10. VLN Lauf am 31.10.2009
Perfekter Saisonabschluss !
Nachdem für den letzten VLN-Lauf in diesem Jahr perfektes,
sonniges Herbstwetter gemeldet wurde und auch die Temperaturen um die 12-15
Grad lagen, konnten wir uns mit unserem wieder einmal bestens vorbereiteten
Peugeot 207 auf den Weg zum Nürburgring machen, um einen schönen
Saisonabschluss zu fahren. Nachdem bereits im letzten Rennen des Autohaus
Lenzen die BF Goodrich Slicks
in einer weicheren Mischung sowie auch kleineren Reifengröße gefahren hatten,
wollten wir dies nun bei diesem letzten Rennen auch tun, da wir leider
miterleben mussten, dass das Auto von Team Lenzen mit dieser Bereifung doch im
Schnitt bald über 10 Sekunden schneller gefahren werden konnte wie unser Auto.
So haben auch wir am Freitag 4 solcher Slicks neu
aufziehen lassen und konnten bereits im Training feststellen, dass das Auto
eine deutlich bessere Straßenlage hatte und auch aus allen Ecken heraus
deutlich schneller beschleunigt werden konnte. An diesem schönen Herbstsamstag
war jedoch unglaublich viel Verkehr auf der Nordschleife, denn es hatten sich
für einen letzten Lauf der Saison unglaublich viele Starter angemeldet und auch
neben der Strecke waren Zuschauermengen wie beim 24h-Rennen. Alle wollten wohl
Fahrer sowie auch Fans und Zuschauer noch einmal einen schönen Saisonabschluss
miterleben.
Wir konnten als zweiter Peugeot in unserer Klasse starten
und auch beim letzten Lauf wollte Christopher Rink noch immer keinen Start
fahren und somit blies Senior Ralph-Peter Rink beim Start zum Angriff.
Ralph-Peter Rink musste jedoch die alten, größeren und härteren Reifen auf der
Vorderachse fahren und nur auf der Hinterachse waren die neuen, weicheren Slicks montiert, so dass die Fahrzeiten im alten Level
blieben. Nach dem ersten Turn übergab Ralph-Peter das Fahrzeug an seinen Sohn
Christopher, der für seinen Turn dann vorne die neuen, weicheren Slicks bekam und lospreschte. Sofort wurden die Zeiten
deutlich schneller und es gelang ihm sogar während seines Turns
seine erste persönliche Bestzeit unter 10 Minuten hinzulegen. Für den zweiten
Turn von Ralph-Peter wurden vorne wiederum die alten Räder montiert –
denn der wollte eigentlich sparen und keine neuen Reifen für den letzten Lauf
mehr investieren – somit wurden ihm auch nicht die neuen Slicks gegönnt. Trotz allem konnte die Position behauptet
werden und wir fuhren mit etwa 1 Minute Rückstand auf Platz 2 in unserer
Klasse. Zu seinem 2. Turn bekam Christopher „seine“ Reifen und er
fuhr wiederum sehr schnelle Zeiten und konnte in der vorletzten Runde sogar mit
9:57 seine persönliche Bestzeit erzielen. Wir hatten uns schon auf einen
Einlauf auf den 2. Platz eingestellt, als 3 Runden vor Schluss die Mitteilung
kam, dass der Lenzen-Peugeot mit Bohrer am Steuer wieder einmal ausgefallen
sei. Sicherlich wurde hier wieder einmal das Auto zu hart ran genommen, durch
stetige sehr schnelle Rundenzeiten überstrapaziert und das Material hielt
dieser Belastung nicht stand. Schade für das Lenzen Team, sie hätten sicherlich
einen weiteren Klassensieg verdient, aber wie man sieht, muss man auch mit
seinem Material haushalten können und in 4 Stunden nicht permanent
unnötigerweise Spitzenleistung dem Auto abverlangen.
Unser Peugeot hielt wie immer in den letzten 9 Rennen auch
dieses Rennen ohne ein einziges Problem durch und somit konnten wir
überraschenderweise, aber sicherlich verdienterweise unseren 6. Sieg in der
Peugeotklasse in diesem Jahr feiern.
Somit hatten wir für diesen letzten Lauf wieder einmal ein
optimales Ergebnis erzielt, mit Christopher’s
persönlicher Bestzeit, keinen einzigen Kratzer am Fahrzeug und einen
Klassensieg – wie kann es besser laufen ? Leider waren insgesamt nur noch
4 Peugeot’s am Start, so dass wir in der Klasse
2T nach den beiden Shirra-Minis den 3. Platz belegten
und dies nicht ausreichend Punkte für die VLN Gesamtmeisterschaft bzw. auch für
Christopher’s Juniors Trophy
bringt. Ein anderes Team, wobei beide Fahrer in der Juniorwertung gemeldet
sind, konnte dank einer volleren Klasse besser punkten und somit ist
Christopher auf den 6. Platz in der Junior Trophy
letztendlich gewertet. Trotz allem: Für die erste Saison eines jungen
Langstreckenpokaleinsteigers sicherlich ein tolles Ergebnis, zumal ihm auch in
seiner aller ersten Langstreckenpokalsaison gleich ein Meistertitel zuteil
wurde und wir mit 6 Klassensiegen, 3 zweiten Plätzen fast bei jedem Lauf auf
dem Podest in der Peugeottrophy gelandet sind. Aus
unserer Sicht ein absolut dominierendes Team in der Peugeot 207 RC Trophy, die mit einem perfekt aufgebauten und gewarteten
Fahrzeug jedes Mal an den Start kam und mit einem perfekt eingespielten Team,
was die Boxenstopps und alles andere drum herum bedeutet, immer wieder
problemlose Rennen bestreiten konnten. Der kleine Peugeot 207 ist aus unserer
Sicht ein hervorragendes und zuverlässiges Fahrzeug, es muss nur gewissenhaft
und ordentlich gewartet werden, akribische Vorbereitung für jedes Rennen in
jedem Detail ist der ausschlaggebende Punkt, damit dieses doch sehr seriennahe
Fahrzeug ohne Probleme jedes Mal die 4h-Quälerei auf der
Nürburgring-Nordschleife überstehen kann. Natürlich kommt all dem unsere
langjährige Erfahrung in den verschiedensten Honda Civic, Honda Accord Cup’s zugute, da wir und unser gesamtes Team genau
wissen auf was es ankommt, um solch eine Meisterschaft mit einem Auto bestens
zu überstehen und am Ende gewinnen zu können.
Unser Fahrzeug
zeigte kein einzigstes Problem – die ganze
Saison über. Weder
Motor noch Getriebe machten irgendwelche Probleme, lediglich einen
Reifenschaden, der auf einen gebrochenen Stabihalter
am rechten Federbein zurückzuführen ist (Materialfehler), warf uns einmal auf
einen 4. Platz zurück. Ansonsten ist unsere Ausbeute mit 6 Siegen und 3 zweiten
Platzen und 1 vierter Platz sicherlich optimal genug, um so einen Meisterschaft
zu gewinnen.
An dieser Stelle möchte ich mich jetzt nochmals recht
herzlich bei all unseren Teammitgliedern bedanken, die uns ständig an der
Strecke oder auch zu Hause in unserer Werkstatt unterstützen. All unsere
Sponsoren und Fans, die uns in sonstigen Weisen ständig helfen, unter die Arme
greifen oder auch irgend etwas sonst zur Verfügung
stellen sei herzlichen Dank gesagt. Ohne einige Leute im Hintergrund wäre es
sicherlich nicht möglich ständig ein solch perfektes Auto an die Strecke zu
bringen und auch während den Rennen so perfekte Leistungen abzuliefern.
Nochmals herzlichen Dank Leute für all eure Unterstützung, das war
wieder eine super Saison !!
Es hat uns allen, denke ich, viel Spaß gemacht und wir
werden sehen, ob wir im nächsten Jahr nochmals mit diesem Fahrzeug an den Start
gehen. Das wir wieder an den Start gehen ist sicher, nur mit was – schau mer mal………….
Habt alle eine gute Zeit über Weihnachten und Neujahr –
werdet nicht zu dick – damit wir euch im nächsten Jahr wieder erkennen
und ich hoffe auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison am Nürburgring mit all
unseren Freunden und Bekannten.
Euer
Rink Racing Team
Ralph-Peter
Rink
8. VLN-Lauf am 03.10.2009
Planziel erreicht
Peugeot 207 RC Trophy-Meister 2009
Mit dem Gewinn der Peugeot 207 RC Trophy im Langstreckenpokal haben wir unser diesjähriges
Planziel bereits erreicht. Nach dem bereits nach dem letzten Rennen nur noch
eine kleine theoretische Chance uns noch einzuholen für unsere Gegner bestand,
ist es nun nach dem 2. Platz beim letzten Lauf im 8.Langstreckenpokalrennen
sicher, da unser Punktekonto soviel Vorsprung hat, dass wir uneinholbar die
Meisterschaft bereits jetzt für uns entschieden haben.
Nach einem für uns fast unspektakulären
Verlauf dieser Meisterschaft konnten wir mit unserem zuverlässigen und stets
bestens vorbereiteten Peugeot 207 RC in 8 Rennen 5 x ein Rennen als Sieger
beenden, belegten 2 x den 2.Platz und mussten nur einmal, aufgrund eines
Reifenschadens, als Viertplazierter im Ziel ankommen. Eine auch für uns recht
beeindruckende Bilanz, nach dem Christopher Rink sein 1. Jahr in der Langstrecken-meisterschaft absolvierte, und wir auch mit
dem Peugeot 207 RC als Neuwagen in diesem Jahr diese Meisterschaft in Angriff
nahmen. Natürlich sind wir nicht alleine als Fahrer fähig solch eine
Meisterschaft zu gewinnen, sondern dazu gehören viele zuverlässige Leute die
uns helfen, auf die wir schon jahrelang vertrauen und stolz sind, dass sie
immer noch bei uns sind und uns bei all unseren Unternehmungen unterstützen.
Grundstein für solche Erfolge ist natürlich der tadellose Aufbau und die
Wartung des Rennfahrzeuges zwischen den Rennen, die hauptsächlich von
Christopher Rink und seinem Freund Andy durchgeführt wird, und dann natürlich
während den Rennen die zuverlässige Betreuung unserer Rennsportschrauber,
allen voran Christoph und Stefan, die schon jahrelang immer wieder ein neues
Helferteam zusammen stellten, um uns bei den Boxenstopps zu betreuen. Wir haben
zwar noch 2 Rennen zu fahren, aber ich möchte schon hier all diesen Menschen um
uns herum wieder einmal herzlich für die große aufopfernde Hilfe danken, die
uns zuteil wird damit wir so schöne Ergebnisse feiern dürfen. Danke an all
unsere Freunde und Helfer !
Zum Rennen selbst:
Wir wollten ein gemütliches Rennen fahren, da
wir ja im Prinzip sowieso schon die Meisterschaft gewonnen hatten und haben,
ohne irgendwelches neues Material einkaufen zu müssen, dieses Rennen
angegangen. Wir haben unser Training an einem schönen Samstagmorgen mit den
ältesten Slicks in Angriff genommen, denn die müssen
ja auch einmal abgefahren werden, und konnten uns damit spielend auf den
dritten Startplatz setzen. Als Startfahrer musste Ralph-Peter Rink – wie
immer – das Rennen beginnen und musste erleben wie sein Freund Marcel
Hoppe, der den Fleper-Peugeot diesmal mit pilotieren
durfte, von 2 Startplätzen hinter ihm nach einem schönen klassischen Frühstart
an ihm vorbeizog, um sich noch vor der Mercedesarena vor ihn zu setzen.
„Kein Problem“, dachte Rink, dann fahren wir mal schön ein Rennen
hintereinander so wie früher im Civic-Cup. Jedoch schied Marcel schon in der
zweiten Runde nach der Rechtskurve der Kurzanbindung mit abgebrochenem
Querlenker vorne aus. Nachdem sich das Lenzen-Auto gedreht hatte und Herr Hömberg mit seinem Fahrzeug technische Probleme bekam,
standen wir relativ früh schon wieder auf P1 in unserer Klasse. Wie in den
Rennen zuvor, haben sich unsere Gegner wieder einmal selbst eliminiert und so
konnten wir zunächst relativ gemütlich zwei weitere Turns
in Angriff nehmen. Als wir zum letzten Boxenstopp herein kamen, hatten wir vor
dem Lenzen-Auto ca. 1 Minute Vorsprung. Der schnelle Fahrer Michael Bohrer nahm
jedoch den letzten Turn gegen Christopher Rink in Angriff. Es sollte jedoch
nichts anbrennen, da wir ja die besagte 1 Minute Vorsprung auf unser Konto
hatten. Wir planten beim letzten Boxenstopp alle 4 Räder zu wechseln, da unser
altes Material nur mehr für einen Turn gut war. Unsere sonst so tadellosen,
schnellen guten Schrauber wollten diesen Wechsel
aller 4 Räder mit 2 Akku-Schlagschraubern
durchführen. Warum auch immer diese Idee so toll sein sollte bleibt deren
Geheimnis, da wir ja noch 2 Luftschlagschrauber mit
Pressluftflasche zur Verfügung hatten. Jedenfalls ging es so, dass bei einem Akku-Schrauber die Batterie leer war und so 4 Reifen mit
einem Akkuschrauber gemütlich gewechselt wurden. Zu
all unserer Freude konnten wir somit live erleben, wie aus 1 Minute Vorsprung
– 30 Sekunden Rückstand produziert wurden – und in der nächsten
Runde die den Zeitabstand zwischen Herrn Bohrer und Christopher Rink messen
ließ, hatten wir exakte 18 Sekunden Rückstand und nur noch Position 2 inne.
Bohrer musste jedoch noch einmal tanken – wir aber auch – und somit
schwand die Hoffnung auf den Klassensieg, denn bei allen Fahrkünsten von
Christopher war mit den alten Reifen sicherlich kein Start gegen Michael Bohrer
zu gewinnen. So kam es dann leider auch bis zum Ende, dass Christopher mit dem
für uns jemals am schnellsten gefahrenen Zeiten zwar versuchte Michael Bohrer
einzuholen, der jedoch entsprechend konterte und der Abstand im Ziel betrug auf
Michael Bohrer genau nur 18 Sekunden.
Schade, schade – und wir konnten wieder
einmal feststellen wie sehr man sich über einen 2.Platz ärgern kann – vor
allen Dingen Christopher, der alles gegeben hatte, hat in seiner kurzen
Rennfahrergeschichte sich über diesen Fauxpas besonders geärgert, nicht weniger
aber auch unser lieber Chefschrauber Stefan, der sich
für diesen Schrauberfehler sicherlich am liebsten
selbst in den A…. gebissen hätte. Aber insgesamt haben wir schon soviel
Gutes und Schlechtes erlebt und wir sind immer ein Team und wir gewinnen und
verlieren zusammen und somit kann ich nur sagen:“ Leute, kein Beinbruch –
das nächste Mal ist es vielleicht wieder ganz anders und dann können wir uns
alle zusammen freuen und feiern.“
Nichts desto trotz war es ein tolles Rennen
und wir werden im nächsten Lauf versuchen, unsere Platzierung im
Gesamtlangstreckenpokal noch weiter zu verbessern und vor allen Dingen, dass
Christopher – der momentan auf dem 4.Platz der Juniorwertung liegt
– vielleicht noch den ein oder anderen Platz gut machen könnte, um in der
Juniorwertung weiter vorne zu landen. Wir werden also noch einmal richtig reinhauen
und versuchen im vorletzten Rennen ebenfalls wieder zu gewinnen. Viel Spaß
dabei für alle wünscht euch
euer
Rink Racing Team
7. VLN-Lauf am 29.08.2009
Gemütliche Siegesfahrt
Am letzten Augustwochenende sollte uns ein
schönes Rennen bevorstehen. Nach den heißen vorangegangenen Augusttagen war die
Temperatur etwas zurück gegangen, jedoch schienen die
Wetteraussichten für das Wochenende hervorragend zu sein. Als wir am Freitag
ankamen, mussten wir erstaunlich viele Starter anschauen, erstaunlich deshalb,
weil in den letzten Jahren nach dem 6h-Rennen die VLN-Läufe doch ehe weniger
stark besucht waren. Aber so hatte für dieses Wochenende ein imposantes Feld
von ca. 180 Fahrzeugen genannt. Nachdem wir unser Auto nach dem 6h-Rennen wieder
bestens auf Vordermann gebracht hatten, konnten wir den Freitag gemütlich dazu
nutzen, uns einmal den neuen Nürburgringboulevard anzuschauen und in den
verschiedenen Shops diverse Motorsportartikel zu kaufen. Auch konnten wir mal
auf der neuen Haupttribüne oberste Reihe in den Loungen
Platz nehmen und uns den Beginn des freien Trainings Freitags
mittags anschauen. Von dort oben hat man doch einen hervorragenden Blick über
die gesamte Mercedesarena und Teile des Grand-Prix-Kurs bis hinunter in die Hatzenbach. Am Abend haben wir dann noch mit unseren
Freunden zusammen eines der Eifeldorfrestaurants getestet und haben die Dorfstadl-Discothek zur späteren Stunde noch bewundern
können. Am nächsten Morgen ging es dann schon etwas früher los, ohne
Fahrerbesprechung, begann das Training. Nachdem inzwischen 2 Schirra-Mini’s in unserer Klasse antreten und auch
noch der alte Schönauer-Audi irgendwo ausgegraben
wurde, haben wir mit unserem Peugeot keine Chance mehr auf einen der ersten
drei Startplätze in dieser Klasse. So kam es dann auch, dass wir Startplatz 4
einnahmen, hinter dem Schirra-Mini, dem Schönauer-Audi und dem Peugeot vom Team Lenzen. Da Herr Hömberg sein Peugeot noch nicht repariert hat, hatte er
zusammen mit Michael Bohrer und Timo Frings auf dem Lenzen-Peugeot genannt. Das
Fleper-Team mit den Fahrer Tönnes/Utsch hatte leider schon im freien Training am Freitag
einen Getriebeschaden zu verzeichnen und war somit gar nicht am Start. Somit
hatten wir eigentlich nur einen ernstzunehmenden Gegner und da wir mit
erheblichen Punkten Vorsprung die Peugeot-Cup-Wertung anführen, wollten wir ein
gemütliches Rennen absolvieren – egal ob wir hier nur 2. werden würden
oder gewinnen könnten. Wir hatten zur Zielsetzung altes Material aufzuarbeiten,
Berge von angefahrenen Slicks und Sonstiges musste
mal bearbeitet werden. Wir fuhren dann auch recht gemütlich auf alten Reifen
los und hatten beschlossen, diese nach jedem Turn zu tauschen, gegen weitere
alte Reifen, so dass wir an diesem Wochenende kein neues Material zukaufen
mussten. Nach einem problemlosen Start hielten wir uns gemütlich in knapper
Distanz zum Lenzen-Peugeot auf Platz 2 und planten für die zweite Hälfte des
Rennens evtl. einen kleinen Angriff. Dazu musste es aber gar nicht mehr kommen,
da der Lenzen-Peugeot nach ca. 1 ½ Stunden durch einen Motordefekt ausfiel.
Auch der Audi A4 Quattro von Schönauer war nach Runde 9 ausgefallen und somit
hatten wir nur noch die beiden Minicooper von Schirra Motorring vor unserer Nase in der Klasse. Diese
Autos sind aber so oder so nicht einzuholen, so dass wir mit gut einer Runde
Vorsprung vor dem nächsten Peugeot der von Dr. Steitel
und von Dannwitz pilotiert wurde, lagen. Wir fuhren
sodann die letzten 2 Stunden auf unseren alten Reifen gemütlich zu Ende und
konnten einen ungefährdeten Sieg in der Peugeot 207 Trophy
wieder einmal erreichen. Dies war somit Peugeot-Klassensieg Nr. 5 und der
dritten bereits in Folge. Wieder einmal ist unser Auto problemlos und
zuverlässig gelaufen und wir denken auch, dass sich in den verbleibenden 3
weiteren Läufen daran nichts ändern wird. Punktemässig
sind wir eigentlich uneinholbar, es geht jetzt vielmehr darum, im
Gesamtlangstreckenpokal nach vorne zu kommen und vor allen Dingen geht es für
Christopher darum, in der Juniorwertung mindestens noch unter die ersten 5 zu
gelangen bzw. zu bleiben, denn derzeit befindet er sich auf dem 5. Platz in der
Juniortrophy.
Bis zum nächsten
Rennen………………….
euer
Rink Racing Team
6. VLN-Lauf am 19.07.2009
– 6H Rennen
Die Mannschaft macht’s !!
Der Saisonhöhepunkt der VLN ist natürlich das
6h-Langstreckenrennen. Nachdem unser Fahrzeug durch Christopher Rink wieder
akribisch und genauestens vorbereitet wurde, sämtliche Bremsverschleißteile
erneuert und alle sonstigen Fahrwerks- und Fahrzeugteile überprüft und ggf.
erneuert wurden, sind wir guten Mutes zum Nürburgring gereist. Unsere
neuerliche veränderte Fahrwerkseinstellung erwies sich bei vorangegangenen
Testfahrten bereits als weiterer Verbesserungsschritt, so dass wir keine
Testfahrten am Freitag Mittag auf der Nordschleife
absolvieren mussten. Wir konnten uns wiederum einmal ganz gelassen auf die
Boxeinrichtung und das Aufziehen neuer Rennreifen konzentrieren und der
Fahrerlagerparty entgegen warten. Bei recht kühlem, aber dennoch schönen
Wetter, ging vor Box 1-3 die alljährliche Fahrerlagerparty von statten, diesmal
gab es sogar kostenlos Bratwurst bis zum Abwinken, und übliches Flüssiges.
Für Samstag war ja bereits durchwachsendes Wetter angesagt
und so gestaltete es sich dann tatsächlich auch am Samstag
Morgen schon. Bei deutlich kühleren Temperaturen und bedecktem Himmel
konnte das Training jedoch noch im Trockenen absolviert werden. Wie üblich bei dem 6h-Rennen waren unheimlich viele Fahrzeuge auf der
Strecke und so konnten wir hinter dem Team Hömberg
den 2. Startplatz einfahren. Bis zum Start hin wurde das Wetter zusehends immer
schlechter und man musste befürchten, dass es schon zum Start hin nass werden
würde. Dies geschah jedoch noch nicht, so dass Ralph-Peter Rink den Start auf Slicks fahren konnte, jedoch warteten nach Absolvieren der
Einführungsrunde bei Start und Ziel bereits die ersten Regentropfen. Nach
gekonnter Reifenaufwärmphase war dieser schlüpfrige Fahrbahnbelag jedoch für
uns kein Problem, wobei unser ärgster Konkurrent damit größere Schwierigkeiten
hatte und sich bereits in der ersten Kurve drehte. Somit hatten wir quasi vom
Start weg schon Platz 1 inne und konnten diesen auch erheblich ausbauen, bis in
der 2. Runde ein Fahren auf Slicks nicht mehr möglich
war und auf Regenreifen gewechselt werden musste.
Jetzt konnte unser Team einen seiner größten Trümpfe
ausspielen, denn das ist unsere tolle, schnelle und professionelle
Boxenmannschaft. Diese hat dafür Sorge getragen, dass wir blitzschnell Reifen
wechseln konnten und das Fahrzeug aufgetankt wurde. Entgegen unseren
Mitkonkurrenten hatten wir somit eine blitzschnelle Abfertigung und waren
sofort wieder auf der Strecke. Dies führte zu einem weiteren erheblichen Ausbau
unseres Vorsprungs. Im Verlauf der nächsten Runde wechselten sich trockene
Streckenabschnitte mit nassen Abschnitten ab, so dass man auch mit Regenreifen
zeitweise auf trockener Bahn fahren musste. Zum Ende unseres Turns, nach den planmäßig gefahrenen 5 Runden, war die
Ideallinie schon wieder auf 95 % der Strecke soweit abgetrocknet, dass wir uns
dazu entschlossen wieder auf Slicks zurück zu
wechseln. Christopher Rink stand zwar zum Fahrerwechsel parat, jedoch bei
diesen schwierigen Verhältnissen, wo an manchen Stellen gerade mal die
Ideallinie trocken war es jedoch aber auch noch gewisse feuchte
Kurvenabschnitte gab, hielten wir es für sinnvoller, dass Ralph-Peter Rink
einen weiteren Turn fuhr. Wiederum konnte unsere tolle Boxenmannschaft in
gewohnt schneller, souveräner Manier Reifen wechseln und das Fahrzeug wieder auftanken.
Die ersten Runden auf Slicks waren natürlich sehr
schwierig zu fahren, bis man die Slicks wieder auf
volle Temperatur bringen konnte. Nach 3-4 Runden begann es allerdings erneut zu
regnen und hauptsächlich im Streckenabschnitt Hohe Acht bis Pflanzgarten war es
sehr nass. Die Teams die sich nicht dazu entschlossen hatten auf Slicks zu wechseln hatten hier natürlich ihre Vorteile,
mussten jedoch in den trockenen Abschnitten einiges an Zeit einbüßen. Unter dem
Strich konnte man in diesen Runden nicht sagen, was nun die bessere Wahl
gewesen wäre. Regenreifen und Slicks bereifte
Fahrzeuge hielten sich mit ihren Rundenzeiten hier die Waage. Bei unserem
dritten Stopp wechselten wir dann unseren Fahrer und Christopher Rink übernahm
das Fahrzeug, hier endlich mal ein normaler problemloser Stopp in dem nur
getankt wurde, da die Slicks drauf bleiben konnten.
Leider begann es jedoch im ersten Turn von Christopher Rink nach 2 Runden
wieder sehr stark zu regnen und er hatte einen kurzen AHA-Moment als er im
Pflanzgarten mit Slicks auf nasser Fahrbahn das
Kiesbett zur Hilfe nehmen musste, um das Fahrzeug abzufangen. Es ist jedoch
nichts weiter geschehen und so kam er sofort an die Box, um Regenreifen
aufziehen zu lassen. Auch hier musste unsere Boxenmannschaft wieder alles
geben, um blitzschnell die Reifen zu wechseln und aufzutanken. Der kurze
Schauer führte jedoch dazu, dass innerhalb von 2 Runden die Strecke wieder
abtrocknete und Christopher erneut an die Box kam, um wieder auf Slicks zu wechseln. Wieder musste die Mannschaft ran und
das Fahrzeug blitzschnell umrüsten. Da wir aber das Fahrzeug hier gleichfalls
aber wieder voll tanken konnten, bestand jetzt für den Rest der Veranstaltung
die Möglichkeit ohne einen weiteren Stopp, wenn das Wetter es zulässt, durch zu
fahren. Da sich unsere Gegner inzwischen wieder einmal selbst aus dem Rennen
gebracht hatten, zu allerletzt ist auch noch das Team
Hömberg durch einen Unfall des Fahrer Crespo ausgeschieden, konnten wir sicher und bequem unseren
4. Klassensieg in der Peugeot 207 RC Trophy nach
Hause fahren. In den letzten Runden ist die Strecke wieder vollständig
abgetrocknet und die Sonne ließ sich sogar noch mal zum
Rennende sehen. So konnte Christopher auch noch die schnellste Runde in
der 207 RC Trophy des Tages erzielen.
Nach den vielen unterschiedlichen Wettersituationen, die
wir während des Rennes erfahren mussten, schien es schon etwas als wollte uns
der Himmel verhöhnen, denn zur Siegerehrung die vor den Boxen 1-3 im Freien
stattfand, schien die Sonne und es zeigte sich herrlich blauer Himmel. Die
Siegerehrung konnte somit unter freiem Himmel, bei dem einen oder anderen
verdienten Bierchen, abgehalten werden. Wir hoffen unsere Fans hatten alle
ebenfalls ein schönes Rennwochenende und werden die längere Pause bis Ende
August gut überstehen, bis wir uns zum 7. Langstreckenpokallauf wieder sehen.
Euer
Rink Racing Team
5. VLN-Lauf am 27.06.2009
Das Glück der Tüchtigen
!!
Hallo Fans,
nachdem wir unsere Reifenschadenblessuren aus
dem letzten Langstreckenpokallauf vollständig beseitigt hatten und unser Auto
sich wieder in einem topfrischen Zustand befand, konnten wir frohen Mutes den
5. Lauf zum Langstreckenpokal in Angriff nehmen. Der Freitag gestaltete sich
zunächst schön, sonnig und warm, hatte jedoch exakt ab 14.30 Uhr bis zum Beginn
des freien Trainings um 16.00 Uhr ein heftiges Gewitter parat, so dass die
Fahrbahn feucht war und wir uns dazu entschlossen, kein Freitagstraining
aufzunehmen. Unsere vorgenommenen Fahrwerksveränderungen
mussten deshalb mit dem Ergebnis bis zum Samstagstraining auf sich warten
lassen. Der Samstagmorgen begann aufgrund des heftigen Regens am Freitagabend
zunächst erst einmal mit Nebel, sollte jedoch im Laufe des Tages schöner
werden. Dies gestaltete sich jedoch recht schwierig, denn die Sonne konnte oder
wollte einfach nicht gänzlich durch die Wolkendecke stoßen. So begann das
Training ca. 1 Stunde später und wir mussten ernüchternd feststellen, dass
unsere Fahrwerksveränderungen diesmal nicht ein
Erfolg waren, sondern eher ein Schritt zurück darstellte. Die Trainingszeiten
aus dem Lauf davor konnten leider nicht erreicht werden. Somit starteten wir
von Position 3 in unserer Klasse. Bei einem Start den die vorderen Reihen
wieder einmal verschlafen hatten und somit ab der Touristeneinfahrt auf der Döttinger Höhe Vollgas gefahren werden musste, gelang es
Startfahrer Ralph-Peter Rink entscheidende Plätze auf die Spitze gut zu machen.
Nach bereits einer Runde ereignete sich im
Streckenabschnitt Wehrseifen, direkt in der Linkskurve nach der Brücke, ein
Unfall zwischen 2 Porsche-Fahrzeugen wobei das eine Fahrzeug seine
Kühlflüssigkeit über die Strecke ergoss. Der Porsche sowie ein
Abschleppfahrzeug und reichlich Streckenposten mit gelben Fahnen versuchten die
Unfallstelle zu sichern und so konnte Ralph-Peter Rink mit vielen Anderen
sicher die Unfallstelle passieren. Leider jedoch waren ausgerechnet die beiden
stärksten Konkurrenten und ein Clio auf dem Kühlwasser ausgerutscht und
steckten bereits ineinander. Ralph-Peter Rink traute seinen Augen nicht als er
den roten Lenzen-Peugeot sowie den weißen Fleper-Peugeot
ineinander steckend neben der Strecke sah. Insgeheim schoss ihm plötzlich durch
den Kopf: „So jetzt sind wir Erster“. Nachdem nun auch die
Videoaufnahmen in You Tube über diesen Unfall zu
besichtigen waren, müssen wir leider wieder einmal feststellen, dass eine
Fahrerbesprechung in der wieder einmal eindringlichst
auf das Schwenken und den Sinn der gelben Fahnen hätte hingewiesen werden
müssen, sinnvoll gewesen wäre. Dieser Unfall wäre für alle Beteiligten
vermeidbar gewesen, hätte man anständig seine Geschwindigkeit reduziert und die
Gefahrenstelle mit angepasster Geschwindigkeit passiert. Auf dem Video ist
eindeutig erkennbar, dass gelbe Fahnen geschwungen werden, ein Streckenfahrzeug
auf der Strecke parkt, ein verunfallter Porsche deutlich erkennbar ist und
Menschen „Helfer“ auf der Strecke umher laufen. Wie – stellt
sich da die Frage – kann man hier so verantwortungslos schnell in eine
Unfallstelle hineinfahren, dass man selbst auf der anderen Seite in der
Leitplanke bzw. schon gestrandeten Fahrzeugen endet. Dazu noch in der ersten
Runde wo sowieso im Rennen noch nichts entschieden wird, ist dies einem
langjährigen erfahrenen Piloten völlig unverständlich. Aber wie dem auch
sei………….so profitierten wir von dem Pech der anderen
und lagen danach kommod in Führungsposition unserer Klasse. Beim ersten Stopp
und der Übergabe an Christopher Rink musste beim Tanken leider festgestellt
werden, dass wir nicht die vorgeschriebene Gesamtliterzahl in unseren Tank
hineinbrachten. Der Grund blieb uns leider unerklärlich, somit konnte
Christopher Rink nur 4 Runden fahren und wir mussten ihn für einen weiteren
Tankstopp an die Box holen. Bei diesem weiteren Stopp konnten wir wieder ganz
problemlos den Tank randvoll füllen, so dass Christopher Rink für weitere 6
Runden ins Rennen ging. Wir hatten zwar etwas Vorsprung auf unsere weitere
Mitstreiter Hömberg/Crespo,
vielen jedoch durch diesen unplanmäßigen Tankstopp hinter die beiden zurück.
Wir glaubten jedoch fest an den Wetterbericht, der ab ca. 15.30 Uhr Regen
voraussagte und wir somit sowieso noch einen weiteren Stopp hätten einlegen
müssen, um Regenreifen aufzuziehen und hierbei gleichzeitig auch nochmals zu
tanken. Bei der Übergabe von Christopher Rink an Ralph-Peter Rink berichtete
Christopher bereits schon von merkwürdigen Geräuschen aus dem linken vorderen
Radkasten sowie auch einem etwas merkwürdigen Fahrverhalten unseres Fahrzeuges.
Nach einer Runde hielt jedoch Ralph-Peter Rink für sinnvoller nochmals die Box
anzusteuern, um dieses fürchterliche Geräusch und Reifenschlagen untersuchen zu
lassen. Es schien so als sei ein Radlager beschädigt, die Antriebswelle nicht
richtig fest oder ein Stossdämpfer gebrochen. Die Boxenmannschaft konnte jedoch
zunächst nichts auffälliges finden und so ging
Ralph-Peter Rink wieder ins Rennen. In der Zwischenzeit hatte Hömberg leider einen Getriebeschaden erlitten und war somit
auch aus dem Rennen und wir lagen mit ca. 3 Runden Vorsprung vor dem Team von
Jürgen Müller. Als das Fahrverhalten und die Geräusche immer schlimmer wurden
und zu befürchten war, dass wir das Rennen auch nicht beenden können,
entschieden wir uns dazu eine kurze Pause von ca. 2 Runden an der Box
einzulegen, um dann nur noch die letzte Runde in Angriff zu nehmen und den
sicheren 2. Platz nach Hause zu fahren. Der Gedanke war noch gar nicht richtig
zu Ende gedacht, als durch einen heftigen Unfall kurz vor dem Karusell und stark einsetzenden Regen das Rennen ca. 2
Runden vor Schluss abgebrochen werden musste. Dieser Umstand kam uns natürlich
sehr entgegen und somit haben wir unser Rennen als Klassensieger beenden
können.
Das nächste Rennen in 3 Wochen wird das
6h-Rennen sein und bis dahin haben wir genügend Zeit unser Auto nochmals
unseren Ansprüchen entsprechend bestens vorzubereiten, so dass wir auch dort
wieder dank unserer hervorragenden Vorbereitung einem Sieg entgegen fahren
werden können. In der Peugeot-Trophy liegen wir nach
dem bereits nun 3. Sieg, einem 2. und 4. Platz mit 20 Punkten Vorsprung in
Führung und werden diese auch beim nächsten Rennen – komme was wolle
– nicht verlieren können. Wir hoffen und wünschen sehr, dass alle anderen
Teams ihre Fahrzeuge bis zum 6h-Rennen wieder fertig bekommen werden, so dass
ein volles Starterfeld in der Peugeot-Trophy an den
Start gehen kann. Leider ist ja mein langjähriger Mitfahrer Frank „Hoppel“ Lohmann nicht mehr auf Peugeot unterwegs, da
der Teamchef Peter Utsch es vorzog ein Peugeot Clio
RS zu kaufen, um mit diesem die weitere Saison zu bestreiten. Somit ist ein
Peugeot weniger in der Meisterschaft am Start.
Also liebe Fans und Freunde freut
euch auf ein schönes und spannendes 6h-Rennen.
Bis bald
euer Rink Racing
Team
4. VLN-Lauf am 13.06.2009
Hallo liebe Fans,
an einem wunderschönen Samstag im Juni, der
jedoch leider der 13. war, begannen wir unseren 4. Langstreckenpokallauf.
Nachdem wir die etwas längere Pause über das 24h-Rennen hinweg nutzten, um
unser Fahrzeug weiterhin zu verbessern, in dem wir Gewicht hinaus schafften und
das Fahrwerk noch einmal veränderten, hofften wir, dass diese Arbeiten in
schnellere Rundenzeiten zeigen würden. Das Training an diesem schönen sonnigen
Samstagmorgen konnte ohne Probleme in Angriff genommen werden und führte sofort
zu deutlichen Zeitverbesserungen. Jedoch war die bekannt schnellere Konkurrenz
etwas voraus, so dass wir uns auf eine allerletzte schnellste Runde
konzentrieren mussten. Diese ging jedoch leider in die Hose, weil am Flugplatz
der Abflug eines schnellen Porsches zu Gelb führte und die Runde somit nicht
mehr zu einer Zeitverbesserung führen konnte. Dies bedeutete für uns den 4.
Startplatz. Startfahrer Ralph-Peter Rink konnte am Start jedoch sehr schnell
den Anschluss an die beiden Führenden herstellen und fuhr in seinem ersten Turn
auf den 3. Platz liegend, in sehr engem Abstand, hinter den ersten beiden
Peugeot hinterher. Nach 6 Runden fand der erste Fahrerwechsel statt und
Christopher Rink übernahm das Fahrzeug. Auch er konnte bis zur 10. Runde die
Position des 3. Platzes halten, als das Rennen durch zwei schwere Unfälle
bedingt abgebrochen werden musste. Bis zur Bergung der Unfallfahrzeuge und
Räumung der Strecke vergingen ca. 2 Stunden und es stand ein 2. Start bevor und
eine Restfahrtzeit von 1 Stunde und 40 Minuten. Aufgrund der engen Abstände
unter den Peugeot’s hatten wir nun den 3.
Startplatz inne und standen direkt hinter den beiden schnelleren Peugeot’s in der Startauf-stellung.
Den 2. Start musste wieder Ralph-Peter Rink fahren und konnte sich direkt beim
Start bis an die Spitze durchsetzen und übernahm bereits auf dem Grandprixkurs die Führung. In den ersten beiden Runden
konnte ein kleiner Vorsprung herausgefahren werden, bis es in der 3. Runde
wieder ans Überholen von langsameren Teilnehmern ging, wodurch wir etwas
aufgehalten wurden. Im Zuge dessen kam Bernd Homberg
mit seinem Peugeot wieder an uns heran und wir hatten in der 3. Runde ein
beherztes Duell auf der Nordschleife und auf dem Grandprixkurs.
Ein erfrischender Kampf auf Millimeter, der fair und sauber von beiden Fahrern
durchgeführt wurde, endete für uns jedoch in der
Hatzenbach, als die Stabilisatoraufhängung am rechten Federbein abbrach und der
abstehende Stabilisator von innen her das rechte Vorderrad aufschlitzte. Ein
plötzlicher Reifenplatzer, direkt in der Rechtskurve
am Flugplatz, führte dann zum jähen Ende der schnellen Fahrt. Da der
Reifenlappen vehement im Radhaus herumschlug, konnte nur eine sehr sehr langsame Weiterfahrt bis Breitscheid erfolgen, da das
der nächste Punkt war, an dem man problemlos die Strecke verlassen kann, um
evtl. ein neues Rad zu finden. Nachdem da zufällig ein Rad herumlag, gelang es
Ralph-Peter Rink dieses zu wechseln und die Fahrt mit ca. 2 Runden Verlust
wieder aufzunehmen. Beim direkt folgenden Boxenstopp und Fahrerwechsel wurde
das Fahrzeug nochmals kontrolliert und auch auf der linken Seite ein neuer
Vorderreifen aufgezogen. Christopher Rink übernahm das Steuer für die letzten
Runden. Er meldete jedoch, dass die Fahrt ohne Stabilisator deutlich
schwammiger ausfiel und er somit nicht mehr so schnelle, jedoch sichere Runden,
fahren wolle, um das Rennen noch zu beenden. Nachdem wir dann noch sicher ins
Ziel gekommen waren, mussten wir auf die Addition der beiden Läufe warten, um
festzustellen welchen Platz wir letztendlich belegen sollten. Da 2 Fahrzeuge
ganz ausgefallen waren und ein weiterer Kontrahent noch langsamer war, konnten
wir durch die Addition der beiden Läufe den 4. Platz von 7 gestarteten belegen.
Nach einer zunächst sehr erfolgreichen Fahrt, die mit Sicherheit unter normalen
Umständen auf Platz 2 geendet hätte, war dieses Ergebnis für uns natürlich
enttäuschend. Resignierend können wir jedoch feststellen, dass unsere
Veränderungen in den letzten Wochen dazu führten, die Fahrzeiten nochmals um
deutliche 10 Sekunden zu reduzieren und auch Christopher Rink inzwischen seine
Rundenzeiten an die seines Vaters fast schon anpassen konnte. Wir gehen also
davon aus, in den nächsten Rennen weiterhin an der Spitze mit zu fahren.
Wir wünschen allen unseren Fans und Freunden
viel Spaß und hoffen weiterhin auf eure gute Unterstützung.
Vielen Dank
euer
Rink Racing-Team
3. VLN-Lauf am 02.05.2009
Zum dritten Lauf zur
Langstreckenmeisterschaft sollte uns ein sehr schönes Maiwochenende
bevorstehen. Mit dem Feiertag am Freitag begann es bereits Rennsport mäßig mit
den
DTM-Revival-Fahrzeugen, alte BMW M3, Mercedes, Opel
Omega usw., waren zum Ring geladen für ein Showfahren.
Dies zog natürlich bei strahlendem Sonnenschein bereits am Freitag reichlich Zuschauer
an. Auch wir haben den Freitagnachmittag genutzt, um im freien Training
nochmals einige Runden zu fahren und unsere Fahrwerkverbesserung zu
kontrollieren. Leider mussten wir feststellen, dass wir immer noch einen
eklatanten Fehler eingebaut hatten, den wir aber nach reiflicher Überlegung am
Abend noch beheben konnten. Beim morgendlichen Training am Samstag stellte sich
diese Verbesserung erheblich heraus und die Fahrwerkeinstellungen unseres
Fahrzeuges lagen jetzt ungefähr da, wo wir sie haben wollten. Es hatten 7
Peugeot und der Mini in unserer Klasse genannt und nahmen das Training auf.
Leider mussten jedoch recht früh das Team Tönnes/Utsch ihren Peugeot nach Unfall in der Hatzenbach
abstellen, sowie auch der Peugeot des Autohaus Lenzen, der am Flugplatz durch
Unfall stark beschädigt wurde, schied somit frühzeitig aus. Wir konnten den 2.
Startplatz erzielen und Ralph-Peter Rink ging somit als Startfahrer direkt
neben seinem alten Rennkumpel Frank Lohmann ins Rennen. Durch mehrere
BMW-Fahrzeuge aufgehalten, konnten wir leider nicht direkt dem erstplatzierten
Peugeot dicht folgen, hatten jedoch immensen Spaß in den nachfolgenden Runden,
in denen Ralph-Peter Rink vor Frank Lohmann im Meter-Abstand seine Runden zog.
Leider beendete dies Lohmann vorzeitig als er bereits nach 5 Rennrunden an die
Boxen zum Tanken einbog. In der folgenden letzten Runde im ersten Turn von
Ralph-Peter Rink fuhr jedoch ein zur Überrundung vorbeigelassener BMW ans
rechte Hinterrad. Dies führte zu einem Beinaheabflug, der jedoch gleichfalls
mit dem BMW gerade so verhindert werden konnte. Warum diese Fahrer, die einen
überrunden, dabei so unvorsichtig sind, sich selbst und andere gefährden,
bleibt uns nach wie vor ein Rätsel. Selbst wenn man mit einem kleineren,
langsameren Auto reichlich Platz lässt, sind sie nicht in der Lage problemlos
an einem vorbei zu fahren. Die hintere Felge sowie der Reifen waren zerstört,
der Reifen verlor zum Glück nur langsam Luft, so dass ein gerade noch halbwegs
problemloses Ankommen an die Box gewährleistet war. Alles in allem kostete uns
diese blödsinnige Aktion jedoch gute 50 Sekunden und wir fielen recht weit auf
den 3. Platz zurück. Christopher Rink fuhr dann einen recht problemlosen 2.
Turn und übergab das Auto mit knappen Rückstand zum 3. Turn wieder an
Ralph-Peter Rink. Dieser konnte dann, nachdem auch Lohmann an Herrn Utsch übergeben hatte, wieder etwas von dem Rückstand
aufholen und es begann ein recht enger Endspurt. Lohmann/Utsch
hatten jedoch erhebliche technische Probleme durch Motoraussetzer und haben
nach einem Boxenstopp die Sache zwar wieder zum Laufen gebracht, jedoch
entsprechend viel Zeit verloren und fielen zurück von ihrem 2. Platz auf den 4.
Platz. Dies führte dazu, dass wir bereits vor dem 4. und letzten Turn von
Christopher Rink wieder den 2. Platz inne hatten und hofften evtl. durch
schnelle Zeiten von Christopher Rink sogar noch um den Sieg kämpfen zu können.
Das Auto von Homberg lag jedoch mit über 30 Sekunden
Vorsprung auf Siegerkurs und es schien in den restlichen 5 Runden kaum möglich,
dies aufzuholen. Wir entschieden uns schon für eine gute Fahrt auf den 2.
Platz, als plötzlich auch das Fahrzeug von Homberg
technische Probleme bekam. 2 Runden vor Schluss funkte Christopher Rink
plötzlich, dass er das stehende Fahrzeug von Homberg
gerade überholt hat und somit lagen wir auf Platz 1. Bei der nächsten
Durchfahrt bei Start und Ziel stellte sich heraus, dass Homberg
das Auto zwar wieder zum Laufen gebracht hatte, jedoch 35 Sekunden hinter uns
lag. Somit musste Christopher Rink nur noch die letzten 2 Runden ohne Probleme
überstehen und wir konnten unseren 2. Sieg feiern. Dies gelang Christopher Rink
hervorragend und somit konnten wir zum 2. Mal unsere Peugeotklasse gewinnen.
Nachdem unser Fahrzeug in den ersten 3 Läufen problemlos lief und mit so gut
wie keinen Beschädigungen davon kam, haben wir die Saison besser als jemals
erwartet begonnen. Wir liegen nun souverän an der Spitze der Peugeotwertung und
haben auch nicht vor in den nächsten Läufen daran etwas zu ändern. Mit weiteren
kleinen Verbesserungen werden wir das Fahrzeug sicherlich noch schneller
bekommen und hoffen sehr, dass auch die Standfestigkeit uns nicht im Stich
lässt.
Da wir das 24h-Rennen nicht bestreiten haben wir also einige Zeit
bis zum 4. Langstreckenpokallauf.
Bis dahin wünschen
wir euch alles Gute, tschüss…………..
euer
Rink-Racing Team
Die Saison 2007/2008 wird
hiermit beendet.
35. ADAC-24h-Rennen
2007
Die schlimmste Runde in einem Rennen
ist die Letzte !!!
Hallo Fans,
wir haben geglaubt alles Positive und Negative im
Motorsport erlebt zu haben, jedoch in einem 24h-Rennen in der letzten Runde
durch einen unverschuldeten Unfall noch den Klassensieg und das Auto zu
verlieren, ist eigentlich kaum vorstellbar. So ist es jedoch geschehen, dass
unser Zielfahrer Andreas Weiland im Streckenabschnitt zwischen Klostertalkurve und Karusell von
einem VW Golf mit der Startnummer 101 brutalst am
Heck angefahren wurde und sich daraufhin mehrfach überschlug. Fotos hierzu
könnt ihr euch unter www.motorsport-xl.de
(auf der Startseite das Datum 11.06.2007 bis 11.06.2007 eingeben) anschauen.
Der wohl zu diesem Zeitpunkt blinde ältere Golf Fahrer Dr.
Ulrich Hackenberg war sich natürlich keiner Schuld bewusst und hatte unser
Fahrzeug wohl übersehen. Somit stellt sich die Frage: Wieso man in der letzten
Runde eines 24h-Rennens, in der bereits alle Positionen besetzt sind und
sämtliche Fahrer mit gemäßigtem Tempo, den Zuschauern winkend, ihre letzte Runde
absolvieren, mit solch hohem Tempo und so unachtsam fahren kann? Hier sollte
Volkwagen Motorsport einmal überdenken, ob sie für ihre älteren
Vorstandsmitglieder nicht ein besseres Betätigungsfeld finden könnten.
Unser bis dahin sicher geglaubter Klassensieg wurde uns
somit in Sekundenschnelle jäh und abrupt geraubt. Aus glücklichen und freudigen
Menschen wurden fahle, ungläubige Mumien. Für die gesamte Mannschaft brach ein
erhoffter Traum zusammen. Ganz zu schweigen von dem verlorenen Klassensieg, mussten
wir auch noch einen völlig zerstörten Civic beklagen, der bis dahin, trotz
aller schwierigen Wetterbedingungen technisch und optisch makellos geblieben
war.
Unser Rennen hatte Startfahrer Ralph-Peter Rink
hervorragend begonnen und konnte unser Auto unter den schweren Regenbedingungen
bereits vom 8.Startplatz in kurzer Zeit auf den 2.Klassenplatz vorfahren.
Andreas Weiland, der das Fahrzeug übernahm, sowie auch der darauf folgende
Fahrer Peter Rikli, konnten das Fahrzeug in ihren Turns weiter nach vorne bringen, so dass wir gegen
Mitternacht den 1. Platz in unserer Klasse belegten. Als es begann stark neblig
zu werden, konnten unsere erfahrensten
Nordschleifenspezialisten Ralph-Peter Rink und dann auch Andreas Weiland
weiterhin schnellste Rundenzeiten fahren und unseren Vorsprung bis zum
Rennabbruch gegen ca. 04.00 Uhr auf 3 Minuten und 3 Sekunden zum
Zweitplatzierten der Klasse weiter ausbauen. Beim Re-Start um 09.30 Uhr konnte
der auch bereits Nordschleifen erfahrene Peter Rikli
mit permanent schnellen Runden und der schnellsten gezeiteten
Runde unserer Klasse, sämtliche Angriffe der Konkurrenz abwehren. Auch Jeff Stoeckli, der das Steuer von Peter Rikli
übernahm, konnte als Rallyespezialist den Slick
besohlten Civic bei einsetzten Regen in alter Rallyemanier, mit der Handbremse,
um die Strecke treiben. Mit weiterhin schnellen Rundenzeiten wurden somit
unsere Mitstreiter völlig demoralisiert. Bei dem anstehenden planmäßigen
Boxenstopp wurde das Auto von Slicks auf Regenreifen
umgerüstet und Ralph-Peter Rink konnte, der sich in seinem Element befand, um
weitere ca. 30 Sekunden pro Runde der Konkurrenz enteilen.
Als Andreas Weiland zu seinem Schlussturn
das Auto übernahm, lagen wir bereits mit 15 Minuten Vorsprung zum Klassenzweiten in Führung. Andreas hatte nur noch die
Aufgabe unser Auto heil und sicher ins Ziel zu bringen.
Leider……………………leider
kam unser Auto, wie bereits oben beschrieben, nie im Ziel an. Die letzte Runde
wurde durch einen unglaublichen Unfall abrupt beendet, wobei zum Glück Andreas
völlig unbeschadet dem zertrümmerten Civic entsteigen konnte.
Der Frust sitzt sehr tief und wird auch noch einige Wochen
anhalten und dieses schreckliche Ereignis hat sich in unseren Herzen und
Gedanken eingebrannt.
Wir danken dem „Rikli-Motorsport-Team“
für die tadellose Vorbereitung und Durchführung dieses Wochenendes und wer
weiß, ob wir jemals unter solch schönen Bedingungen nochmals zusammenkommen
werden. Besonderer Dank gilt Erwin Rikli für die
erfahrene Teamführung. Desweiteren danken wir uns
auch besonders dem Fahrzeugeigentümer und Finanzier Christoph Lötscher, der uns
mit seinen Sponsoren eine Teilnahme überhaupt erst ermöglicht hat.
Danke, danke an alle und wir sind sehr traurig, dass wir
unsere Fans nicht mit dem sicher geglaubten und schon in den Händen gehaltenen
Klassensieg belohnen konnten.
Herzlichst
euer Rink-Racing-Team
Ralph-Peter Rink und Andreas Weiland
Die Saison
2005 wird hiermit beendet. Weitere Informationen erhaltet ihr jetzt unter der
Rubrik „News“
Rennbericht 11.
VLN 05.11.2005
5. Sieg ! 3. in Folge !!!
Kein Glück für Meistertitel
Wir haben unseren 5. Klassensieg und Gruppensieg in der
VLN eingefahren.
Leider hat es aber nicht zum Meistertitel gereicht. Das Fleper-Team hatte trotz ihrem Pech doch noch jede Menge
Glück. Das hatten wir dieses Jahr nicht.
Wir gratulieren aber gerne Norbert Bermes,
Harald Tönnes und Marcel Engels zum Meistertitel im
Honda Civic Type-R Pokal.
Das Training war zunächst auf feuchter Strecke gestartet
worden, doch zum Ende hin trocknete es wieder ab, so dass die schnellsten
Zeiten wieder einmal zum Schluss fallen sollten. Wir hatten leider Pech damit,
denn als Andreas seine Runde fuhr, kam er leider an der hohen Acht auf eine
Ölspur, ja ja „Oelspur“,
drehte sich und blieb nach leichtem Leitplankenkontakt auf der nassen Wiese mit
den Slicks stehen. Dort konnte er aus eigener Kraft
nicht mehr losfahren und so war das Training für uns gelaufen.
Die Rundenzeit von mir im Nassen reichte nur zum
„9.“ Startplatz in unserer Klasse. In der Startaufstellung waren
jedoch noch weitere Fahrzeuge, aus anderen Klassen, zwischen uns und der Spitze
unserer Klasse. Bermes/Tönnes/Engels
belegten die 1. Startposition, dahinter folgte Unteroberdörster/Ecker
und Hardt/Tschornia.
Es war an Andreas den Start zu fahren und sich vom letzten
Drittel der Startgruppe an die Spitze zu fahren. Das wurde harte Arbeit aber
sollte kein Problem sein. Andreas bewies wieder einmal seine allerbesten
Fahrerqualitäten und schaffte es tatsächlich bereits in der zweiten Runde das
Führungsduo von Unteroberdörster und Engels zu
sprengen. Er konnte sich im Verlauf der nächsten Runden an die Spitze setzen
und kam dann nach sieben Runden zum Boxenstopp. Leider war diese eine Runde zu
viel, denn bei dem hohen Tempo von Andreas, keine Runde über 10,00 Minuten,
wurde mehr Sprit verbraucht, so dass er in der letzten Runde einige Aussetzer
bekam. Das kostete uns ca. 25 Sek und Unteroberdörster konnte die Spitze übernehmen.
Mir gelang es zwar den Rückstand auf ca. 10 Sek zu verkürzen jedoch nicht Unteroberdörster
einzuholen. Derweil machten unsere Hauptgegner einen fatalen Fehler. Tönnes verbremste sich in der Klostertalkurve
und kam aufs nasse Gras und von da direkt in die Leitplanke. Die Stoßstange
ging zwar zu Bruch, aber dank einer zusätzlichen Verstrebung unter der
Stoßstange konnte das Auto nach einer kurzen Reparatur an der Box die Fahrt
fortsetzen. Das Fleper-Team war zwar zunächst auf den
6. Platz zurückgefallen, konnte aber, nachdem ihr zweites Auto des Russen Gorban
Valeriy von merkwürdigen Aussetzern geplagt wurde
schnell wieder auf den fünften Platz vorrücken. Dieser 5. Platz hätte ihnen
aber nicht gereicht die Meisterschaft zu gewinnen. Uns schon
! Leichte Hoffnung kam auf, denn Uetrecht/Fricke
und Schumacher/Breuer lagen mit Vorsprung zwischen Bermes/Tönnes/Engels.
Leider begann es im letzten Viertel dann zu regnen. Leider
deshalb weil Schumacher/ Breuer versuchten auf Slicks
weiterzufahren, was Sie jedoch so langsam taten, dass die Fleper`s
hier leicht vorbeikamen. Der vierte Platz reichte jetzt sowieso schon für Bermes/Tönnes/Engels zum
Meistertitel, so dass es dann auch egal war, daß Uetrecht/Fricke einen sehr langsamen Reifenwechsel
vollführten wobei man noch Zeit sah, eine Minute lang die Scheibe zu putzen und
Bermes/Tönnes/Engels bequem
den dritten Platz übernehmen konnten. Egal,
wir haben dann eine Runde vor Schluss den
1.Platz übernommen und unseren fünften
Sieg eingefahren, und das von ganz hinten in der Startaufstellung!
Dies zeigte wieder einmal unsere diesjährige Dominanz in
dieser Klasse, denn bei allen Läufen waren wir an der Spitze. Auch bei unseren
drei Ausfällen lagen wir in Führung, die teilweise mehrere Minuten betrug. Es
war jedoch die Technik die uns dann leider im Stich gelassen hat. Beim 24h-Rennen haben wir ebenfalls in Führung liegend dann
mehrere technische Probleme bekommen, die uns weit zurückgeworfen haben. Durch
einen fahrerischen Kraftakt haben wir es jedoch wieder auf den 4. Platz am Ende
geschafft.
Dieser Punkteverlust, gegenüber Bermes/Tönnes/Engels die das 24h-Rennen
gewannen, sollte jedoch jetzt dazu führen, dass wir die Meisterschaft knapp
verpasst haben.
Mit 5 Klassen und Gruppensiegen, einem 2. Platz und zwei
vierten Plätzen, bei einer spektakulären Saison, demonstrierten Ralph Peter
RINK und Andreas WEILAND einmal mehr, dass der Weg zum Titel im nächsten Jahr
ganz klar nur über RINK/WEILAND führt.
Wir freuen uns drauf!
Danke allen Freunden, Fans und Sponsoren für ihre
Unterstützung ohne die wir niemals so viele Erfolge in den letzten Jahren
hätten einfahren können.
Besonderen Dank natürlich auch an Andree und Manfred Schmack, die uns ein immer perfekt vorbereitetes Auto
hingestellt haben.
Euer
Rink-Weiland Racing Team
Ralph P.
Rink
Rennbericht 9.
VLN 08.10.2005
Sieg !
Es geht doch noch
Wir haben einen glatten, endlich mal wieder, problemlosen
Start-Ziel Sieg einfahren können.
Nach anfänglichem Nebel, konnte das Training erst ca. eine
Stunde verspätet aufgenommen werden.
Uns reichte es zum zweiten Startplatz.
Ralph P.Rink hieß diesmal der
Startfahrer zum 4 Stunden Rennen.
Bei strahlendem Sonnenschein und vielen Zuschauern wurde
das Rennen dann um ca. 12.45 Uhr gestartet.
Gleich am Start konnte ich bereits Startfahrer Bermes überholen und einige Meter Vorsprung rausfahren. Leider gab es viele Gelbphasen im ersten Turn
die Bermes nutzen konnte, um immer wieder
heranzufahren, so dass ein absetzen von mir nicht möglich war.
Somit hatten wir ein spannendes, schönes und faires
Rennen.
Andreas konnte in seinem Turn dann bei freier Fahrt auch
die schnellste Rennrunde der Klasse markieren und uns einen ca. 10 Sekunden
Vorsprung rausfahren.
Den zu halten war in meinem zweiten Turn kein Problem,
alsdann die Fleper Truppe leider noch mit Motorschaden
aufgeben musste, war unser Sieg kein Problem mehr.
Andreas konnte gemütlich fertig fahren, denn Unteroberdörster, der alleine fuhr, lag ca. 2,30 Minuten
hinter uns. Dritte wurden Schumacher/Schneider.
Wir haben wieder Hoffnung auf den Titel im Honda Cup, aber
leider nur, wenn wir auch mal vom Pech der Anderen profitieren können.
Also liebe Fans, drückt weiterhin
die Daumen.
Euer
Rink-Weiland Racing Team
Ralph P.
Rink
Rennbericht 8.
VLN 24.09.2005
Die Defekthexe lässt uns nicht mehr los !
Der 8. Lauf begann zunächst wie erwartet mit einem
Startplatzduell, dass erstaunlicherweise Schumacher/Schumacher mit weitem
Vorsprung für sich entscheiden konnten, vor uns und Bermes/Tönnes/Engels. Auf dem
vierten Platz stand Giesbrecht/Scheuring/Keutmann, Startplatz 5. belegten Totz/Schneider/Lohmann
auf einem zweiten, von Schmack Motorsport zur
Verfügung gestellten und uns betreuten Civic. Frank Totz
bestreitet damit die letzten VLN Läufe und wird das Auto dann für nächstes Jahr
übernehmen.
Start Rennen.
Andreas war Startfahrer und
übernahm sofort, eingangs Mercedes Arena die Führung, dicht gefolgt von
Schumacher, Marcel Hoppe und Frank Totz. Das grüne Auto mit St.Nr.
501 hatte sich leider gedreht und kam erst etwas später in die Gänge.
Somit an der Spitze nicht neues,
Andreas baute seinen Vorsprung langsam aus, jedoch konnte ihm Schumacher lange
Zeit dicht folgen. Aber hierauf lag nicht unser Augenmerk, denn es ging
hauptsächlich darum so weit wie möglich vor der St.Nr.
501 mit Bermes/Tönnes zu
bleiben. Das sah zunächst auch ganz gut aus, denn Sie lagen nur auf Platz 6.
Als Frank Totz vor dem ersten Boxenstopp schon
langsamer wurde, begannen unsere Leute einen unplanmäßigen Reifenwechsel
vorzubereiten, denn Frank hatte an den Vorderrädern ein Problem. Leider kam
dadurch Bermes/Tönnes sehr
nah auf und es fehlte fortan ein Auto mehr zwischen uns und ihnen. Leider waren
auch schon durch schlimme Unfälle Giesbrecht/Scheuring/Keutmann und Marsani ausgefallen.
Auch Uetrecht/Fricke hat die Defekthexe getroffen,
denn sie verloren den Tank, bzw. Tankband gerissen, was ja leider bei uns auch
schon einmal letztes Jahr beim 24h Rennen passiert ist. Nach dem ersten Stopp
lagen wir also weiterhin mit über einer Minute in Führung, gefolgt von Unteroberdörster auf den Egger Auto, der sich alleine
fahrend schon schön nach vorne gearbeitet hatte. Schumacher und Totz waren nach hinten gereicht worden und Bermes lag auf dem dritten Platz.
Plötzlich kam Andreas völlig unverhofft an die Box mit
einen Reifenproblem vorne links.
Wir tankten und wechselten die
Reifen und suchten auch noch nach einem Fahrwerksproblem von dem Andreas
berichtet hatte. Dies alles hat uns natürlich viel Zeit gekostet und damit weit
zurückgeworfen. Als ich nun weiterfuhr lagen wir nur noch auf Platz 5. Zunächst
konnte ich noch ein paar schnelle Runden fahren und auf Platz vier vorkommen,
jedoch machten sich immer schlimmer werdende Vibrationen von der Vorderachse
her am Auto bemerkbar. Es wurde nach jedem Bremsen schlimmer und auch der
Bremsdruck wurde beim ersten Anbremsen immer weniger, Also ein klares Problem
mit den Bremsscheiben, die so stark vibrierten, dass sie die Bremskolben
zurückschlugen und der erste und dann auch der zweite Tritt immer ins leere
ging.
Ich musste also vor jeder Kurve mehrmals „pumpen“
um Druck aufzubauen.
Eigentlich hätte ich das Rennen
beenden sollen, da die Gefahr eines Unfalls sehr hoch war. Aber wir wollten
doch auch noch einige Punkte retten für die Meisterschaft. Ich fuhr also weiter
und so kam es, daß ich nach dem langen Bergaufstück, das ohne Bremsen vom Bergwerk bis Klostertal gefahren wird, beim anbremsen der langen
Rechtskurve an der Steilstrecke plötzlich nach viermaligen „pumpen“
immer noch keinen Bremsdruck hatte jedoch die Straße zu ende war
! Also was machen? Ich wollte die Steilstrecke als Auslauf nutzen jedoch
war leider das Tor zu ! Schei….
Ich entschied mich dann im letzten Moment zum einlenken und querstellen des
Autos mit Hilfe der Handbremse, wie beim Rallyfahren,
damit ich nicht frontal in die Leitplanke einschlage. Das hat geklappt und so
schlug das Auto quer über links vorne in die dort zum Glück befindlichen
Reifenstapel ein.
Der Einschlag war leider doch so
hart, dass ein weiterfahren zunächst nicht möglich war. Auch hatte ich keinen Strom
mehr, denn der Hauptschalter unter der Motorhaube war rausgeflogen. Bis ich
zurückgezogen war und ich die Motorhaube öffnen konnte verging viel Zeit. Ich
konnte das Auto aber wieder starten und einige Zuschauer halfen mir noch den
Kotflügel und die Stoßstange wegzubiegen, sodaß ich doch noch wenigstens ins Ziel fahren konnte.
So gab es für uns noch einen sechsten Platz, da ja alle
anderen, wie genannt, schon recht früh ausgefallen waren.
Trotzdem sehr trauriges Ergebnis
wenn man sieht wo wir immer zu Beginn liegen und das wir alle Rennen bis jetzt,
mit großem Vorsprung, hätten locker gewinnen können.
Auch traurig, dass unsere
Hauptkonkurrenten in der Meisterschaft , die „Grünen“ auf ihrer
Internetseite meinen, wir würden zu unfairen mittel greifen und Herrn Totz bezichtigen gegen sie gefahren zu sein. Das ist
schlichtweg eine Unverschämtheit. Hier darf ich die grünen Herren vielleicht
noch mal daran erinnern was sie vor zwei Jahren mit uns gemacht haben ! Als sie im letzten Rennen auch ein zweites Auto
stark besetzt, auch mit einem Herrn Tönnes,
einsetzten um uns zu blockieren. Als wir ausgefallen waren mussten
sogar Venn/Allen das Rennen beenden um dem anderen
Auto die Punkte zu schenken. Wohl alles schon vergessen ?
Na dann sollten sie mal den Peter Venn fragen, wie
sauer der damals deswegen war, er hätte nämlich diese Rennen gewonnen.
Und welche unterste Schublade
wurde denn von den“Grünen“ geöffnet als
sie zu Herrn Ecker gingen um ihn aufzufordern Uwe Unteroberdörster
solle sich zurückfallen lassen damit sie gewinnen können !
Als Ecker das natürlich nicht wollte hat man ihm einen schon geschriebenen
Protest unter die Nase gehalten, gegen seine angeblichen Magnesiumfelgen, die
aber keine sind. Hat man das als
Tabellenführer nötig? Also wer zieht hier wohl untere Schubladen auf und begibt
sich auf niedrigstes Nivau? Der Schreiber der
„Grünen“ sollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen sonst
könnte es passieren das er mal rausfällt bei all dem
Blödsinn den er da schreibt.
Wir jedenfalls freuten uns mit Ecker/Unteroberdörster
über ihren ersten Sieg und gratulierten ihnen.
Wir haben auch bisher alle Siege Norbert Bermes und Harald Tönnes gegönnt
die ja im letzten Jahr auch nur Pech hatten.
Norbert, Andreas und ich sind auch
die die letzten die in den Honda Meisterschaften von Anfang an bis heute dabei
sind und alle Rennen einschl. aller 24h Rennen gefahren sind.
Wir sollten uns fahrerisch messen wie bisher und nicht von
dazugekommenen „Zerschreibern“ den Spaß
versauen lassen.
Wir kämpfen weiter wie bisher und hoffen, dass die
Defekthexe mal einige Boxen weiter zieht.
Also liebe Fans, drückt weiterhin
die Daumen.
Euer
Rink-Weiland Racing Team
Ralph P.
Rink
Rennbericht 4.5.6. und 7.VLN
Viebahn’s Erbe ?
Leider haben wir, das dominierende Team in der Civic
Klasse, das gleiche Pech wie unser Freund Jörg Viebahn
in den letzten Jahren immer. Mit schnellsten Rundenzeiten und weit in Führung
liegend den sicheren Sieg vor Augen, hat es uns jetzt mehrmals mit technischen
Defekten und Unfällen erwischt. Aber was soll es…. So ist es eben in der
Rennfahrerei…. Glück gehört eben nun mal auch dazu, aber Glück kann man
leider nicht machen. Die, die von unserem Pech profitieren, freuen sich deshalb
umso mehr.
Doch noch einmal einen kurzen Rückblick:
Die 2 VLN-Läufe nach dem
24h-Rennen, die ich nur noch einmal kurz hier ansprechen möchte, liefen soweit
unproblematisch und wir kamen zu zwei recht souveränen Klassensiegen.
4. VLN-Lauf am
11.06.2005
Trotz leichten Problemen mit der Benzinzufuhr und daraus
resultierenden Aussetzern, hauptsächlich in Linkskurven, konnten wir beim 4.
VLN-Lauf mit ca. 2 Minuten Vorsprung unsere Klasse vor den Zweiten Bermes/Thönnes/Engels sicher
gewinnen.
5. VLN-Lauf am
02.07.2005
Der 5. VLN-Lauf hielt schon etwas mehr Spannung für uns
parat, denn beim Boxenstopp, als wir von Regenreifen auf Slicks
wechseln mussten und alle Mechaniker beschäftigt waren, haben wir gegenüber der
Konkurrenz einfach zu viel Zeit gebraucht. Zu allem Überfluss löste sich auch
noch der linke Schultergurt aus der Spange, so dass er nicht mehr festgezogen
werden konnte. Andreas, der an mich übergeben hatte, konnte mit Handschuhen den
Gurt nicht mehr einfädeln und somit hat es sehr lange gedauert, bis ein
Mechaniker ohne Handschuhe frei war, um den Gurt wieder einzufädeln und mich
festzuziehen. Wir verloren daraufhin natürlich unsere Führung und rutschten
zunächst auf Platz 3 zurück. Im weiteren Verlauf konnten wir eine tolle
Aufholjagd starten und die Führung wieder zurück erobern. Beim letzten Tankstopp
jedoch, haben wir wieder 15 Sekunden liegen lassen, da wir aufgrund des großen
Verkehrs nicht an unserer Tanksäule tanken konnten, sondern eine vorher und
diese des öfteren abschaltete und das Benzin nicht so
schön laufen ließ, wie das an unserer Säule
der Fall ist. Somit rutschten wir wieder hinter Bermes
zurück. Beim letzten Turn, den ich dann in Angriff nehmen durfte, war der Hals
natürlich entsprechend dick und somit wurde volles Rohr und volle Attacke
gefahren. Ich konnte Norbert Bermes innerhalb von 2
Runden einholen und ihn dann, bei leicht einsetzenden Nieselregen ab Karussell,
Eingangs Brünnchen überholen. Auf feuchter Bahn hatte
Norbert doch sehr stark das Gas zurückgenommen und ich konnte somit wieder die
Führung übernehmen. Das Ganze war sehr glücklich, denn als wir an Start und
Ziel vorbeikamen begann es doch sehr stark zu regnen und im Bereich zwischen
Flugplatz und Schwedenkreuz hat es aufgrund ganz heftiger Regenschauer schon
sehr sehr viele Unfälle gegeben, so dass das Rennen
abgebrochen wurde. Da ich jedoch mit etwas mehr als 3 Sekunden vor Norbert über
die Ziellinie ging, wurde dieses letzte Überqueren der Ziellinie als Wertung
genommen und somit hatten wir das Rennen gewonnen. Dem waren wir uns aber
überhaupt nicht bewusst, denn wir dachten, dass die Runde zuvor gewertet wird,
in der also noch Norbert Bermes vor uns das Ziel
passierte. Somit schlichen Andreas und ich enttäuscht zur Box zurück, wurden
aber mehrfach zur Siegerehrung auf das
Podest ausgerufen, doch leider konnten wir das auf der Rückseite der Boxen
nicht hören. Nachdem aufgeregte Fans gerannt kamen und fragten, warum wir nicht
bei der Siegerehrung seien um unseren Kranz und unsere Flasche Sekt abzuholen,
schauten wir doch recht verdutzt. Norbert Bermes und
seine Fahrer Thönnes/Engels, die bereits auf dem Weg
zum Podest waren, kamen mit entsprechend trauriger Miene wieder zurück und
somit konnten wir uns letztendlich doch über den erkämpften Sieg wieder freuen.
6. VLN-Lauf am
16.07.2005
Der 6. Lauf begann zunächst wie erwartet mit einem
Startplatzduell zwischen den Brüdern Krumbach,
Bermes/Thönnes und
uns, wobei wir leider dieses extrem hohe Trainingstempo unserer Konkurrenten
nicht mitgehen wollten und uns lieber mit der Vorbereitung, sprich Anfahren der
Reifen und Bremsbeläge für das Rennen, beschäftigten. Somit standen wir nur auf
dem 4. Startplatz, denn Marcel Hoppe konnte auch noch eine schnelle
Trainingszeit auf dem Fleper-Auto hinlegen und uns
entsprechend verdrängen. Jedoch wie schon so oft hat es gezeigt, dass die
Startposition überhaupt nicht entscheidend ist und die gute Vorbereitung auf
das Rennen wesentlich wichtiger ist. Außerdem bereitete es uns mehr Vergnügen
unsere Konkurrenten bereits in der ersten Kurve und auf dem Weg dorthin, oder
kurz danach, schon wieder überholen zu können. Diese Freude in der Startphase,
die uns beide sehr motiviert, wollten wir uns nicht entgehen lassen. So kam es
dann auch, dass die Brüder Krumbach zwar enteilen konnten, ich jedoch sofort in
der Mercedesarena den 2. Platz übernahm und diesen kontinuierlich ausbauen
konnte. Unsere Hauptkonkurrenten Bermes/Thönnes fielen immer weiter zurück. Kurz nachdem Andreas
zum 2. Turn übernommen hatte, konnte er das Krumbach-Auto überholen und bog in
Führung liegend Richtung Kesselchen ein, als plötzlich das Kupplungspedal
durchfiel und die Kupplung nicht mehr trennte. Von diesem Schreck geprägt
versuchte Andreas irgendwie den 5.Gang einzulegen, was ihm jedoch
augenblicklich nicht gelang. Das schnelle auffolgende Krumbach-Auto konnte dem
deutlich langsamer werdenden Andreas in unserem Auto nicht mehr rechtzeitig
ausweichen, fuhr über die Curps und sprang recht
frontal in die Leitplanken. Die zunächst entstandene Wut Krumbach’s
auf uns ist zwar verständlich, jedoch war hier keinerlei Absicht oder sonst
etwas von uns im Spiel. Es tut uns leid, daß unser
schönes Duell so endete und haben die Sache mit den
Krumbachs ausdiskutiert. Nachdem Andreas ohne Kupplung an die Box gefahren kam,
versuchten er zwar noch mal eine kleine Runde, doch
ohne Kupplung wollte er nicht fahren. Ich ging ans Steuer, um den Versuch ohne
Kupplung zu fahren mal durchzuführen. In der Zwischenzeit hatten wir durch die
kurze Runde von Andreas und die Standzeit in der Box über 5 Minuten eingebüßt
und waren auf den 6. Platz zurückgefallen. Als ich mich so einigermaßen an das
ohne Kupplung fahren gewöhnt hatte und die entsprechende Schaltdrehzahl
herausgefunden hatte, ging es eigentlich recht zügig voran. Zeiten um 10:10 bis
10:20 waren durchaus möglich. Es waren jedoch noch gut 2 Stunden zu fahren und
ob das Getriebe das aushalten würde….. ????
Natürlich hält ein Civic-Getriebe das nicht aus. Zunächst
verabschiedete sich erst einmal der 3. Gang, aufgrund einer aufgebogenen
Schaltgabel, was auch schon bei einer funktionierender
Kupplung häufiger vorkommt. Somit hatte ich nur noch 4., 5. und 6. Gang. Das
tat dem Fahren zunächst keinen großen Abbruch, jedoch 3 Runden vor Schluss
blieb das Getriebe dann endgültig im 4. Gang stecken, dieser ließ sich auch
nicht mehr rausmachen, so dass ich also gezwungener
Maßen nur noch im 4. Gang um die Strecke fahren konnte – bei
Spitzengeschwindigkeiten von 160 km/h – eine sehr lästige Angelegenheit,
da man hier oft von der Ideallinie muss, um schnellere vorbei zu lassen. Der
schon in Sichtweite liegende 4. Platz war somit dahin und wir konnten am Ende
wenigstens noch glückliche 6. werden. Das hat uns in der Meisterschaft noch
etwas mehr Rückstand verschafft, jedoch in einem sehr knappen Punktebereich,
somit war eigentlich überhaupt nichts verloren. Lästig war lediglich, dass
hierdurch wieder Bermes/Thönnes
einen Sieg abstauben konnten, der durch unser Pech ihnen ermöglicht wurde.
So geschehen bereits beim
24h-Rennen und jetzt wieder, waren wir in Führung liegend durch einen Defekt
zurückgeworfen worden.
Aber wie bereits erwähnt: Glück gehört eben auch dazu !
7. VLN-Lauf am
27.08.2005 – 6h-Rennen -
Es sollte jedoch
noch schlimmer kommen !!!
Ein schönes Augustwochenende sollte vor uns liegen, die Temperaturen
waren recht angenehm und auch die Wetterprognosen standen alle auf gut und
sonnig. Wir hatten uns hervorragend vorbereitet, konditionell und auch unser
Auto mit neuem Getriebe, neuem Motor und sonstigen Neuteilen ausgerüstet, um
die bekanntlich lange Hatz über 6 Stunden bei recht hohen Temperaturen, wie in
den Vorjahren üblich, gut durchstehen zu können. Besondere Aufmerksamkeit galt
dieses Mal den Bremsen, die bei unseren Konkurrenten bereits immer schon nach
nicht einmal 4 Stunden kaputt sind und wir bisher da noch nie Probleme hatten.
Auch für das 6h-Rennen konnte uns unser Lieferant ganz
besonders gute Beläge zu Verfügung stellen, die klaglos die 6 Stunden
überstehen sollten. Im Training haben wir sehr sorgfältig unsere Reifensätze
angefahren, so dass wir auch hier für das Rennen bestens gerüstet waren. Es gab
eine unwahrscheinlich hohe Starterzahl von 230,
die es im morgentlichen Training nicht möglich
machte, die Rundenzeiten schneller als 10:02 werden zu lassen. Trotz den
günstigen morgentlichen Temperaturen und wie die
Autos an’s Gas gingen, war dies doch eine
schwache Zeit. Halt viel viel Verkehr. Jedoch wie so
oft haben wir keinen besonderen Wert auf die Startposition gelegt, sondern
lieber auf unsere Vorbereitung für das Rennen und somit hat uns Bermes auf den 2. Startplatz verwiesen, allerdings nur mit
4/10 Sekunden., direkt dahinter das zweite Fleper-Auto
mit Marcel Hoppe, der hier die schnelle Zeit gefahren war. Unser Wettbüro war
geöffnet. Andreas sollte den Start fahren und die Wetten standen gut, dass
Andreas bereits in der ersten Kurve an Bermes vorbei
sein sollte. Dies gelang ihm jedoch nicht – na gut, es war dann die
dritte Kurve – da hatte er Bermes dann doch
überholt und von da an legte er Tempo zu und machte mit großen Schritten
erheblichen Abstand zwischen sich und Bermes gut. Als
er mir nach 6 Runden das Auto bestens übergab, hatten wir bereits 30 Sekunden
Vorsprung vor Bermes/Thönnes
und Utrecht/Fricke. Dieser Vorsprung konnte auch von mir im zweiten Turn weiter
ausgebaut werden, sowie auch im dritten Turn wieder von Andreas auf dann fast
zwei Minuten.
Wir ließen es etwas langsamer angehen, um weiterhin
Material und Bremsen zu schonen. Ich musste in meinem zweiten Turn eine Runde
früher an die Box kommen, da der rechte Vorderreifen sich anscheinend stark
verschlechterte, was am Ende jedoch nicht der Reifen war, sondern unsere
Servolenkung, die teilweise funktionierte und teilweise nicht. Dies fühlte sich
zunächst wie ein Reifenschaden an. Der Boxenstopp war aber fast planmäßig,
sodass wir getankt und Reifen gewechselt haben, was sowieso anstand. Ich blieb
sitzen, um quasi einen Doppelturn zu fahren, so dass
Andreas dann den letzten Turn ins Ziel hätte fahren können.
Als ich dann in meiner letzten Runde, kurz vor Ende, den
Bereich Schwalbenschwanz anfuhr, bremste und zurückschaltete, brach das Auto
plötzlich hinten schlagartig aus und schleuderte mich wie auf Glatteis auf den
linken Randstreifen, über diesen hinweg, um dann von hinten kommend an dem Innencurp des Schwalbenschwanzes, (kleines Karussell) mit
dem rechte Vorderrad hängen zu bleiben. Das Auto stieg schlagartig über das
rechte Vorderrad in die Luft. Es landete recht brutal mit dem Dach auf den
Betonplatten des Schwalbenschwanzes. Die Schräge der Betonplatten führten dazu,
das das Auto nach hinten weiter hoch geschleudert
wurde und nochmals, wie von einer Sprungschanze aus, auf das Dach aufschlug. Es
drehte sich noch ein paar Mal auf dem Dach bis es dann auf dem rechten
Randstreifen, immer noch auf dem Dach, zum Liegen kam.
Ich habe ja schon viele Überschläge und Unfälle
mitgemacht, aber diese beiden harten Aufschläge direkt von oben auf das Dach,
haben meinen Körper in den Gurten, quasi wie beim Bungee-Jumping,
doch unwahrscheinlich hart zusammen gestaucht. Nach dem im Auto endlich Ruhe
eingekehrt war und ich so kopfüber in meinem Sitz hing, hörte ich von außen
doch sehr viele quietschende Fahrzeuge und auch Menschen wirr herumschreien.
Nach dem ich realisiert habe, dass ich hier auf Öl ausgerutscht war, kam mir
der Gedanke, dass dies noch anderen passieren könnte, denn Ölfahnen waren bei
mir noch keine geschwenkt worden. Dies haben auch die vielen Zuschauer
lautstark bestätigt. Also wollte ich
mich so schnell als möglich aus dieser misslichen Lage befreien. Doch wer das
kennt weiß genau, sobald man das Gurtschloss öffnet, fällt man nach unten auf
den Kopf. Also hier musste Vorsorge getroffen werden, sich anständig abstützen
und dann das Gurtschloss öffnen. Natürlich – man fällt runter auf den Kopf !!
Aber auch dafür tragen wir ja schließlich einen Helm, der
für solche Übungen doch immer sehr hilfreich ist und man weitestgehenst
ohne Blessuren davon kommt. Nach dem ich endlich auch von dem Funkkabel befreit
war, konnte ich aus dem Auto kriechen. Leider war zu diesem Zeitpunkt kein
Mensch, kein Streckenposten weit und breit zugegen, der Hilfe leistete –
geschweige denn einen aus dem Auto hätte ziehen könnte oder wenigstens die Tür
aufgehalten hätte. Als ich die Situation abgecheckt hatte und sah wo ich mich
befand und auch das mittlerweile sehr viele Streckenposten mit Schwenken von
gelben Fahnen den Verkehr entsprechend verlangsamten, brachte ich mich
natürlich sofort hinter der Leitplanke in Sicherheit. Bei der weiteren
Untersuchung meines Körpers stellte ich jedoch fest, dass ich erhebliche
Schmerzen im Bereich der Rippen, Brustbein und auch beim Atmen hatte. Eine
herbeigeeilte Ärztin untersuchte mich und empfahl mir doch die Knochen einmal
röntgen zu lassen, um auszuschließen, dass hier ein Rippenbruch oder ein
Brustbeinriss vorhanden ist sowie eine Lungenquetschung, die mich am Atmen
hinderte. Da dies im Medical Center nicht möglich
war, musste ich mich nach Adenau ins Krankenhaus begeben und habe dann dort
nach einer guten Untersuchung glücklicherweise feststellen können, dass keine
größeren Verletzungen vorhanden sind. Jedoch eine sehr starke Brustkorbprellung
sowie eine leichte Lungenquetschung war vorhanden und diese Blessuren, wer so
etwas schon einmal hatte weiß dies, sind sehr langwierig.
Leider hat natürlich auch unser schönes Auto starke
Blessuren davon getragen, so dass es im Moment fragwürdig ist, ob dieses Auto
noch einmal wieder herzustellen geht. Nach ersten Ansichten handelt es sich um
einen schönen Totalschaden, da auch der Motor durch das Kopf-Über-Liegen Schaden
genommen hat. Wir werden in den nächsten Wochen sehen, wie es hier weitergeht
und ob wir noch große Lust zum Fahren verspüren. Wieder einmal haben wir, in
Führung liegend, einen Sieg verpasst.
Unsere Bremsbeläge waren in tadellosen Zustand, hätten also
nicht gewechselt werden müssen und wenn ich planmäßig an die Box gekommen wäre,
hätte der Tankstopp für die letzten 5 Runden von Andreas maximal 1 Minute
gedauert, sodass wir immer noch mit fast 2 Minuten Vorsprung den Sieg hätten
einfahren können.
Nun hat also wieder einmal Bermes/Thönnes abstauben können und sind von daher momentan die
Glücklicheren, die die Tabelle nun anführen.
Zu allem Schluss hat es sich jedoch Andreas nicht nehmen
lassen, dass Auto, nach dem es wieder auf die Räder gestellt worden war und
abschleppender Weise hinter unserem Cherokee herrollte, die Fahrt über die
Start und Zielgerade zu beenden.
Immer irgendwie ins Ziel kommen ist eigentlich unsere
Devise. Leider war diesmal weder ich noch das Auto aus eigener Kraft mehr dazu
in der Lage.
Nach soviel Pech sollte eigentlich mal wieder etwas Glück
folgen. Wollen mal sehen ob wir nicht doch noch, mit vier möglichern Siegen,
unser Dominanz unter Beweiß stellen können.
Also liebe Fans, drückt doch mal
die Daumen.
Euer
Rink-Weiland Racing Team
Ralph P.
Rink
PS: Vielen Dank an die vielen Anrufer, Fans, Partner,
Sponsoren und auch einige Konkurrenten, die mir bis heute gute Besserung
wünschten, das hat mich sehr gefreut. Danke.
Das 24h-Rennen
Jedes Jahr kommt es wieder auf
uns zu, das größte Rennen.
Doch dieses Jahr kam es schon
sehr früh. Aufgrund Terminbehinderung durch die
Formel 1, musste das 24h-Rennen sehr früh stattfinden.
Mit niedrigen Temperaturen und schlechten bis wechselhaftem Wetter konnte
gerechnet werden.
Nun so war es dann auch…..
Es war schon ganz schön kalt und
geregnet hat es auch ziemlich oft. Wir haben uns, nach den etwas mäßigen
Erfahrungen im letzten Jahr mit den Zusatzfahrern, dieses Jahr, unsere Wahl
besser überlegt. Aufgrund unserer bekannten Erfolgssucht wollten wir schon ganz
gerne eine schlagkräftige Mannschaft zusammen bringen. So war es dann auch
geschehen, in dem wir mit unserem lieben guten alten Freund Frank Totz und auch dem ehemaligen Civic-Cup-Teilnehmer Stefan
Gosch zwei sehr zuverlässige und schnelle Fahrer gewinnen konnten. Mit einem
perfekt vorbereiten Auto durch die Schmack-Truppe und
unserer Fahrerbesetzung stand einem Klassensieg eigentlich nichts mehr im Wege.
Nachdem dann auch unsere Box eingerichtet war und unser hervorragender Catering-LKW aufgebaut war, konnte es los
gehen.
Das erste Zeittraining am
Freitag begann natürlich im Regen! Nach dem ein paar Runden im Regen absolviert
waren und die Strecke langsam abtrocknete, hat Andreas sehr schnell auf Slicks gewechselt und wollte versuchen, auf abtrocknender
Strecke, schon einmal gleich eine schnelle Zeit hinzulegen.
Leider misslang dies heftig.
Ausgangs der ersten Rechtskurve
am Flugplatz kam er mit dem linken Hinterrad auf den noch feuchten Außenrand
der Rennstrecke und konnte das Auto, bei der an dieser Stelle hohen
Geschwindigkeit – ca. 190 km/h – nicht mehr halten. Der Ausbrecher
mit anschließendem Gegenschwung führte dazu, dass das Auto linksabbiegend
frontal in der Leitplanke einschlug. Wer dies am Bildschirm verfolgen konnte
und auch das Auto danach sah, war überzeugt, dass für uns das Rennen gelaufen
sei. Das Auto war auf der linken vorderen Ecke ca. 30 cm im Rahmen kürzer und
sämtliche Anbauteile waren als Puzzle auf der Strecke verteilt. Nun begann über
Telefon ein reges Organisieren : Wer, wie, wo kann das
Ding wieder repariert werden ? Nach dem uns Andreas von der Strecke mitteilte,
welche Teile unbedingt benötigt werden, konnten wir, das was wir selbst nicht
dabei hatten, uns im Honda-Truck zusammenleihen und
bereits aus unserem T-Car anfangen auszubauen. Unser Fahrzeug kam dann direkt
zu einem Karosserie- und Lackierbetrieb im Gewerbegebiet Meuspath
per LKW angeliefert und sofort auf die dortige Richtbank. Gott sei Dank hatten
wir in unserem Team ja zwei schlagkräftige Honda-Händler mit Frank Totz und Manfred Schmack und
natürlich den Karosseriebau-spezialisten aus
Neu-Isenburg Stefan Gosch. Ohne die Fähigkeiten dieser 3 Spezialisten und
natürlich unserer erfahrenen Mechaniker wären die Arbeiten sicherlich überhaupt
nicht möglich gewesen. Da ich den Reparaturarbeiten persönlich nicht beiwohnen
konnte, da ich noch auf einem Kadett-C-Coupe an der Youngtimer-Trophy teilnahm, konnte ich mir jedoch berichten
lassen, was sich so bei dem Richten des Fahrzeuges zugetragen hatte. Der
äußerst stabile vordere linke Rahmenholm führte dazu, dass zunächst einmal auf
der Richtbank die Kette riss. Nach dem man hier neue Richtwerkzeuge geschweißt
hatte, konnte man noch einmal versuchen, den Rahmen etwas herauszuziehen,
jedoch gelang es uns nicht, die letzten 10 cm wieder nach vorne zu bringen. So
musste eine Hilfskonstruktion angebaut werden, um wenigstens für die
Stoßstangen-, Kühler- und Lampenhalterung zu sorgen. Eine neue Stoßstange, die
leider silber war, konnte dort auch ruck zuck
innerhalb von 1 Stunde rot lackiert werden, Stefan Gosch dengelte die
Motorhaube und den Kotflügel, sodass nach fertig gestellter Reparatur,
Outsider, fast keinen Unterschied zum vorhergehenden Fahrzeug erkennen konnten.
Gut – sicherlich waren die Spaltmaße nicht mehr ganz gleich, eher auf
Ford Niveau, aber das war nicht wirklich wichtig. Wir hatten es also geschafft
innerhalb von nur 6 Stunden ein unfahrbares Unfallauto wieder in ein absolut
einwandfreies Rennauto zu verwandeln. Um 19.00 Uhr begann das Abendtraining und
nachdem Andreas eine Kontrollrunde zurückgelegt hatte und befand das Auto sei
unfahrbar, wollte ich dies keineswegs glauben und nahm selber mal das Steuer in
die Hand. Außer, dass das ABS noch nicht funktionieren wollte, fuhr das Auto
aber einwandfrei. Nach mehreren Überprüfungen des ABS-Systems konnte der Fehler
ausgelesen werden. Nach dem wir dann mit funktionierendem ABS einen 4.
Startplatz noch herausfahren konnten, fuhren Frank und Stefan noch etliche
Runden, um sich an das Fahrzeug gewöhnen zu können.
Start des
großen 24h-Rennens durfte in diesem Jahr wieder Andreas fahren und auch hier
hatte das Wetter nicht allzu viel Einsehen mit den Startvorbereitungen. Durch
die Kälte gelangen uns zwar einige harte Ausblicke auf die leicht bekleideten
Damen, die sich so in der Startaufstellung tummelten, jedoch hätten sich alle
Beteiligten etwas schöneres und wärmeres Wetter sehr gewünscht. Unser Start
verlief recht reibungslos und Andreas konnte sich unproblematisch sofort hinter
Bermes/Tönnes setzen. Nach
dem er an mich zum 2. Turn übergab, lagen wir bereits in Front und konnten im
weiteren Verlauf des 3. und 4. Turns, die dann von
Frank Totz und Stefan Gosch gefahren wurden, unseren
Vorsprung weiter ausbauen. Beim Wechsel zum 5. Turn, den Andreas wieder zu
fahren hatte, gelangen uns jedoch mehrere Missgeschicke – die Radmuttern
des rechten Vorderrades wollten aufgrund einer mangelhaften Radnuss, die über
die Muttern drehte, zunächst nicht aufgehen. Als man dann mit einem anderen Schlagschrauber alle Muttern geöffnet hatte, wurden die
Radmuttern nach Radwechsel jedoch blödsinnigerweise
wieder mit dem gleichen Schlagschrauber und der
fehlerhaften Nuss angezogen. Die Nuss rutschte durch und die Radmuttern waren
eigentlich gar nicht richtig fest. Zu allem Unglück wurde vergessen, an dem Rad
die Radmuttern mit dem Drehmomentschlüssel nachzuknacken und so kam es, dass
Andreas bereits nach nicht einmal einer halben Runde, etwa Adenauer Forst,
bemerkte, dass das rechte Vorderrad merkwürdig schlackerte. Er hielt daraufhin
an und untersuchte mit einem Streckenposten das rechte Vorderrad und stellte
fest, dass bereits zwei Radmuttern fehlten. Natürlich versuchte er jetzt mit
langsamer Weiterfahrt an die Box zu kommen. Leider jedoch ca. 500 m vor der
Boxeneinfahrt, genau im Tiergarten in der Senke, scherten alle Radbolzen am
rechten Vorderrad ab und das Fahrzeug fiel auf die Erde mit einem im Radkasten
steckendem Vorderrad. Sofort über Funk informiert, packten wir alles nötige
Werkzeug zusammen – kompletten Radträger, Bremsscheibe, Rad usw. –
und eilten per Servicefahrzeug, Roller und Motorrädern gen Tiergarten. Dort
angekommen mussten wir zunächst das Fahrzeug in eine Parkbucht tragen, um es
reparieren zu können. Nach Radträgerwechsel konnte Andreas ca. 40 Minuten
später den Ort wieder verlassen und das Rennen wieder aufnehmen. Beim
Zusammensuchen unserer Teile am Reparaturort
entdeckten wir plötzlich etwas, was dort nicht hingehörte. Lag doch da im Gras
ein Bremsbelag – wo kommt denn der Bremsbelag jetzt her
????? – er wird doch nicht aus dem Bremssattel gefallen sein ????? – hektisches Überlegen…. doch er
musste wohl bei der Reparatur herausgefallen sein.
Ein kurzes Telefonat bei Andreas ergab jedoch, dass die Bremse ok sei. Sie war es aber nicht wirklich. Der nächste Anruf
kam wieder aus der Ecke Adenauer Forst: „ Ich habe keine Bremse
mehr“. Na also, das hatten wir ja
befürchtet. Nachdem der Bremskolben also ohne Belag auf der Scheibe soweit
herausgewandert war, dass auch die Flüssigkeit hinterher kam, war natürlich
kein Bremsdruck mehr vorhanden. Andreas musste also wieder vorsichtig, die
Handbremse zur Hilfe nehmend, zurück in die Box kommen. Dort wurde
dann die Bremsscheibe und der Bremssattel gewechselt, was uns wiederum 15
Minuten Standzeit einbrachte.
Tja, nun war das Rennen
eigentlich gelaufen. Die Motivation auf dem Nullpunkt, denn wir befanden uns am
Ende unserer Klasse. Aber gut, wir beschlossen noch etwas zu fahren um zu
sehen, was die nächsten Stunden uns noch so bescheren würden. Es passierte aber
nichts mehr !! Das Auto gab keinen unkorrekten Muckser von sich und so konnten wir alle mit Vollgas die
Verfolgung aufnehmen. Stunde um Stunde konnten wir uns um Plätze verbessern und
nach dem das Ding nun eh schon einmal kaputt war, hat auch jeder ordentlich
aufs Gas getreten. Mir gelang in der Nacht ein unwahrscheinlich schneller Doppelturn, mit Zeiten die nah an den Klassenbestzeiten
lagen, so dass wir in dieser Zeit wahnsinnig viele Runden wieder gut machen
konnten. Bei Tagesanbruch befanden wir uns schon wieder auf dem 7. Platz mit
noch guten Ziel bis auf Platz 4 aus eigener Kraft
vorkommen zu können. Der Rest davor konnte nur noch durch deren Pech bessere
Platzierung für uns bringen. Also weiter Vollgas……!! Die anderen
Fahrer unseres Teams haben auch schnelle Zeiten gefahren und das Auto hielt
wirklich klaglos diese Strapazen durch. Wir fuhren eigentlich kein 24h-Rennen,
sondern ständig auf Langstreckenpokallaufniveau. Etwa 1 Stunde vor Rennende
haben wir es tatsächlich geschafft, hinter die Russen auf Platz 5 liegend zu
kommen und die Russen waren nur noch 1 Minute von uns entfernt. Just in diesem
Moment, fiel der Rennleitung ein, dass wir morgens um 09.00 Uhr unter
„Gelb“ etwas zu schnell gefahren waren und ließen uns noch eine
Stopp and Go-Strafe absitzen. Frank Totz, der den
letzten Turn zu fahren hatte, nahm dies jedoch recht gelassen hin und gab
danach umso mehr Gas und konnte, die sich doch heftig wehrenden Russen, locker
überholen. Als 4. kamen wir also über die Ziellinie, in einem Rennen das schon
kurz nach Anfang des Trainings eigentlich für uns beendet schien. Wenn man
bedenkt wie das Auto hergenommen wurde und wie gut wir fahrerisch aufgestellt
waren, hätten wir natürlich locker dieses Rennen in unserer Klasse gewinnen können.
Aber hätte…. wäre…. wenn… gibt es alles nicht im Rennsport,
so dass wir dieses Ergebnis, wenn auch Zähne knirschend, gerne akzeptiert
haben. Zum Glück haben wir nicht zu viele Punkte in der Honda-Meisterschaft
eingebüßt, denn die Spitze liegt recht eng beisammen.
Bis zum nächsten richtigen
Rennen wünscht euch, liebe Fans, alles Gute das
Rink-Weiland-Racing Team
R.P.R.
Rennbericht 3. VLN am 23.04.2005
Hallo liebe Fans,
endlich mal schien es so als wollten wir ein komplettes
Rennen fahren. Das Wetter war gut, zwar kühl aber leicht bewölkt und man musste
nicht mit Nebel oder Schnee wie bei den letzten beiden Läufen rechnen.
Leider hatten wir unser neues Proflex-Fahrwerk
immer noch nicht richtig in den Griff bekommen und haderten mit unserem Setup,
das nicht so 100%tig passte, wie wir es gerne gehabt hätten. Somit erreichten
wir im Training nur den 4. Startplatz von 14 Teilnehmern.
Startfahrer Andreas konnte sich nach dem Start immerhin
noch eine ganze Weile, bedingt auch durch die frischen Reifen und frischen
Bremsbelägen, in der Spitzengruppe halten. Mit abbauenden Reifen im 2. Turn
wurde jedoch das Fahrverhalten aufgrund unseres noch nicht ganz perfekten Setup’s immer schlechter und wir fielen etwas zurück,
sodass es nach wie vor die 4. Position war, die wir im Rennen begleiteten. Nach
hinten hatten wir viel Luft und nach vorne schien es nicht so, aus eigener
Kraft, Plätze gewinnen zu können, da ein schnelleres Fahren in diesem Zustand
leider nicht möglich war. Nach dem 2. Turn, nun wieder auf frischen Reifen,
konnten wir unsere Zeiten etwas verbessern, so dass wir auf dem 3. Platz
vorrücken konnten. Nikolas Hardt und Martin Tschornia
lagen jedoch weit voraus auf dem 1. Platz und auch unsere Freunde Norbert Bermes und Harald Thönnes hatten
einen gehörigen Abstand auf dem 2. Platz liegend zu uns. Somit haben wir uns
auf den doch beruhigenden 3. Platz eingestellt, als plötzlich das Fleper-Team mit argen Bremsproblemen an die Box musste und
die Bremsbeläge samt Bremssattel aufgrund total runter gebremster Beläge
wechseln mussten. Dieser Boxenstopp dauerte für die Jungs leider zu lange, so
dass wir auf den 2. Platz vorrücken konnten. Die weitere Fahrt bis zum Rennende
war für uns völlig problemlos, da Nikolas Hardt und Tschornia
gerade noch vor dem Führenden über die Ziellinie kamen, konnten sie eine Runde
mehr fahren und wir belegten somit, mit statistisch gesehen 1 Runde Rückstand,
den 2. Platz. Dahinter, mit wiederum sehr viel Luft, auf den 3. Platz fuhr
Werner Uetrecht und Florian Fricke, die doch wie
gesagt knapp 1 Minute hinter uns waren, so dass wir doch recht bequem einen
guten 2. Platz belegen konnten.
Grundsätzlich ist es ein gutes Ergebnis, jedoch für uns
äußerst unbefriedigend, da wir mit den Fahreigenschaften unseres neuen
Fahrzeuges zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht zufrieden waren. Aber so ist es
halt ab und zu im Rennsport. Wenn man neue Erfahrungen sammeln will, braucht es
einige Zeit um dies alles in den Griff zu bekommen, aber wir versprechen euch
schnellstmöglich unsere gewohnte Siegesform wieder zu finden.
Danke an alle Fan’s und
Freunde, die endlich mal ein komplettes, doch recht turbulentes und
interessantes Rennen, verfolgen konnten.
Tschüss und bis bald
euer
Rink-Weiland-Racing-Team
Ralph P. Rink
Rennbericht 2. VLN am 9.04.2005
Schneeflöckchen
Weißröckchen
Hallo liebe Fans,
ja das war mal wieder typisch Eifel !
Freitags Regen und kalt. Es sah nicht wirklich nach dem
aus was uns am nächsten Morgen erwarten sollte.
Schnee, ja Schnee, echter weißer Schnee man wollte es kaum
glauben. Mindestens 5 cm überall. Ob das was wird?
Es wurde nichts!
Training: ausgefallen
Die Rennleitung vertagte erst
einmal auf unbestimmte Zeit alles.
Hochbetrieb in der Honda Longe,
Kaffeetrinken, zweites Frühstück ausgiebig, denn keiner glaubte recht das da
heute noch was geht. Erste Wetten wurden abgeschlossen. Wenigstens etwas
Spannung.
Dann Durchsagen, Training um
11.00 Uhr.
Große Aufruhr, „Ist doch
noch alles weiß auf den Randstreifen“ ,riefen
einige „Macht doch nichts“ ,andere , bei diesen Bedingungen kann
man doch nicht fahren oder ?
Draußen schien bereits die Sonne
und gegen 12.00 Uhr sollte endlich das Training, nach ersten Verzögerungen
beginnen, für eine Stunde und dann Start um 14.00 Uhr, Rennen bis 18.00
Uhr.
Ach was eine Aufregung daraufhin
in der Honda Longe. Die wollen wirklich fahren??? Das geht doch nicht, viel zu
gefährlich, alle Hondas sollen geschlossen boykottieren. Und wer sagte das ? Natürlich wieder die üblichen
„Weicheier“ !
Na ja, Mama Mansfeld blieb salomonisch:
Die nicht wollten sollten unterschreiben, jedoch erst mal eine Runde Training
fahren und sich die Strecke anschauen, dann noch mal Entscheidung in der Honda
Longe.
Also wir wollten auf jeden Fall fahren,
wenn die Rennleitung das für möglich hält, denn, die werden schon nur starten
wenn keine Gefahr für uns besteht. Außerdem haben wir schon Rennen unter viel
schlimmeren Bedingungen gefahren, denke mal an letztes 24h-Rennen, als jetzt waren. Unser Engländer sah auch
kein Problem, denn die haben dort ja nur so Wetter und sind das halt gewöhnt.
Außerdem heißt es ja schon in der Straßenverkehrsordnung: Man soll seine
Fahrweise immer den Witterungsverhältnissen anpassen. Können das alle nicht
mehr? Aber die Mehrheit war doch eher
für, nicht fahren.
Bei strahlendem Sonnenschein
standen wir also in der Boxenausfahrt als Erster und warteten. Nochmals
Verschiebung auf 13.00 Uhr. Die Sonne brannte.
Telefonisch informiert, daß die Strecke zu 95% trocken war, montierten wir als
Erste, zur Verblüffung der anderen, Slicks in der
Boxenstraße.
Um 13.15 Uhr kam jedoch die
Durchsage, daß die Veranstaltung abgebrochen wird,
weil im Bereich „Hohe Acht“ immer noch Schnee auf den Randstreifen
liegt und hier die Sicherheit nicht gewährleistet ist.
Schade, Schade, denn an Start
und Ziel schien so schön die Sonne und man konnte kaum glauben, das man
irgendwo nicht fahren kann.
Aber Sicherheit geht vor, und
somit packten endlich traurig alle zusammen.
Wir waren noch ein bisschen bei
unseren Fans am Brünnchen und unterhielten uns in der
schönen warmen Sonne, als dann plötzlich um 15.40 Uhr die Touristenfahrer auf
der Nordschleife daher kamen. So ein Mist, jetzt ging´s.
Sehr ärgerlich das mit ansehen zu müssen.
Aber so ist halt mal die Eifel,
rau, kalt, wetterunbeständig, aber wir lieben sie trotzdem.
Also bis bald wieder in der
Eifel,
vielleicht auch mal zum Rennen,
euer
Rink-Racing-Team
Ralph P.
Rink
Rennbericht 1. VLN am 19.03.2005
Boys are back
Hallo liebe Fans,
Ja es ist wahr, wir fahren doch wieder Civic
!
Es hat sich einfach so ergeben, dass uns die Firma SCHMACK
Motorsport einen Civic hinstellt und wir noch einen großen Sponsor gefunden
haben.
Somit war der wunderschöne NGK-Civic
geboren. Danke.
So und jetzt schreibe ich auch wieder Rennberichte, die
allen „Weicheiern“ zum Trotz auf unserer Net-Seite stehen, und über
die sich dann andere vorgeschickte Individuums auf
anderen Forumseiten auslassen können, weil die
besagten „Weicheier“ anscheinend nicht den Mut haben uns Ihre
Kritik selbst zu schreiben, geschweige denn ins Gesicht zu sagen.
Weicheier eben, gell, sag ich doch !
Training:
Das Training war sehr durchwachsen, noch feuchte Strecke
und kalt.
Erste Runde erste Bestzeit, diese hielt sich auch lange
Zeit.
Auf die Bahn kurz vor Schluß und
dann absolute Bestzeit, 20 Sec. vor dem Zweiten. Toller Einstand gleich auf
Pole in der dritten Startgruppe.
Start:
Andreas gleich vorneweg. Zunächst konnte Hardt noch
folgen, dahinter lange nichts mehr.
Nach fünf Runden Rennabbruch wegen Nebels, da hatten wir
schon über 30 Sec. Vorsprung vor dem ganzen Feld.
Leider kein Neustart mehr, der Nebel war einfach zu dick.
Schade.
Pokale und Preisgeld gab’s trotzdem, auch wenn keine
offizielle Punktewertung der VLN zustande kam, weil die gefahrene Distanz zu
kurz war.
Für alle Schlechten
gut, für uns eher schlecht.
Macht nichts, nach diesem grandiosen Einstand mit dem
neuen Auto kann der erste „echte“ Klassensieg ja schon beim
nächsten Mal fällig sein.
Tschüß, bis demnächst auf dieser Seite
euer
Rink-Racing-Team
Ralph P.
Rink