und Tschornia gerade noch vor dem Führenden über die Ziellinie kamen, konnten sie eine Runde mehr fahren und wir belegten somit, mit statistisch gesehen 1 Runde Rückstand, den 2. Platz. Dahinter, mit wiederum sehr viel Luft, auf den 3. Platz fuhr Werner Uetrecht und Florian Fricke, die doch wie gesagt knapp 1 Minute hinter uns waren, so dass wir doch recht bequem einen guten 2. Platz belegen konnten.

Grundsätzlich ist es ein gutes Ergebnis, jedoch für uns äußerst unbefriedigend, da wir mit den Fahreigenschaften unseres neuen Fahrzeuges zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht zufrieden waren. Aber so ist es halt ab und zu im Rennsport. Wenn man neue Erfahrungen sammeln will, braucht es einige Zeit um dies alles in den Griff zu bekommen, aber wir versprechen euch schnellstmöglich unsere gewohnte Siegesform wieder zu finden.

Danke an alle Fan’s und Freunde, die endlich mal ein komplettes, doch recht turbulentes und interessantes Rennen, verfolgen konnten.

 

Tschüss und bis bald

 

euer

 

Rink-Weiland-Racing-Team

Ralph P. Rink

 

 

 

Rennbericht  2. VLN am 9.04.2005

 

 

Schneeflöckchen Weißröckchen

 

Hallo liebe Fans,

 

ja das war mal wieder typisch Eifel !

Freitags Regen und kalt. Es sah nicht wirklich nach dem aus was uns am nächsten Morgen erwarten sollte.

Schnee, ja Schnee, echter weißer Schnee man wollte es kaum glauben. Mindestens 5 cm überall. Ob das was wird?

Es wurde nichts!

 

Training: ausgefallen

 

Die Rennleitung vertagte erst einmal auf unbestimmte Zeit alles.

Hochbetrieb in der Honda Longe, Kaffeetrinken, zweites Frühstück ausgiebig, denn keiner glaubte recht das da heute noch was geht. Erste Wetten wurden abgeschlossen. Wenigstens etwas Spannung.

Dann Durchsagen, Training um 11.00 Uhr.

Große Aufruhr, „Ist doch noch alles weiß auf den Randstreifen“ ,riefen einige „Macht doch nichts“ ,andere , bei diesen Bedingungen kann man doch nicht fahren oder ?

Draußen schien bereits die Sonne und gegen 12.00 Uhr sollte endlich das Training, nach ersten Verzögerungen beginnen, für eine Stunde und dann Start um 14.00 Uhr, Rennen bis 18.00 Uhr. 

Ach was eine Aufregung daraufhin in der Honda Longe. Die wollen wirklich fahren??? Das geht doch nicht, viel zu gefährlich, alle Hondas sollen geschlossen boykottieren.  Und wer sagte das ?  Natürlich wieder die üblichen „Weicheier“ !

Na ja, Mama Mansfeld blieb salomonisch: Die nicht wollten sollten unterschreiben, jedoch erst mal eine Runde Training fahren und sich die Strecke anschauen, dann noch mal Entscheidung in der Honda Longe.

Also wir wollten auf jeden Fall fahren, wenn die Rennleitung das für möglich hält, denn, die werden schon nur starten wenn keine Gefahr für uns besteht. Außerdem haben wir schon Rennen unter viel schlimmeren Bedingungen gefahren, denke mal an letztes 24h-Rennen,  als jetzt waren. Unser Engländer sah auch kein Problem, denn die haben dort ja nur so Wetter und sind das halt gewöhnt. Außerdem heißt es ja schon in der Straßenverkehrsordnung: Man soll seine Fahrweise immer den Witterungsverhältnissen anpassen. Können das alle nicht mehr?  Aber die Mehrheit war doch eher für, nicht fahren.

Bei strahlendem Sonnenschein standen wir also in der Boxenausfahrt als Erster und warteten. Nochmals Verschiebung auf 13.00 Uhr. Die Sonne brannte.

Telefonisch informiert, daß die Strecke zu 95% trocken war, montierten wir als Erste, zur Verblüffung der anderen, Slicks in der Boxenstraße.

Um 13.15 Uhr kam jedoch die Durchsage, daß die Veranstaltung abgebrochen wird, weil im Bereich „Hohe Acht“ immer noch Schnee auf den Randstreifen liegt und hier die Sicherheit nicht gewährleistet ist.

Schade, Schade, denn an Start und Ziel schien so schön die Sonne und man konnte kaum glauben, das man irgendwo nicht fahren kann.

Aber Sicherheit geht vor, und somit packten endlich traurig alle zusammen.

 

Wir waren noch ein bisschen bei unseren Fans am Brünnchen und unterhielten uns in der schönen warmen Sonne, als dann plötzlich um 15.40 Uhr die Touristenfahrer auf der Nordschleife daher kamen. So ein Mist, jetzt ging´s. Sehr ärgerlich das mit ansehen zu müssen.

Aber so ist halt mal die Eifel, rau, kalt, wetterunbeständig, aber wir lieben sie trotzdem.

 

Also bis bald wieder in der Eifel,

vielleicht auch mal zum Rennen,

 

euer

 

Rink-Racing-Team

Ralph P. Rink

 

 

 

Rennbericht  1. VLN am 19.03.2005

 

Boys are back

 

Hallo liebe Fans,

 

Ja es ist wahr, wir fahren doch wieder Civic !

Es hat sich einfach so ergeben, dass uns die Firma SCHMACK Motorsport einen Civic hinstellt und wir noch einen großen Sponsor gefunden haben.

Somit war der wunderschöne NGK-Civic geboren. Danke.

 

So und jetzt schreibe ich auch wieder Rennberichte, die allen „Weicheiern“ zum Trotz auf unserer Net-Seite stehen, und über die sich dann andere vorgeschickte Individuums auf anderen Forumseiten auslassen können, weil die besagten „Weicheier“ anscheinend nicht den Mut haben uns Ihre Kritik selbst zu schreiben, geschweige denn ins Gesicht zu sagen.

Weicheier eben, gell, sag ich doch !

 

Training:

Das Training war sehr durchwachsen, noch feuchte Strecke und  kalt.

Erste Runde erste Bestzeit, diese hielt sich auch lange Zeit.

Auf die Bahn kurz vor Schluß und dann absolute Bestzeit, 20 Sec. vor dem Zweiten. Toller Einstand gleich auf Pole in der dritten Startgruppe.

 

Start:

Andreas gleich vorneweg. Zunächst konnte Hardt noch folgen, dahinter lange nichts mehr.

Nach fünf Runden Rennabbruch wegen Nebels, da hatten wir schon über 30 Sec. Vorsprung vor dem ganzen Feld.

Leider kein Neustart mehr, der Nebel war einfach zu dick. Schade.

 

Pokale und Preisgeld gab’s trotzdem, auch wenn keine offizielle Punktewertung der VLN zustande kam, weil die gefahrene Distanz zu kurz war.

 Für alle Schlechten gut, für uns eher schlecht.

Macht nichts, nach diesem grandiosen Einstand mit dem neuen Auto kann der erste „echte“ Klassensieg ja schon beim nächsten Mal fällig sein.

 

 

Tschüß, bis demnächst auf dieser Seite

 

euer

 

Rink-Racing-Team

Ralph P. Rink